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Garmin nüvi 2545, Apple iPhone 5 mit Navigon Software und Google Maps

Garmin nüvi 2545, Apple iPhone 5 mit Navigon Software und Google Maps

In den letzten Tagen war ich wahnsinnig viel in der Republik unterwegs und habe einige tausend Kilometer „abgerissen“.
Für eine Fahrt nutzte ich ein Navigationssystem von Garmin, das Garmin Nüvi 2545 LMT und für zwei weitere Strecken das Apple iPhone 5 mit Navi-Software.
Über das Garmin schrieb ich bereits im Bestatterweblog:

Wenigstens hat mich mein (neues) Garmin-Navi nicht im Stich gelassen. Allerdings müßten die Garmin-Leute noch ein wenig an der Sprachausgabe feilen, finde ich.
Köln hat ja einen Stadtteil namens Deutz. Auf den Schildern steht oft nur “K.-Deutz” und genau so liest es das Navi auch vor: “In dreißig Metern bitte links abbiegen in Richtung Kadeutz.”
Auch sagt es immer: “Am Ende der Straße links auf die M.”
Erst nach x-maligem Hinhören kam ich dahinter, daß die Tante im Navi das Wort “abbiegen” so undeutlich und völlig falsch betont ausspricht, daß aus “ab-biii PAUSE PAUSE gen” “auf die M” wird. Anneliese Braun läßt grüßen.

Garmin nüvi 2545, Apple iPhone 5 mit Navigon Software und Google MapsGarmin nüvi 2545, Apple iPhone 5 mit Navigon Software und Google Maps

Ansonsten nervt mich, daß der Geschwindigkeitswarner keinerlei Toleranz kennt. Beim Navigon-System im iPhone kann ich einstellen, daß er sagen wir bei Tempo 70 erst bei 77 kurz “Achtung” sagt.

So kann man sich seine persönlichen Vorlieben einstellen. Bei geringfügigen Überschreitungen passiert ja noch nicht viel. Das Garmin nervt jedoch durch wiederholte Ping-Geräusche und wird auch nicht müde, den Fahrer so lange mit diesem (natürlich abschaltbaren) Pingen zu nerven, bis er wieder unterhalb des Tempolimits ist.
Das ist vor allem dann entnervend, wenn das „nüvi“ glaubt, es gelte Tempo 100, in Wirklichkeit aber Tempo 120 oder 130 gilt.
Ich bin wahrlich kein Raser, eher im Gegenteil. Aber wenn auf der Autobahn bei nur 1 km/h Überschreitung dieses ständige Pingen anfängt, dann schaltet man diese Funktion lieber ab und hat damit eine an sich wertvolle Funktion weniger.

Bereits gewohnt war ich von früher die Navigon-Software auf dem iPhone5. Die Anzeige des iPhones ist gerade groß genug und die Navigon-Software glänzt durch eine hervorragende Anzeige und Auswahl an Informationen.
Vielleicht kann man es irgendwie beim nüvi auch einstellen, aber Navigon zeigt z.B. neben der verbliebenen Fahrtzeit und die Ankunftzeit, während ich beim nüvi nur die noch zu fahrenden Zeit sah.

Ganz schlecht beim nüvi: Startet man sagen wir mit einer Fahrtdauer von 2 Stunden, so wird diese Zeit immer länger. 2:20 Stunden, dann 2:45 Stunden usw.
Ich bin kein Raser, das schrieb ich ja schon, aber ich fahre auch keine 80 km/h auf der Autobahn. Mein Lieblingstempo ist irgendwo zwischen 120 und 150, viel schneller geht es ja bei dem Verkehr heute auch kaum.
Aber das nüvi von Garmin hat wohl einen Sebastian-Vettel-Faktor eingebaut oder ist für Audi-Linksspur-Lichthuper gemacht. Keine Ahnung, welche Durchschnittsgeschwindigkeit die für ihre Vorausberechnungen hernehmen, vielleicht „lernt“ das nüvi ja auch im Laufe der Zeit, jedenfalls kommt man sich ständig vor, als müsse man Gas geben um das „Soll“ zu erfüllen.

Sehr schön beim nüvi: In der Nähe von Abfahrten zeigt der Fahrspurassistent sehr realistisch wirkende fotografische Bilder, die einem sehr helfen, die richtige Spur zu finden.
Das ist bei der Navigon-Software nicht so, allerdings sind die Spuren auch hier sehr schön angezeigt und alles ist deutlich und klar.

Beim Navigon gefällt mir, daß bei der Zielfindung auch ein Foto des gesuchten Objektes angezeigt wird.
Nutzt man das iPhone als Navigationssystem, ist es unbedingt erforderlich, einen Stromadapter für den Zigarettenanzünder anzuschließen, die GPS-Navigation zehrt ganz schön Akkukraft.

Auf einer weiteren längeren Strecke benutze ich mal die Maps-Funktion des iPhones. Also keine eigentliche ausgewiesene Navigationssoftware möchte man denken. Doch man täuscht sich!
Die Navigation gestaltet sich genau so einfach wie mit den anderen beiden anderen. Man kommt einwandfrei von A nach B. Lediglich die Anzeige ist spartanisch. Außer der Straßenführung sieht man nichts. Ab und zu werden oben Angaben eingeblendet wie weit es noch bis zur nächsten Richtungsänderung ist.
Doch die Frauenstimme leitet einen sicher bis nahe ans Zielgebiet.
Doch dann geht die Verwirrung los. Mein Ziel liegt an einer Anwohnerstraße, die nur für Anlieger frei ist. Das kann man normalerweise einstellen, ob man da fahren möchte oder nicht, genauso wie man einstellen kann ob man Fähren oder Autobahnen nutzen oder meiden möchte.
Vielleicht geht das bei der Maps-Software auch, ich muß mal näher schauen, aber in diesem Fall hätte mich kurz vor Erreichen des Ziels die Software quasi über Bagdad nach Hause geführt.

Aber dennoch: Wer kein Navi hat und nur gelegentlich mal in fremdes Terrain vorstößt, der ist auch mit der Lösung, die jedem iPhone kostenlos beiliegt, sehr gut bedient.
Das 160 Euro teure Garmin nüvi besticht durch sein großes Display, seine einfache Bedienung und den annehmbaren Preis. Jedoch hat es seine Mucken und Macken, die ich oben näher beschrieben habe.

Am besten gefällt mir die Lösung von Navigon fürs iPhone. Kein extra Gerät, eine sehr gute aktuelle Software, übersichtliches Kartenmaterial, klare Bilddarstellung und als Highlight die Fotos vom Zielobjekt.
Wie oft bin ich schon lange Straßen auf und ab gefahren und habe eine bestimmte Hausnummer gesucht. Zwar sagen alle Navis immer brav, daß man sein Ziel auf der linken oder rechten Seite erreicht hat, aber welches von den Häusern ist es? Die Hausnummern sind oft schlecht lesbar und dann hilft ein Foto vom Haus ungemein weiter. Daumen hoch, Navigon!

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


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