Start Produkte Smarthome Darum ist Smarthome so kompliziert
  • Darum ist Smarthome so kompliziert

    Smarthome und Hausautomatisation sind in aller Munde. IOT, das „Internet of Things“ (Internet der Dinge -> Vernetzung intelligenter Geräte) ist das Schlagwort des Jahrzehnts.

    Immer mehr Menschen holen sich Smarthome-Geräte um ihr Heim sicherer, gemütlicher, bequemer und energieeffizienter zu machen.
    Es kommen ständig neue Geräte hinzu, von denen die Hersteller behaupten, sie seien intelligent.

    Smarthome, Homecontrol: Mit der App alles im Griff – Wunschtraum oder Wirklichkeit?

    Ich stehe dieser Entwicklung positiv, aber auch skeptisch gegenüber.

    Droht ein Krieg der Smarthome-Systeme?

    Mich erinnert das alles ein wenig an die Zeit, als auf dem beginnenden Videomarkt Systeme wie Video 2000, VHS, Betamax und VCR ein Wettrennen um die Käufergunst bei den Videosystemen lieferten (Formatkrieg).

    Am Ende gewann VHS, von dem eindeutig bekannt war, daß es an die Qualität des abgeschlagenen zweiten Siegers Betamax nicht heranreichen konnte.
    Mit anderen Worten, durch marktstrategische Maßnahmen wurde das etwas schlechtere System dann der Standard.

    Angesichts der nahezu unüberschaubaren Vielzahl von Smarthome-Systemen, hege ich die Befürchtung, daß das auch in diesem Bereich so kommen könnte.

    Aktuelle Smarthome Top Systeme

    • Belkin WeMo – Smart Home
    • Bosch SmartHome
    • Elgato Eve
    • Gigaset Elements – Smart Home
    • HomeMatic – Smart Home
    • HomeMatic IP – Smart Home
    • Loxone – Smart Home
    • Fibaro Smarthome
    • Magenta Smart Home
    • Microsoft Home Hub
    • Samsung SmartThings – Smart Home
    • TaHoma Connect – Smart Home
    • Zipato Smart Home
    • devolo Home Control – Smart Home
    • digitalSTROM – Smart Home
    • innogy SmartHome
    • mydlink Home
    • Qivicon – Smart Home

    (Reihenfolge willkürlich gewählt.)

    Smarthome/Homecontrol ein Buch mit 7 Siegeln und einigen Risiken

    Du siehst, es gibt nicht nur das eine System, sondern wenigstens 18 verschiedene. Und Du kannst nicht frei kombinieren. Die Systeme sind weitestgehend nicht kompatibel miteinander. Hast Du Dich am Anfang für das falsche System entschieden, könntest Du das später bitter bereuen und teuer bezahlen.

    Risiko 1 – aufs falsche Pferd gesetzt

    Da die mindestens 18 verschiedenen Smarthome-Systeme kaum untereinander kompatibel sind, kann es passieren, dass Du am Anfang auf das falsche Pferd setzt. Dann hast Du Hunderte, wenn nicht gar Tausende Euro ausgegeben und mußt zusehen, wie andere Systeme an Deinem mit Riesenschritten vorbei ziehen.
    Da gibt es dann auf einmal von anderen Herstellern Dutzende von Komponenten, die für Dein System nicht lieferbar sind.
    Die Software des anderen Systems läuft besser und bietet viel mehr Möglichkeiten. Du bekommst zunehmend das Gefühl abgehängt zu sein, während alle anderen schon viel mehr tolle Dinge mit ihrem Hausautomatisation realisieren können.

    Ich möchte nicht wissen, wie oft schon innovativ denkende Leute ein komplettes Hausautomatisationssystem „in die Tonne getreten“ haben, weil es einfach nicht mehr weiterging oder weil die erhoffte Leistung nicht auf Dauer gebracht wurde.

