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  • BELKIN TuneCast – iPhone

    Seitdem ich ein iPhone habe, habe ich den Sinn und Nutzen von Podcasts und Wiedergabelisten mit Musik überhaupt erst richtig verstanden und setze seitdem mein iTunes als Verwaltungsoberfläche für mein ganz persönliches Infotainmentprogramm sehr nutzbringend ein. Ein Problem tut sich aber recht schnell auf: Will man die Inhalte seines MP3-Players, in diesem Falle des iPhones, beim Autofahren nicht nur über die mitgelieferten Ohrstöpsel hören, so muß man es irgendwie schaffen, das Ding auf Lautstärke zu bringen.

    Die eingebauten Lautsprecher des iPhones verdienen dieses Namen nicht. Sie reichen allenfalls für rudimentäre Anwendungen aus, sind allerdings für einen Gebrauch im Auto viel zu leise. Abhilfe sollen hier so genannte FM-Transmitter schaffen. Einer davon ist der Belkin TuneCast Auto.

    Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um einen Zigarettenanzünderadapter für das iPhone. An einem Ende befindet sich der Stecker für den Zigarettenanzünder und am anderen Ende einer für die Multifunktionsbuchse des iPhones. In der Mitte gibt es ein kleines Kästchen mit sechs Tasten und einem kleinen Display.

    Verbindet man nun das iPhone mittels dieses Gerätes mit dem Bordnetz des Fahrzeuges, leuchtet bald darauf eine Frequenzangabe auf dem Display des Belkin TuneCast auf. Lässt man nun auf dem iPhone oder iPod Musik oder einen Podcast laufen und stellt die angezeigte Frequenz auf seinem Radio ein, dann sollte die Musik über die Lautsprecherboxen des Autos zu hören sein.

    Funktioniert das?
    Ja!

    Über die große Haupttaste auf der Frontseite kann man das Belkin-Gerät ruckzuck nach (weiteren) freien Frequenzen scannen lassen, zwei weitere, kleinere Tasten sind als up- und down-Tasten zu verstehen und dienen zum manuellen Feineinstellen einer freien Frequenz. Und die braucht man, denn auf einer nicht von einem Radiosignal überlagerten Frequenz sendet das Belkin-Gerät die Signale des iPhones an das Autoradio, sodaß man sie laut und deutlich hören kann. Auch RDS-Informationen werden an das Display des Radios übertragen. Hat man kein RDS-Radio, funktioniert es aber auch, das Alter und die Ausstattung des Radios spielen nur eine untergeordnete bis gar keine Rolle.

    Und tatsächlich: Das Belkin kann das. Schon nach Sekunden stehen im Belkin und im Radio die gleichen Frequenzen, noch ist ein Rauschen zu hören und dann tippe ich auf die Play-Taste des iPhones und die Musik klingt sofort, glasklar und in Stereo aus meinen Autolautsprechern. Laut, endlich laut!

    Zwei weitere Tasten an der Oberseite des Gerätes dienen zum Abspeichern und Wiederaufrufen besonders geeigneter Frequenzen und mittels der letzten Taste kann man verschiedene Modi des Belkin aufrufen, bis hinab zu einem Mono-Modus, der bei Empfangsstörungen helfen soll.


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    Und das Wort ’soll‘ ist hier bedeutsam. Denn tatsächlich überträgt das Belkin TuneCast Auto das Signal zuverlässig ans Autoradio, jedoch wirklich nur wenn kein Radiosender stört.
    Hier in der Region aber sind nahezu alle Frequenzen mit Radiosignalen belegt und es fällt schwer, überhaupt eine passende freie Stelle zwischen zwei Radiosendern zu finden.
    Hat man endlich eine gefunden, so ist der iPhone-Spass schon nach ein paar hundert Metern Autofahrt vorbei. Einer der beiden benachbarten Sender, ober- oder unterhalb der eingestellten Beklin/iPhone-Sendefrequenz, wird dann stärker und schon ist von iPhone nur noch Geknister, Geklackse und ein Haufen Störsignale zu hören.
    Während der Fahrt sollte man nicht am Belkin herumspielen, das ist zu gefährlich, weil man abgelenkt werden könnte, es bringt aber auch nichts, denn sobald sich die Hand dem Belkin nähert, ist wie durch ein Wunder (in Wirklichkeit durch die Antennenwirkung unseres Körpers) die Übertragung wieder in Ordnung.

    In der Praxis funktioniert das Belkin bei mir also tatsächlich nur bei stehendem Auto. Da kann man eine freie Frequenz suchen und dem iPhone lauschen. Sobald man fährt, überlagern ständig Radiosignale das Belkin-Signal. Man sucht also entweder ständig eine weitere freie Frequenz, die auch nur ein paar hundert Meter geeignet sein wird, oder man legt seine Hand als Antenne auf das Gerät…
    Beides sicherlich keine probaten Mittel.

    Es hilft auch nichts, einen anderen Sendemodus einzuschalten, selbst mit dem angeblich störfesteren Pro-Modus in Monoqualität konnten nur unzureichende Ergebnisse erzielt werden. Auch der Tipp von Belkin, das Gerät anders zu positionieren, brachte gar nichts. Zwar gibt es im Bereich der Mittelkonsole Stellen, an denen es vorübergehend scheinbar besser klappt, aber dann ist das Kabel beim Schalten im Weg und es lässt sich auch nicht gut verstauen, weil es so steif ist.

    Im Übrigen sendet mein 10-fach CD-Wechsler aus dem Kofferraum nach dem gleichen Prinzip seine Signale kabellos nach vorne ans Autoradio. Merkwürdigerweise klappt das absolut störungsfrei. Ich kann sogar ruhig einen mit einem schwächeren Signal belegten Sender eines türkischen Mitbürgerradios einstellen, sobald ich den CD-Wechsler über seine Fernbedienung zuschalte, ist der Türkensender weg und ich höre glasklare CD-Musik.
    Man sieht also, daß es im Prinzip funktioniert. Warum es beim Belkin nicht funktioniert? Nun, ich nehme mal an, die Sendeleistung ist einfach zu schwach, viel zu schwach. Selbst ein Annähern des Belkin TuneCast an das Autoradio oder die Antenne bringt nicht das Geringste.

    49 Euro habe ich für den Apparat bei Conrad bezahlt. Angesichts der Tatsache, daß es für die Hälfte auch schon Geräte ohne iPhone-spezifischen Stecker gibt, ist das ein sehr stolzer Preis. Dafür würde ich mir aber wünschen, daß es wenigstens halbwegs funktioniert.
    Und unter halbwegs verstehe ich, daß man beispielsweise in seiner Heimatregion zwei Frequenzen einstellen und abspeichern kann, um diese dann wahlweise abzurufen.
    Das kann man auch, aber leider reichen die schwächsten Störsignale eines Radiosenders aus, um den Hörgenuß empfindlich zu stören.

    Deshalb fällt mein Gesamturteil mangelhaft aus.
    Ausreichend wäre gewesen, wenn das mit den Frequenzen geklappt hätte, aber die Tonqualität nicht besonders gut gewesen wäre.
    Aber was nutzt mir die gute Tonqualität des Belkin, wenn das mit dem Senden und Empfangen nicht klappt?

    Ein Fall fürs rasche Weiterverkaufen bei Ebay.
    Fazit: Finger weg!


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