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    Meine Frau kennt jemanden, der mit einer Frau verheiratet ist, die bei jemandem putzt, dessen Schwägerin eine Cousine hat „die wo uff’m Rathaus schafft“.
    Und ab und zu kann diese Cousine ihrer Cousine etwas erzählen, was die wiederum ihrem Schwager erzählt, der es seiner Putzfrau erzählt, die es nunmehr ihrem Chef erzählt, sodaß es letztendlich auch meine Frau erfährt. So kommt es, daß ich quasi die Neuigkeiten aus dem Rathaus immer aus allererster Hand und völlig unverfälscht erzählt bekomme. Frischer und unverfälschter hat sie somit sowieso niemand, die Neuigkeiten aus dem Rathaus.

    Jetzt ist gerade mal wieder Großputz angesagt. Das Jahr geht mit Riesenschritten auf Weihnachten und damit dem Ende zu und da wird es Zeit die letzten Krümel aus den jeweiligen Etats zu fegen und rasch noch über Neuerungen nachzudenken.
    Wie es durch die Gerüchteküche dümpelt und drömpelt, soll es nun das Blätt’l sein, das quasi neu erfunden wird.
    S’Blätt’l! Also dieses Amtliche Mitteilungsdings der Gemeinde Edingen-Neckarhausen, in dem die Gemeindeverwaltung den Untertanen hoheitliche Kundtuungen zelebriert und in dem sich Vereine, Kirchen und Institutionen der interessierten Bevölkerung offenbaren.
    Man kennt doch diese wunderschönen, seit Jahren im Wortlaut unveränderten und stets wiederkehrenden Berichte von herzerfrischender Banalität: „Bei wunderschönem Sonnenschein trafen wir uns morgens um 8 Uhr, um gemeinsam mit dem Bus ins wunderschöne…“

    Dabei ist doch das einzig Wiederkehrende, das sich die Bürger wirklich wünschen, die nur noch höchst selten verkehrende Kehrmaschine, die Straßen und Gehwegrand sauberhalten soll.


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    Schön sind aber auch die vielen kleinen und großen Kleinanzeigen der örtlichen Gewerbetreibenden, vor allem die absichtlich und unabsichtlich gereimten.
    Von fast schon komödiantischer Ader geprägt sind auch die hin und wieder erscheinenden Wohnungsangebote, in denen riesige Vierzimmerwohnungen mit Garten „vorzugsweise an alleinstehende ältere Dame (Nichtraucherin) ohne Haustiere“ vermietet werden sollen.

    Es ist natürlich klar, daß ein journalistisches Meisterstück solcher Güte nicht einfach nur profan „Amtliches Mitteilungsdings“ heißen kann.
    Da muß was Schmissigeres her! Finden Sie nicht auch?

    Haben Sie Ideen? Vorschläge? Was meinen Sie denn, wie unser Blätt’l in Zukunft heißen sollte?

     


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