    Bevor Du Dich also für eines dieser Systeme entscheidest, solltest Du genau prüfen, welche Komponenten es von diesem Hersteller gibt und inwieweit das von Dir favorisierte System auch mit Komponenten anderer Hersteller kompatibel ist.

    Risiko 2 – Mutti versteht Dich nicht

    Sprachsteuerung ist in aller Munde. Jeder möchte heute seine smarten Hausgeräte via Sprache steuern können. Ich persönlich liebe es, wenn ich sagen kann „Ok Google, öffne das Tor“ und wie von Geisterhand geht das Garagentor auf. Du mußt also schon bei der Wahl des Systems darauf achten, ob es mit der von Dir bevorzugten Sprachsteuerung (Alexa oder „OK-Google“ oder Siri und Cortana) überhaupt kompatibel ist.

    Sonst hast Du nachher 3-5 Spracheingabesysteme, mußt Dir für jedes System verschiedene Befehlssprechweisen merken und am Ende funktioniert gar nichts mehr. Im schlimmsten Fall bist Du gerade nicht zu Hause und Deine Familie zerschießt mit falschen Sprachanweisungen das ganze System. Ja, das kann passieren.

    Risiko 3 – Hausautomatisation artet zur Bastelei aus

    Hausautomatisation wurde bislang für genau 2 Personengruppen gemacht: Für Elektrofirmen, die professionell ganze Häuser und Firmen automatisierten und Heimwerker bzw. Elektronikbastler, die Spaß daran haben, viel zu schrauben, zu verkabeln und zu löten bzw. zu programmieren.
    Aus diesen beiden Gruppen stammt auch heute noch eine Vielzahl der Käufer.

    Doch modernes Smarthome erhebt ja den Anspruch plug-and-play zu sein, damit praktisch jedermann so ein System in Kürze aufbauen, einrichten und bedienen kann.
    Aber das -soviel sei dem Fazit jetzt schon vorweggenommen- ist reines Wunschdenken. Mein Schwiegervater ist weit über 70 und Ingenieur. Er ist ein durchaus innovativ denkender Mensch, der eine Solaranlage auf dem Dach und eine Wärmepumpe im Keller hat, und der bei Wohnungsrenovierungen auch an LAN-Kabel und elektrische Rolladensteuerungen denkt.
    Doch ein Smart-Home-Einsteigerpaket würde er nicht zum Laufen bekommen. Vom „Smarthome für Jedermann“ sind wir noch meilenweit entfernt.

    Risiko 4 – Aus Bequemlichkeit wird Streß

    Ich habe mich am Wochenende mit einem Kollegen unterhalten. Wir kamen beide zu der Überzeugung, daß Smarthome zwar eine schöne Sache ist, aber einfach nicht 100% zuverlässig und rund läuft. Und dabei ist es vollkommen egal, welches System man betrachtet.
    Irgendwas ist immer zu tun. Gerade die batteriebetriebenen Sensoren und Aktoren erfordern permanente Aufmerksamkeit. Ich kann nur sagen: Irgendeine Komponente meckert immer rum, immer!
    Selbst wenn ich mein System ordnungsgemäß pflege, kommt es immer wieder zu Problemen. Da wird ein Sensor auf einmal nicht mehr gefunden. Ein anderer Sensor beginnt zu spinnen und meldet ständig „Tür auf“, obwohl die Tür geschlossen ist. Ein Heizkörperventil dreht die Temperatur völlig irre hoch und ein Bewegungsmelder verlangt nach nur einer Woche auf einmal nach einer neuen Batterie.

    Mit anderen Worten: Von alleine läuft da nichts. Du mußt ständig die Software im Auge behalten (via App oder am Rechner) und ständig Geräte kontrollieren und Batterien wechseln.
    Als Anwender mußt Du also von vornherein abwägen, ob der Vorteil, also die Menge an Sicherheit, Bequemlichkeit und Kostenersparnis diesen Aufwand wert sind.

