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Ist es sinnvoll, einen Fernseher als Computermonitor zu verwenden?

Fernseher als Monitor

Ist es sinnvoll, einen Fernseher als Computermonitor zu verwenden? In diesem Artikel wollen wir diese Frage aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.

In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Fernsehgeräten mit großen Bilddiagonalen und hoher Auflösung stetig gestiegen. Dieser Trend ist auch auf den Gaming-Bereich zurückzuführen, da Gamer sich immer größere und detailreichere Bildschirme wünschen.

Vorteile von Fernsehern als Computermonitore

Einer der größten Vorteile von Fernsehern als Computermonitoren ist der Preis. Fernseher sind in der Regel deutlich günstiger als Monitore mit vergleichbarer Größe und Auflösung.
Ein weiterer Vorteil ist die Auswahl. Fernseher sind in einer viel größeren Bandbreite an Größen und Auflösungen erhältlich als Monitore. So können Nutzer auch für ihren speziellen Bedarf den passenden Fernseher finden.

Nachteile von Fernsehern als Computermonitoren

Es gibt aber auch einige Nachteile, die bei der Verwendung eines Fernsehers als Computermonitor berücksichtigt werden sollten.
Einer der größten Nachteile ist die Ergonomie. Fernseher sind in der Regel für einen Abstand von zwei bis drei Metern ausgelegt. Bei einem Abstand von 50 bis 80 Zentimetern, wie er bei Computermonitoren üblich ist, kann es zu Nackenschmerzen und anderen Beschwerden kommen.

Ein weiterer Nachteil ist die Bildqualität. Fernseher sind in der Regel nicht für die Darstellung von Text und Grafiken optimiert. Bei Office-Anwendungen oder Bildbearbeitung kann es daher zu Unschärfen und anderen Problemen kommen.

Ist es sinnvoll?

Ob es sinnvoll ist, einen Fernseher als Computermonitor zu verwenden, hängt von den individuellen Bedürfnissen des Nutzers ab. Für Gamer, die einen großen und detailreichen Bildschirm für die Konsolenspiele suchen, kann ein Fernseher durchaus eine gute Option sein. Für Nutzer, die einen Computermonitor für Office-Anwendungen, Bildbearbeitung oder andere Anwendungen benötigen, ist ein speziell für diese Zwecke konzipierter Monitor jedoch die bessere Wahl.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

  • Fernseher sind in der Regel günstiger als Monitore mit vergleichbarer Größe und Auflösung.
  • Fernseher sind in einer viel größeren Bandbreite an Größen und Auflösungen erhältlich.
  • Fernseher sind in der Regel für einen Abstand von zwei bis drei Metern ausgelegt.
  • Fernseher sind in der Regel nicht für die Darstellung von Text und Grafiken optimiert.

Empfehlung für Gamer

Für Gamer, die einen großen und detailreichen Bildschirm für die Konsolenspiele suchen, kann ein Fernseher durchaus eine gute Option sein. Allerdings sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Der Fernseher sollte eine Bilddiagonale von mindestens 55 Zoll haben.
  • Die Auflösung sollte mindestens 4K betragen.
  • Der Fernseher sollte über eine Bildwiederholfrequenz von mindestens 120 Hz verfügen.
  • Der Fernseher sollte über eine Variable Refresh Rate (VRR) verfügen.

Empfehlung für Office-Anwender

Für Office-Anwender, die einen Computermonitor für die tägliche Arbeit benötigen, ist ein speziell für diese Zwecke konzipierter Monitor die bessere Wahl. Folgende Punkte sollten bei der Auswahl berücksichtigt werden:

  • Die Bilddiagonale sollte zwischen 24 und 32 Zoll liegen.
  • Die Auflösung sollte mindestens Full HD betragen.
  • Der Monitor sollte über eine ergonomische Einstellung (Höhenverstellbarkeit, Neigungswinkelanpassung) verfügen.
  • Der Monitor sollte über einen Flicker-Free-Modus verfügen.

Fernseher mit großer Bilddiagonale und 4K-Auflösung sind preislich interessant und im Bereich der OLED-Technologie gibt es eine viel größere Auswahl als bei Monitoren. Immer wieder wird unserer Redaktion die Frage gestellt: Kann man nicht einen Fernseher als Monitor nutzen? Und wie funktioniert das? Grundsätzlich stellt es kein Problem dar, ein TV-Gerät mit einem Notebook oder PC zu verbinden, solange die notwendigen Ein- und Ausgänge vorhanden sind. Dennoch sollte man sich die Frage stellen: Selbst wenn es geht, warum sollte man das tun?

