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Drohnen-Spinner riskiert das Leben von Unfallopfern

ein schwerer Verkehrsunfall. Ein zerstörter PKW, zwei Krankenwagen und im Vordergrund mehrere, nicht erkennbare Verletzte

Schwerer Frontalunfall in Menden: Drohne verhindert Hubschrauber-Landung

Am 10. Januar 2024 kam es in Menden/NRW zu einem schweren Verkehrsunfall. Alle fünf beteiligten Personen wurden schwer verletzt. Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber wurden angefordert, um das Leben der Unfallopfer zu retten.
Der Rettungshubschrauber war auch schnell zur Stelle.

Doch konnte der Rettungshubschrauber nicht am Unfallort landen, weil ein Unbekannter eine Drohne über der Unfallstelle kreisen ließ.

So musste der Helikopter unverrichteter Dinge wieder abfliegen.

Die Drohne gehörte weder zur Polizei noch zu den Pressevertretern, die am Unfallort anwesend waren, um darüber zu berichten.

Nicht ausgeschlossen ist es, dass das Fluggerät trotzdem von einem Reporter gesteuert wurde, der besonders exklusives Filmmaterial haben wollte, sich aber bei der Suche nach dem Piloten nicht zu erkennen gab.
Wahrscheinlicher aber ist es, dass es sich hier nur um einen besonders dreisten Fall des Gaffens eines Schaulustigen handelt, der eben eine Drohne einsetzte.

Besondere Ereignisse, und dazu gehören Unfälle, Brände und Katastrophen, erzeugen immer Neugierde bei den Menschen. Das ist keine krankhafte Neigung, wie uns immer wieder suggeriert wird, sondern liegt uns in den Genen und gehört zur Natur des Menschen. Aber der homo sapiens ist zur Verstandesleistung in der Lage und kann deshalb seine Neugier zügeln und deren Auswirkungen unter Kontrolle halten. Dass man an einer Unfallstelle hinguckt, das ist ein menschlicher Reflex, gegen den man nichts tun kann, wie lange man jedoch hinschaut und ob man dann auch noch sein Handy zückt, um Aufnahmen zu machen, das kann man sehr wohl willentlich kontrollieren.

Was sagt das Gesetz?

Nach §21h LuftVO §21h ist bei Unglücksorten, Katastrophengebieten und anderen Einsatzorten von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben ein seitlicher Sicherheitsabstand von mindestens 100 Meter einzuhalten.

Und wer ein technisches Gerät wie eine Drohne auspackt, startklar macht, starten läßt und dann auch noch über einen Unfallort steuert, der tut nichts archetypisch Reflexhaftes, sondern der macht das mit voller Absicht.
Und er nimmt absichtlich in Kauf, das genau so etwas passieren kann, was ich oben geschildert habe.

Man stelle sich das nur vor! Da liegt möglicherweise ein Mensch im Todeskampf, die Rettungskräfte warten dringend auf den Hubschrauber, es geht um Minuten, die über Leben und Tod entscheiden können. Ja, und dann kommt der Hubschrauber…
… und alle Hoffnung geht flöten, weil da ein Sensationsgeiler seine Drohne fliegen lässt.

Man kann nur hoffen, dass der Drohnenpilot doch noch ermittelt werden kann, damit er bestraft werden kann.

Mir geht es auch darum, dass solche Spinner den guten Ruf der übrigen Drohnenpiloten ruinieren. Die vielen Leute, die ihre Drohnen anständig fliegen, müssen sich immer mehr Restriktionen gefallen lassen, weil einige wenige immer wieder über die Stränge schlagen.

Mehr Infos: NRZ

Titelbild: Symbolfoto

Bildquellen

  • unfall-symbolfoto-ki: KI generiert Peter Wilhelm

3D-Druck – Modellbau – Quadcopter – Hobby

In dieser Rubrik geht es um meine Hobbys und Bastelprojekte. Du findest hier Berichte über meine Projekte, Anleitungen, Fotos und Empfehlungen.

Meine Interessen sind vielfältig und die Schwerpunkte wechseln von Zeit zu Zeit. Auch die Themen Aquaristik und eventuell Fotografie finden hier ihr Zuhause.

Lesezeit ca.: 3 Minuten | Tippfehler melden | © Revision: 3. Februar 2024 | Peter Wilhelm 3. Februar 2024

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