    Risiko 5 – Ohne Dich läuft nichts! Ohne aufwendige Dokumentation geht es gar nicht

    Und an noch etwas mußt Du denken: Ohne eine vernünftige, objektbezogene und ständig aktualisierte Dokumentation Deines Smarthome-Systems solltest Du gar nicht erst loslegen.

    Es ist absolut unerläßlich, von Anfang an, alle einzelnen Schritte der Installation, Bedienung und Regel- und Szenenprogrammierung schriftlich festzuhalten und auf dem Laufenden zu halten. Ich weiß, das ist irre viel Arbeit.

    Aber es kann und darf nicht sein, daß nur eine einzige Person (in den meisten Fällen der technikaffine Familienvater) sich mit der Bedienung auskennt.
    Denn wenn diese Person einmal nicht zur Verfügung steht, geht für die übrigen Familienmitglieder technologisch die Welt unter.
    Und das ist garantiert! Schon beim Ausfall des ersten Sensors, beim Eintreten des ersten Fehlalarms oder nach einem automatischen Update der Steuerungssoftware weiß niemand mehr, wie das zu bedienen ist.

    Von den Zugangsdaten bis hin zu einem exakten Lageplan aller Geräte muß alles dokumentiert werden.

    Das dient im Übrigen auch dem Anlagenbetreiber selbst. Solange man frisch in der Materie ist, weiß man im Schlaf, wie alles zusammenhängt. Aber läuft das System dann weitestgehend störungsfrei, wirst Du die einzelnen Zusammenhänge vergessen. Kommt es dann zu Problemen, kommst Du garantiert nicht mehr darauf, welche der verflixten 124 Regeln ausgerechnet für dieses Problem verantwortlich ist.

    Diese Dokumentation muß so aufgebaut sein, daß in Deiner Abwesenheit ein beliebiger anderer Mensch anhand dieses Ordners die komplette Hausautomatisation verstehen und bedienen kann.

    Viele Funkstandards bei Smart Home verwirren

    Im Bereich der Hausautomation (Hausautomatisierung) kocht beinahe jeder Hersteller hinsichtlich des Funkstandards und dessen Nutzung ein eigenes Süppchen.
    Während einige dieser Funkstandards im Bereich der Hausautomation weit verbreitet sind, können sich andere kaum durchsetzen oder harren noch auf den durchschlagenden Erfolg.


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    geralt / Pixabay

    Beim Thema Smart Home Funkstandard ist es für Dich wichtig, dass der von Dir ins Auge gefasste Funkstandard auch in Zukunft noch unterstützt wird und dass genügend Hersteller auch den Support für diesen Standard leisten.
    Sonst kann es Dir passieren, dass Du in ein paar Jahren ein Smart-Home-System mit einem Funkstandard besitzt, der nicht mehr existiert.
    Deshalb stellen wir die wichtigsten Smart Home Funkstandards für die Hausautomation einmal im Überblick vor.

    • WLAN/Wi-Fi
    • KNX-RF
    • Bluetooth
    • EnOcean
    • Z-Wave
    • BidCoS
    • ZigBee

    Warum ist der Funkstandard wichtig?

    Weil er entscheidend dafür ist, ob Du Deine Smarthome-Anlage auch in Zukunft noch betreiben kannst. Du wirst einiges an Geld in das System stecken. Deshalb ist es einfach wichtig, dass der zugrunde liegende Funkstandard keine Insellösung ist.
    Nehmen wir Z-Wave als Beispiel. Dieser wird beispielsweise von der Devolo AG in Aachen für ihre Smarthome-Produkte eingesetzt.
    Das macht Devolo für mich zu einem interessanten Anbieter. Denn neben Devolo setzt beispielsweise auch der Hersteller Fibaro auf diesen Standard.
    So kann ich meine Produkte auch noch einsetzen, selbst wenn mir eines Tages Devolo aus irgendwelchen Gründen nicht mehr zusagt. Ich kann dann einfach eine andere Steuerzentrale kaufen und die ganzen vorhandenen Produkte prima neu vernetzen.