Ein Fernseher ist in erster Linie für die Darstellung von bewegtem Bildmaterial per Receiver (Satellit, Kabel oder terrestrisch) konzipiert worden. Das Bild betrachtet man aus einer gewissen Entfernung, in der Regel 2 bis 3 m und mehr. Ein Monitor steht normalerweise auf dem Schreibtisch und kann für die verschiedensten Anwendungen wie Office, Gaming, Bildbearbeitung oder CAD/CAM genutzt werden. Der Abstand zum Bildschirm beträgt etwa 50 bis 80 cm.

Eigentlich ein klarer Fall: Ein Monitor ist für den Betrieb an einem PC oder Notebook auf dem Schreibtisch vorgesehen. An einem Fernseher schaut man sich das TV-Programm oder die neuesten Filme der Streaming-Anbieter an. Für PC- und Konsolen-Gamer kann es aber durchaus Gründe geben, zu einem Fernseher zu greifen. Welche das sind und ob auch andere Anwendungen mit dem TV-Gerät nutzbar sind, wollen wir in diesem Artikel klären.

Gründe für einen Fernseher als Monitor

Die Hintergründe, warum ein Fernseher als TV-Gerät genutzt werden soll, sind vielfältig. In erster Linie geht es aber darum, anstelle von zwei Geräten nur noch eines zu verwenden und damit Platz als auch Geld zu sparen. Insbesondere wegen der Tatsache, dass ein 43-Zoll-TV unter 300 Euro kostet, während für das Pendant als Monitor im Schnitt 1.000 Euro und mehr fällig werden können, sind die Überlegungen der Konsumenten aus wirtschaftlicher Sicht sicherlich nachvollziehbar. Außerdem sind Fernseher in viel größeren Bilddiagonalen verfügbar als Monitore. Auch ist die Auswahl an Monitoren mit OLED-Technologie noch rar, bei TV-Geräten hingegen bedeutend größer.

Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht. Es gibt schon Gründe, warum der obige Vergleich hinkt. Neben der Größe ist auch die Ausstattung ein wichtiger Faktor, und wenn ein Fernseher eine Bildwiederholfrequenz von 120 oder gar 144 Hz besitzt, inklusive FreeSync oder G-Sync, ALLM (Auto Low Latency Mode) und VRR (variable Bildwiederholfrequenz), schmelzen die Preisunterschiede schnell dahin. Doch darauf kommen wir später zurück.

Office und Bildbearbeitung auf einem Fernseher?

Aus ergonomischer Sicht ergibt das Arbeiten mit Word, Excel oder Outlook an einem Fernseher, zumindest aus unserer Erfahrung, keinen Sinn. Es mag durchaus Anwender geben, die mit einem gewissen Abstand an einem großen TV-Gerät arbeiten, dennoch dürfte diese Nutzergruppe verschwindend gering sein.

Gleiches gilt für die Bildbearbeitung unter Photoshop oder Illustrator. Hier kommt es auf eine exakte Darstellung des Bildes an, auch was die Farbgenauigkeit angeht. So etwas ist aus einem Abstand von 2 m und mehr kaum möglich.

Gaming: Einsatzzweck und Größe

Insbesondere Gamer wünschen sich mehr darstellbare Fläche. Aber auch hier gibt es signifikante Unterschiede. Profi-Gamer, die im E-Sport-Bereich aktiv sind, wollen alles im Blick haben und setzen deshalb auf Monitore mit 24 oder 27 Zoll. Denn wer an einem großen Display spielt, muss auch einen größeren Abstand einnehmen. Während letzterer bei einem 24- oder 27-Zoll-Exemplar zwischen 50 und 80 cm liegt, beträgt der Mindestabstand bei einem 55-Zoll-TV mindestens 2 bis 3 m.

Bei der Wahl des richtigen Anzeigegeräts spielen sowohl das Spielgenre (Rennspiel, Flugsimulatoren, Ego-Shooter, Sport, …) als auch die Plattform (PC oder Konsole) eine Rolle. Konsolenspieler profitieren von den Fernsehern am meisten, denn in der Regel sitzt man in einem Sessel vor dem TV. PC-Gamer auf dem Sofa, die ihre Tastatur auf den Oberschenkeln positionieren, sind eher selten anzufinden.

