Start Uncategorized Der Opa wird es machen
  • Der Opa wird es machen

    Anfang nächsten Monats hat unser Großer Geburtstag, er wird dann sagenhafte 13 Jahre alt. Entsprechend sind auch seine Vorstellungen hinsichtlich der stattfindenden Party. 15 Kinder sollen es sein, die er einladen will. Das ist natürlich viel zu viel, weil wir gar nicht soviel Platz haben. Er will mit den Kindern dann ins „Hüpf In“ gehen, eine Hüpfburg-Anlage in einer ehemaligen Tennishalle. Das kostet mit Verpflegung ja auch bloß 12 Euro pro Kind. Mal schnell gerechnet sind das 180 Euro und da sind Kuchen und Limo zu Hause noch nicht eingerechnet, denn der Sohnemann will die Kinder erst daheim empfangen, damit er „die Geschenke nicht mitschleppen muss“. Nach dem Hüpfen und Toben will er dann noch auf zwei Familienpizzas von Luigi (40 Euro) hier zu Hause einfallen.
    Alles in allem schätzen wir die Veranstaltung, so wie er sich das vorstellt, auf 250-300 Euro, denn Geschenke will er ja auch noch.

    Wie er sich das denn finanziell vorstelle, wollen wir wissen und er zuckt nur mit den Achseln: „Der Opa hat gesagt, er bezahlt das alles.“

    Na Klasse! Weiß der Opa denn, was sowas alles kostet? Offensichtlich schon, denn auf die diesbezügliche Frage antwortet mein Sohn: „Ja, der hat mir 15 Euro gegeben.“

    Alternativ, so könne er sich das vorstellen, will mein Filius mit den ganzen Kindern ins Freibad. Dabei läßt er aber außer Acht, daß bei einer solchen Gruppe wenigstens zwei Erwachsene als Aufsichtsperson mit müssen. Und ich habe definitv keine Lust 3-4 Stunden auf die unerzogenen und vorlauten Rangen anderer Leute aufzupassen.

    Wir haben jetzt die Zahl der einladungsfähigen Kinder auf 6 begrenzt und unserem Nachwuchs angeboten Kuchen und Pizza, nebst Limo zur Verfügung zu stellen. Bei gutem Wetter können die im Garten oder vor dem Haus toben und bei schlechtem irgendeinen „geilen“ Film anschauen.


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    Habe ich schon von den unbequemen Begleiterscheinungen berichtet? Nein? Dann wird das aber Zeit. Die unbequemen Begleiterscheinungen sind weiblich und von Beruf Mutter. Es hat sich nämlich eingebürgert, daß die Mütter der Geburtstagsgäste auch alle mitkommen und sich bei uns im Wohnzimmer den Arsch breitsitzen und ihre dialektverbreiterten Mäuler fusselig reden. (40 Euro für Kuchen und Kaffee, nochmals soviel für die Erwachsenenpizza oder so.)

    Die Damen erwarten dann wie selbstverständlich auch noch ein warmes Abendessen und Wein oder Likör.

    Ich glaube, das Billigste und Nervenschonendste wird es sein, ich gebe die ganze Bande für 3 Stunden beim Kindergeburtstagsprogramm von McDonalds ab.


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