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Inklusion

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Inklusion ist ein Wort, ohne das eine moderne, aufgeschlossene Gesellschaft gänzlich undenkbar wäre. Es ist sogar ein unverzichtbares Muss, welches Mandatsträgerinnen und Mandatsträger in Reden, Social-Media-Beiträgen und Interviews obligat einweben müssen, um den Wählerinnen und Wählern die eigene Sozialkompetenz zu vermitteln.

Das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, also de jure die Behörde des Freistaates mit amtlicher Deutungshoheit, definiert Inklusion damit, „dass Menschen mit Behinderung ihr Leben nicht mehr an vorhandene Strukturen anpassen müssen“.

In unserem EDEKA-Markt arbeitet ein junger Mann mit einer Chromosomenanomalie, die man als Trisomie 21, oder Down-Syndrom bezeichnet. Ich maße mir nicht an, zu behaupten, dass er daran leidet. Ganz im Gegenteil! Er grüßt stets höflich und freundlich, und er räumt mit beinahe sinnlicher Akkuratesse die Waren in die Regale. Dabei achtet er stets darauf, sie mit der Banderole exakt nach vorne zu plazieren…damit auch die begriffsstutzigsten Kundinnen und Kunden sofort erkennen, welche Produkte sie vor sich haben.

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Ich weiß nicht, anhand welcher Features das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, Behinderung definiert. Der junge Mann in unserem EDEKA, zeigt jedenfalls ein deutlich ausgeprägteres Sozialverhalten, als ein gewisser Alfred Sauter (CSU), der durch die Vermittlung von Schutzmaskenverträgen zu Beginn der Coronapandemie, 1,2 Millionen € an Provisionen einstrich.

Ich habe keine Ahnung, weshalb um die Inklusion in jüngster Zeit ein dermaßen Bohei veranstaltet wird, oder weshalb in den einschlägigen Polit-Formaten, wie Plasberg, Lanz & Co, sich noch niemand die Frage gestellt hat, ob eine willfährige Definition von Behinderung, dem Ansinnen um Inklusion vielleicht sogar diametral entgegensteht?

Der junge Mann in unserem EDEKA erledigt seinen Job jedenfalls tadellos. Wenn ich bedenke, wie viele Menschen mit ausgeprägtem Dunning-Kruger-Effekt beispielsweise schon auf den Chefsesseln in Bundesministerien Platz nahmen, und welche haarsträubenden Konsequenzen dies nach sich zog, denke ich, dass es Zeit ist, Behinderung in einem anderen Licht zu sehen.

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Spitze Feder – Spitze Zunge

Diese Kolumne schreibt vorwiegend Peter Grohmüller seine Gedanken zur Welt und dem Geschehen unserer Zeit auf.
Seine fein geschliffenen „Ergüsse“ – wie er selbst sie nennt – erfreuen sich großer Beliebtheit.

Hin und wieder erscheinen in dieser Kolumne auch Beiträge anderer Autoren, die dann jeweils entsprechend genannt werden.

Die Texte sind Satire, Kommentare und Kolumnen. Es handelt sich um persönliche, freie Meinungsäußerung.

Für die Texte ist der jeweilige Autor verantwortlich.

Lesezeit ca.: 3 Minuten | Tippfehler melden | Peter Grohmüller: © 5. Januar 2023

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