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    Ich habe einen Hund. Sein Name ist Tibor, ein Labrador-Rüde von 5 Jahren.

    Hunde müssen raus. Ich gehe mit meinem Hund immer im Haardtwald spazieren, das ist nicht weit weg.

    Ich wohne ja hier in einer Dorfgemeinde ziemlich genau in der Mitte zwischen Mannheim und Heidelberg, direkt am Neckar, am Fuße des Odenwaldes mit Feld und Wald direkt vor der Tür.

    Also eigentlich wohne ich da, wo andere Leute in Urlaub hinfahren.

    Was das mit Auschwitz zu tun hat? …

    Auch Rudolf Höß hatte einen Hund, und ein Pferd. Rudolf Höß war Lagerkommandant in Auschwitz.

    Gerade habe ich seine Autobiographie gelesen.

    Seine Kindheit hat er in Mannheim verbracht.

    Und er ging beinahe täglich in eben diesem Haardtwald spazieren.

    Ich laufe also auf den selben Wegen, wie rund 90 Jahre vor mir Rudolf Höß. Er spielte als Kind hier, er ritt hier sein Pferd, er führte hier seinen Hund aus.

    Ein komisches Gefühl.

    Was werden die Kinder eines Tages tun, die heute da laufen, spielen, reiten? Was wird aus ihnen einmal werden?

    Braucht es ein Auschwitz, damit jemand so werden kann?

    Braucht ein Volk einen Führer, um so zu sein?

    Oder findet das alles immer und dauernd, quasi latent, in jedem von uns statt?

    Ich will es gar nicht wissen und hoffe, daß ich keine Zeit erleben muß, in der sich das herausstellt!

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