    Zu allererst solltest Du also schauen, welcher Funkstandard am verbreitetsten ist. Schau Dich auch um, welche Komponente es gibt, die diesen Standard unterstützen. Dann wählst Du einen Systemanbieter, der genau diesen Funkstandard in seiner Homecontrol-Zentrale unterstützt und der die meisten von Dir gewünschten Komponenten liefern kann. So kannst Du sichergehen, dass Du einen Anbieter hast, der mit eigenen Komponenten Deine Bedürfnisse abdeckt. Komponenten, die er nicht hat, kannst Du dann anhand des Funkstandards aussuchen und dazukaufen.

    Beispiel: Ich habe mich für Z-Wave entschieden. Diesen Standard beschreibe ich weiter unten in diesem Artikel. Ein Anbieter, der diesen Standard unterstützt, ist Devolo. Ein anderer ist Fibaro. Ich habe die Steuerzentralen und die Steuersoftware, sowie die Apps beider Firmen verglichen. Fibaro war mir zu unausgereift, weshalb ich bei Devolo blieb.
    Devolo bietet zahlreiche Komponenten, wie beispielsweise Heizungsthermostate und Fenstersensoren usw. Aber einen Sensor für das Garagentor liefert Devolo nicht.
    So einen Sensor mit Z-Wave-Unterstützung gibt es aber von einem anderen Hersteller aus den USA. Also konnte ich den Sensor dort bestellen und problemlos in das bestehende hausautomatisationssystem einbinden.

    WLAN/Wi-Fi auch ein Funkstandard im Smart Home

    WLAN/Wi-Fi kennt jeder. Es ist das Funknetzwerk, das der Router im eigenen Heim aufspannt, damit man beispielsweise ohne Mobilgebühren mit dem Smartphone surfen oder weitere Geräte vernetzen kann.
    Genau dafür wurde dieser Funkstandard auch geschaffen.
    Aus Bequemlichkeit und der Einfachheit halber setzen auch einige Smart-Home-Hersteller auf diesen Funkstandard. Er ist allgemein etabliert und die meisten Leute verstehen, wie man WLAN-Geräte in ein Netzwerk einbindet.

    Allerdings ist dieser Funk-Standard überhaupt nicht auf die Hausautomatisierung ausgelegt. Man kann ihn nutzen, aber er erfüllt viele Kriterien für den Smart Home Funk nicht. Es ist zwar möglich, auf Basis eines bestehenden WLAN-Netzes einfache Grundlagen der Hausautomation zu realisieren, aber das ist nicht besonders vielversprechend.

    KNX-RF: Funkstandard für die Homeautomation ist herstellerunabhängig

    Dieser Standard ist für die Hausautomatisation entwickelt worden. Über 370 Unternehmen weltweit unterstützen das KNX-RF System.
    Der Standard ist geräte- und herstellerunabhängige, er arbeitet busgebundene und auf der Frequenz von 868,3 MHz, was den Einsatz in Altbauten mit dicken Wänden erleichtert.

    Bluetooth – bekannt, beliebt doch mit deutlichen Schwächen

    Bluetooth kennt ebenfalls jeder. Jeder weiß auch, wie Bluetooth-Geräte gekoppelt werden. Daher liegt es also nahe, diesen Standard auch im Bereich der Hausautomatisation einzusetzen.
    Diese Geräte zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie mit Batterieressourcen dank energiesparsamer Bluetooth Low Energy-Steuerung schonend umgehen.
    Für die Hausautomatisation ist Bluetooth noch zu unflexibel. Aber es ist der Trend zu erkennen, dass sich das in Zukunft ändern wird.

    EnOcean ein stromsparender und sicherer Standard

    EnOcean ist durchaus ein interessanter Funkstandard. Er arbeitet bidirektoral und nutzt sowohl kurze Funkbefehle, wie auch einfache Architekturen um beispielsweise Konflikte und Probleme in der Hausautomatisierung zu vermeiden.
    Schön an diesem Standard ist, dass sich das System die benötigte Energie per Energy Harvesting aus der Umgebung herholen kann.
    EnOcean ist also durchaus ein attraktiver Standard.