Wenn die Darstellung auf dem Fernseher nicht so scharf ist wie erwartet

In Bezug auf die Technologie gibt es oft bedeutende Unterschiede zwischen einem Fernseher und einem Monitor – zumindest, wenn es sich um ein älteres und/oder günstigeres Modell handelt. Wenn Sie bereits versucht haben, ein TV-Gerät an Ihren PC anzuschließen, haben Sie möglicherweise bemerkt, dass Texte und Schriften in Spielen unscharf und unsauber aussehen, obwohl die Auflösung korrekt eingestellt ist. Die Antwort auf dieses Problem liegt in der sogenannten Farbunterabtastung – oder Chroma-Subsampling, wie es auf Englisch genannt wird. Es handelt sich dabei um den Effekt, dass Schrift nicht sonderlich scharf lesbar ist. Dieser Umstand wird auch als „Fringing“ bezeichnet.

Farbunterabtastung ist ein Verfahren, das physiologische Eigenschaften des menschlichen Auges ausnutzt, um Daten zu reduzieren. Unsere Augen können Helligkeitsinformationen besser wahrnehmen als Farbinformationen, daher ist die Helligkeit wichtiger als die Farbe. Trotz des Fehlens von Farbinformationen in einem auf diese Weise komprimierten Bild ist der Unterschied für das menschliche Auge nicht erkennbar.

Farbunterabtastung wird durch Bezeichnungen wie „4:2:2“ oder „4:2:0“ abgebildet, wobei die erste Ziffer die Abtastrate der Helligkeitsinformationen angibt und immer eine 4 ist. Vier Pixel bilden so eine Reihe von Graustufen. Die zweite und dritte Ziffer beziehen sich auf die Abtastrate der zugeordneten Farben aus der zweiten und dritten Pixelreihe im Verhältnis zur Helligkeitsinformation. Eine Abtastrate von 4:2:0 bedeutet beispielsweise, dass nur zwei Farben aus der zweiten Reihe den vier Graustufen zugeordnet werden. Dies führt dazu, dass Text und feine Details in Spielen auf einem Fernseher möglicherweise nicht so scharf dargestellt werden wie auf einem speziellen Monitor.

Die Komprimierung der Daten durch Farbunterabtastung ist darauf zurückzuführen, dass die Übertragung der Videosignale eine hohe Bandbreite erfordert. Bei Serien und Filmen sieht das menschliche Auge diese Unterschiede oft kaum. Aus diesem Grund sind viele günstige Fernseher möglicherweise nicht in der Lage, die volle Abtastrate über alle Farbkanäle bereitzustellen. Im Gegensatz dazu hat ein PC diese Problematik nicht.

Neuere Fernseher unterstützen in der Regel 4:4:4 und verfügen über einen PC-Modus oder ähnliche Funktionen wie „HDMI Ultra Deep Color“ bei LG-TVs. Diese Fortschritte minimieren die durch Farbunterabtastung verursachten Probleme und ermöglichen eine schärfere Darstellung von Texten und Details, insbesondere bei der Verwendung eines Fernsehers als Monitor.

Fernseher und Monitor: Beim Gaming verwischt der Einsatzbereich

Wer viel Bildfläche zum Spielen haben möchte, hat die Qual der Wahl. Die Hersteller von TV-Geräten und Monitoren haben Gamer im Fokus und preisen großformatige Anzeigegeräte an. Die Spezifikationen verwischen, und die neuen Fernseher, die für Spieler konzipiert wurden, bieten ähnliche Funktionalitäten und Technologien wie Monitore. Sie setzen schlicht auf TV-Panels, um den Markt mit größeren Bildschirmdiagonalen zu versorgen. Eines haben die großformatigen Monitore aber nicht: einen Receiver zum TV-Empfang.

Welche Vorteile ein Gaming-Fernseher oder großformatiger Monitor bieten kann, hängt von der Konsole ab. Wer eine Xbox One X nutzt, kann von nativem 4K profitieren. Die PS4 Pro hingegen kann von niedrigeren Auflösungen aufwärts skalieren. Die PS5 und die Xbox Series X ermöglichen nicht nur eine native 4K-Auflösung, sondern können auch Bildraten von bis zu 120 fps erreichen. Dafür benötigt man jedoch einen Fernseher mit HDMI 2.1 und einer nativen Bildfrequenz von 120 Hz oder mehr.

