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Chaos im Männerladen

Chaos im Männerladen

Meine Fresse! Gestern trieb es mich in den Männerladen. Ein Stromverbrauchsmeßgerät sollte angeschafft werden, weil ich mal den Energiefressern in unserem Haushalt auf die Spur kommen will.
Die Allerliebste hatte sich extra ein Buch mitgenommen, um die Wartezeit im Auto überbrücken zu können. Das ersparte ihr, daß ich sie vor dem Laden anbinden musste.

Offenbar hat es Geld gegeben oder die halbe Stadt ist in den Einkaufswahn verfallen, jedenfalls war es mehr als voll im Männerladen. Mehr aber als nur die bloße Anzahl der Menschen nervt es mich, wenn Paare Hand in Hand gelangweilt durch die Gänge schlendern, nichts kaufen, aber alles „superschön“ finden und einem eigentlich nur im Weg herumstehen.

Mit dem im Weg herumstehen habe ich ja sowieso mein Problem. Mit knapp 1 Meter 90 Körpergröße bin ich ja größer als der Durchschnitt der durchweg eher kleinen und kugeligen Langbevölkerung hier. Stehe ich im Männerladen vor einem Regal, um die Waren zu betrachten, ergibt sich vor allem bei Produkten die weiter unten liegen ein Problem. Ich habe die Wahl, mich auf den Bauch zu legen, um das aus der Nähe zu betrachten, oder einen Schritt zurückzutreten.
Ich kann aber Wetten darauf annehmen, daß sobald ich einen Schritt zurückgetreten bin, irgendeiner der Kleinkugeligen kommt, sich direkt vor mir aufbaut, um nun seinerseits die Waren zu bekucken.

Chaos im MännerladenChaos im Männerladen

Ich tippe denen dann von hier oben auf die Schulter und bitte sie, sich alsbaldig zu entfernen. Das unterstütze ich durch entsprechende Mimik und Gestik und lasse keinen Zweifel daran, daß ich fest entschlossen bin, bei Nichtbefolgung meiner Bitte den Zwerg unverzüglich quer durch den Laden zu schleudern.
Meistens hilft das.

Gestern ergab sich aber ein völlig anderes zusätzliches Problem. Ich hatte vom Männerladen einen Gutschein zugeschickt bekommen. 5 Euro wollte man mir schenken, wenn ich für mindestens 25 Euro einkaufe.
Das war ja kein Problem, das Energiemeßgerät kostete 25,59 Euro. Kaum hatte ich es in meinem Einkaufskörbchen, tippt mir ein Verkäufer auf die Schulter und weist mich darauf hin, daß es das gleiche Gerät, nur in anderer Verpackung, auch im Angebot für 9,99 gibt.
Also musste ich noch irgendwas kaufen, um auf die 25 Euro zu kommen. Ah! Flachbildschirmreinigungstücher! Die kosten 8,99 Euro, also wandern sie in den Korb. Doch leider stieß ich fünf Meter weiter aus ein Sonderangebot, bei dem ebenfalls 100 solcher Tücher nur 2,99 kosten.

Insgesamt bin ich über eine halbe Stunde herumgelaufen und immer wieder über neue Sonderangebote gestolpert. Am Ende war mein Korb rappelvoll, aber selbst bei großzügigem Rechnen kam ich nur auf 23 Euro.
Ich habe dann noch eine Spielfilm-DVD (Lost in Translation) für 10 Euro gekauft. Dann reichte es.

An der Kasse tippert und tappert die freundliche Kassiererin, zieht meine Kundenkarte durch den Apparat und flötet mich an:

„Sonderaktion! Kundenkarteninhaber bekommen eine DVD gratis, weil die Filiale Geburtstag hat!“

Aus war es mit meinem 5 Euro-Rabatt!

In meiner Verzweiflung habe ich dann noch aus dem Krabbelständer drei Pakete mit Batterien in unterschiedlichen Größen gekauft.
Puh! Endlich konnte ich meinen Rabatt einlösen.
Mann, kann Einkaufen stressig sein!

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peter wilhelm autorenlesung
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