    Z-Wave: Funkstandard als Weltmarktführer in der Hausautomation

    Z-Wave ist Weltführer bei den Funkstandards. Er wird von zahlreichen Firmen unterstützt und es gibt eine schier unüberschaubare Vielzahl von Komponenten.
    Der Funkstandard Z-Wave überzeugt mich persönlich bereits seit Jahren durch sein ebenso einfaches, wie durchdachtes Systemdesign.
    Ein tolles Feature ist, dass sich das Netzwerk erweitert und Befehle sicherer übertragen werden, je mehr Komponenten man einsetzt.
    Dadurch ist auch eine Versorgung weit entlegener Türen und Räume kein Problem.

    Dieser Standard ist auch für Rasberry-Module verfügbar, sodaß man sich herstellerunabhängig eine System für die Hausautomatisation aufbauen kann.

    BidCoS – Insellösung Funkstandard für das HomeMatic-System

    BidCos ist eine Nischenlösung. Dieser Funkstandard ist auf ein bestimmtes System begrenzt.
    Es läuft derzeit ausschließlich mit Produkten von HomeMatic. HomeMatic bietet aber eine ungeheuer große Vielzahl von Geräten, sodaß Du auch hier glücklich werden kannst. Du kannst dann allerdings weniger gut auf Geräte anderer Hersteller zurückgreifen.

    ZigBee – bietet mehr als nur einen Funkstandard

    ZigBee ist ein hochinteressanter Funkstandard. Manche sagen es sei der Standard der Zukunft. Kein Wunder also, daß auch die Home-Control-Zentralen von Devolo, die derzeit nur Z-Wave unterstützen, theoretisch in der Lage sind, auch ZigBee zu unterstützen, ob intern mit den vorhandenen Chips oder via USB-Port, das wird sich zeigen.
    Einzelne Geräte in einem ZigBee-System sind alle miteinander vernetzt und kommunizieren miteinander. Somit dieser Standard energiesparend, effektiv und sicher.

    Probleme durch smarte Geräte

    Smart ist er, der intelligente Rasenroboter. Aber er ist eine Insellösung ohne Anbindung an die Smarthome-Steuerung

    Und es gibt noch ein Problem, das unbedingt angesprochen werden muß. Immer mehr Geräte für den Bereich Multimdeia/Entertainment und den Haushalt werden intelligenter.
    Wie weit diese Intelligenz jetzt reicht, ist natürlich von Gerät zu Gerät sehr unterschiedlich. Auch versehen Hersteller viele Geräte mit dem Beinamen „smart“, obwohl sie es eigentlich nicht sind.

    Ein Staubsauger-Roboter ist nach Ansicht der Hersteller per se ein smartes Gerät. Aber grundsätzlich verfügen diese Geräte über eine anwendungsbezogene Intelligenz, wie beispielsweise das Lernen von Wohnungsgrundrissen und das Vermeiden von Treppenstürzen. Das bedeutet, daß ein Staubsaugroboter schon dann smart ist, wenn er nur seinen Job macht. Als noch intelligenter wird er dargestellt, wenn der Hersteller ihm eine Fernbedienung spendiert, mit Du ihn dann steuern kannst.

    Der nächste Schritt wäre dann, daß es zum Staubsaugroboter eine App gibt, mit der Du weitere Konfigurationen und Steuerungen vornehmen kannst.
    Das aber macht dieses Gerät immer noch nicht im geringsten zu einem Teilnehmer eines Smart-Home-Verbundes.

    So, wie die Staubsaugroboter, gibt es viele Geräte, die auf irgendeine Weise smart sein sollen. LG-Waschmaschinen kommen heute mit einer App, über die man neue Waschprogramme aus dem Netz holen und ins Gerät einspielen kann. Allerdings ist dieses ganze smarte Getue nicht clever genug, um die Hausfrau per App aus der Waschküche zu informieren, dass die Wäsche fertig ist.