Stand 25. April 2023 stehen etwa 500 Modelle mit 120 Hz in den gängigen Preissuchmaschinen zur Verfügung. Etwa 20 davon bieten sogar 144 Hz. Circa 200 dieser Fernseher setzen auf OLED-Technologie, während der Rest eine LED-Hintergrundbeleuchtung hat. OLEDs eignen sich besonders gut fürs Gaming, da sie extrem schnelle Bildaufbauzeiten und in Kombination mit hoher Bildfrequenz sowie perfektem Kontrast ein exzellentes Bild liefern. Wer zudem darauf achtet, dass VRR (Variable Refresh Rate), FreeSync oder G-Sync vorhanden sind, kann sicher sein, einen TV zu erwerben, der tatsächlich für Spiele geeignet ist.

Eine höhere Bildfrequenz sagt jedoch nicht zwangsläufig etwas über einen möglichen Input-Lag aus. Der Input-Lag bezeichnet die zeitliche Differenz zwischen der Signalzuspielung zum Fernseher und der Ausgabe des entsprechenden Bildschirminhalts. Um diese Verzögerung zu reduzieren, können Gamer einen speziellen Spielemodus nutzen, der bei vielen aktuellen Geräten standardmäßig vorinstalliert ist.

Bei Monitoren ist die Auswahl mit großer Bilddiagonale deutlich kleiner. Ab 42 Zoll gibt es gerade mal 27 Modelle mit 4K-Auflösung, und bei einer Bilddiagonalen ab 46 Zoll verringert sich die Menge auf 9 Exemplare, wovon sieben Stück OLED-Monitore sind. Diese Displays sind klar für den Gaming-Einsatz konzipiert, aber in der Regel stellt man sich einen so großen Bildschirm nicht auf den Schreibtisch. Denn die Bildfläche ist bei einem Abstand von 50 bis 80 cm schlicht zu groß, und der Nutzer würde innerhalb kürzester Zeit Nackenschmerzen bekommen, weil er das Bild nie komplett im Blickfeld hat.

Auf die richtigen Signaleingänge kommt es an

Damit ein Fernseher 4K-Bilder mit 120 Hz anzeigen kann, muss er unbedingt mit einem HDMI-2.1-Anschluss ausgestattet sein, da nur dieser die erforderliche Datenrate ermöglicht. HDMI 2.1 ist spezifiziert für die maximale Auflösung von 3840 × 2160 bei 120 Hz. Der DisplayPort, der ebenfalls hohe Datenraten übertragen kann, spielt im TV-Bereich keine Rolle und wird ausschließlich bei Monitoren verwendet.

Fazit: Fernseher als Monitor – sinnvoll oder nicht?

Es mag durchaus Anwender geben, für die ein entsprechend ausgestatteter Fernseher einen Monitor ersetzen kann. Für die breite Masse gilt das jedoch nicht. Die Idee, einen Fernseher auf den heimischen Schreibtisch zu stellen und dort Office, Bildbearbeitung, Video sowie Gaming zu kombinieren, ist aus ergonomischer Sicht problematisch. Diese Lösungen können zu Nackenschmerzen führen, da das Blickfeld zu groß ist, und bieten oft keine ergonomischen Funktionen wie Höhenverstellbarkeit oder Neigungswinkelanpassung.

Für Gamer, insbesondere Konsolenspieler, kann der Einsatz eines Fernsehers durchaus Sinn ergeben – vorausgesetzt, er wird nicht auf dem Schreibtisch positioniert. Zudem sollte die richtige Ausstattung (120 Hz, VRR, FreeSync, G-Sync, HDMI 2.1 und mehr) vorhanden sein. Wer jedoch nach dem Motto „Aus zwei mach eins“ Geld sparen möchte, wird möglicherweise nicht glücklich werden. Sowohl der Fernseher als auch der Monitor sind für spezifische Zwecke entwickelt worden und sollten idealerweise entsprechend eingesetzt werden. Wenn ein Gamer seinen Fernseher nutzen möchte, sollte er zudem bereit sein, für die notwendige Extra-Ausstattung etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

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In dieser Rubrik schreibe ich über Elektronik und Gadgets, über meine Experimente mit dem Raspberry Pi, Apple-Computer, iphone und über das weite Feld der Hausautomatisiserung.

Lesezeit ca.: 15 Minuten | Tippfehler melden | © Revision: 2. Januar 2024 | Peter Wilhelm 2. Januar 2024

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