    Intelligente Kühlschränke können alles mögliche an eine herstellergebundene App melden. In ein Smarthome-System lassen aber auch sie sich nicht so ohne weiteres einbinden.

    Jedes Gerät würde am liebsten ein eigenes WLAN- oder Bluetooth-Netz aufspannen. Jedes Gerät hat wieder eine eigene App. Jede dieser Insellösungen wird auf eine ganz eigene Weise programmiert und gesteuert.

    Richtig smart bedeutet aber etwas anderes. Smarte Geräte bieten Schnittstellen, mit denen sie in eine vorhandene Hausteuerung eingebunden werden.
    Ich will nicht noch eine App installieren müssen. Ich will nicht noch ein Konto irgendwo registrieren und noch eine Programmierweise lernen müssen.

    Selbst wenn meine Waschmaschine aus der Waschküche „die Wäsche ist fertig“ mleden kann, so möchte ich das nicht in der LG-App haben, sondern auswertbar für meine Hausautomatisation; verknüpfbar mit Alexa oder Google-Assistant, die mir dann sagen „Oh großer Meister des Waschwassers, Deine Wäsche ist fertig“.

    Fazit:

    Du siehst, es ist noch längst nicht alles Gold, was glänzt.
    Immer mehr „intelligente“ Geräte, wie Leuchten, Küchen- und Haushaltsgeräte, sowie Produkte aus dem Bereich Multimedia kommen auf den Markt.
    Eine übergreifende Vernetzung ist nur teilweise möglich. Oft auch nur unter Zuhilfenahme von Drittanwendungen wie IFTTT oder Conrad-Connect.
    Der Traum, ein Display (beispielsweise ein ausgemustertes Tablet) an die Wand zu dübeln und von dort aus sein Haus unter Kontrolle zu haben und zu steuern, der bleibt das was er ist, ein Traum.

    Pixaline / Pixabay

    Mit viel Mühe hat der eine oder andere so etwas hin bekommen. Aber Du kannst heute nicht in den Laden gehen, eine Starpackung kaufen, mit den notwendigen Zusatzgeräten ergänzen und dan ein smartes Zuhause haben.
    Dafür ist der Markt zu uneins, jeder kocht sein eigenes Süppchen.

    Die Nase vorn haben, werden die Hersteller, die einen zukunftsweisenden Funkstandard einsetzen und offen sind für zahlreiche Komponenten auch anderer Hersteller.
    Wer hier eine künstliche Beschränkung einbaut, um mehr vom eigenen Krempel zu verkaufen, der wird das Nachsehen haben.

    Die vielen Insellösungen smarter Haushaltsgeräte haben so lange ihre Berechtigung, wie der Nutzer keine weiteren ähnlichen Geräte einsetzt. Ein Gerät, eine App, eine Steuerung = Benutzer glücklich.
    Hat er aber 2 oder 3 solcher Geräte wird er sich früher oder später im App-Dschungel nicht mehr zurecht finden.


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    2 Kommentare

    1. Tuni

      12. März 2018 at 21:33

      geht auch wesentlich billiger wenn man etwas handwerklich begabt ist , auf homematik / ip würd ich eh nicht setzten da diese sehr oft cloud Ausfälle haben , da kann man auch magenta smarthome nehmen hat den gleichen Sinn sensor für Schliesskontakt , in Rahmen verbaut + erschütterungs sensor = 18€ mit adurino und den passenden bauelementen.

      Antwort

    2. Christian

      6. April 2018 at 09:13

      Mir gefällt daher das Konzept von iobroker ziemlich gut: Das kann man über ziemlich viele andere Systeme „drüber“ setzen und es übernimmt die Koordination zwischen anderen Systemen.
      Damit kann ich zum beispiel meine Fritzbox DECT Steckdose weiter verwenden…

      Antwort

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