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Apple-Watch, warum ich sie nicht kaufen und lieben werde

Apple-Watch, warum ich sie nicht kaufen und lieben werde

Daß Apple eine Uhr mit Smartphone und Datafunktionen auf den Markt bringen würde, das war eine logische Konsequenz.
Doch anders als bei dem Smartphone und dem Tablett an sich, war Apple hier nicht Trendsetter und hat allen anderen gezeigt, wie es geht.
Bei der Applewatch hat Apple nur nachgezogen, es gab und gibt Alternativen.
Und wer, wie ich, der Meinung ist, man müsse nicht alles, was ein Smartphone kann, auch am Handgelenk in einer Uhr haben, ist mit einem günstigeren Fitnesstracker sowieso besser dabei.
Das Vivosmart-Armband von Garmin kann neben Uhrzeit, Wecker, Kalorien und Schritten auch Mails und iPhone-Messages darstellen. Mit 150 Euro ist es dabei noch ein recht teurer Vertreter dieser Liga, andere Smart-Armbänder kommen schon für 40 Euro daher.

Die Apple-Watch ist mir einfach viel zu teuer, nicht wirklich chic und die Akkulaufzeit ist ein Witz aus der Schublade „gewollt und nicht gekonnt“.

Außerdem habe ich ein Faible für Armbanduhren und möchte gar nicht jeden Tag mit so einer Smartwatch herumlaufen.

Und so für ab und zu, da ist das Teil von Apple dann wirklich viel, viel zu teuer.

Ich hatte nun zweimal Gelegenheit, diese Smartwatch zu testen. Sie funktioniert gut, natürlich nur dann, wenn man auch ein modernes iPhone sein Eigen nennt. Und dann stellt sich die Frage, ob man nicht fast alles was die Uhr können soll, auch mit einem schnellen Blick auf das Smartphone selbst erledigen kann.
Außerdem wäre es einfach genial gewesen, wenn Apple irgendwas hätte, was die Apple-Watch (mal abgesehen von den unverschämten Preisvorstellungen) von anderen ähnlichen Produkten unterscheiden würde.
Wo ist das die Innovation? Wo ist da der Trendsetter? Wo hat Apple da irgendwem was voraus?

Und Du legst für alles nochmal zusätzlich Geld hin, für die etwas größere Ausführung, für ein anderes als das schwitzige Plastikband, für ein etwas hübscheres Gehäuse…

Schade, eine vertane Chance.

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!


peter wilhelm autorenlesung
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  1. Eisenheim
    Eisenheim 14 August, 2015, 13:11

    Tom, eigentlich stimme ich dir bei nahe zu allem zu, aber hier liegst du einfach falsch.

    Die Innovation (was nur so viel bedeutet wie Erneurung) ist z.B. das Display, hier hat die Konkurrenz noch nichts besseres vorgestellt. Dann ist da noch die Force-Touch-Technologie. Die neu entworfene Typographie, die eine bessere Lesbarkeit auf kleinen Bildschirmen ermöglicht. Das gesamte UI-Design ist sehe durchdacht, auch hier hat die Konkurrenz noch nichts zufriedenstellendes hingebracht.

    Die Akkulaufzeit ist völlig OK. Die anderen Smartwatches mit längerer Akkulaufzeit sind dagegen viel zu gross ausgefallen. Es ist schon erstaunlich genug, wie Apple auf so einem kleinen Raum so viel bieten kann. Und 18h Akkulauftzeit sind mehr als genug! Damit kommst du um den Tag und in der Nacht, wenn du schläfst, wird das Teil ja eh geladen.

    Dann das allgemeine Design mit der Krone ist sehr gut umgesetzt. Und bitte, was heisst die Uhr ist nicht chic? Du bist dir einfach diese protzigen Uhren gewohnt, die eigentlich alles andere als chic sind. Auch hier setzt Apple wieder auf weniger ist mehr!

    Die Form wurde bewusst so gewählt wie sie ist. Eine runde Uhr müsste grösser gebaut werden, um gleich viel Inhalte zeigen zu können wie eine Rechteckige.

    Die das Display ist an den Seiten gewölbt um dem Fingee mehr Fläche zu ermöglichen. Was ja auch bei einem kleinen Bildschirm von Vorteil ist.

    Dir ist die Form einfach ungewohnt, aber das macht die Watch noch lange nicht «unchic». Apple ist keine Firma die im Design auf Styling oder Moden setzt, wie es bei vielen anderen Uhrenmarken leider so ist.

    Hier noch ein Zitat von Dieter Rams (es ist bekannt, dass Steve Jobs ein grosser Fan von ihm war, ebenso ist es Jonathan Ive):

    «Ich hasse alles, was von der Mode getrieben wird. Von Anfang an hasste ich das amerikanische Styling der sechziger Jahre. Vor allem die Autos. Sie änderten das Aussehen alle zwei Jahre um neue zu verkaufen. Das hatte überhaupt nichts mit gutem Design zu tun.»
    – Dieter Rams, Industriedesigner

    Was die Preise betrifft, stimme ich dir aber zu. Finde es auch überteuert.

    Bin übrigens angehender Industriedesigner.

    Antwort auf diesen Kommentar
    • Peter Wilhelm
      Peter Wilhelm Autor 14 August, 2015, 16:30

      Das ist ja mal eine fundierte und tolle Reaktion auf einen meiner Artikel. Vielen Dank dafür.
      Man sieht, daß Du mit sehr viel Sachverstand an die Sache gehst.
      Aber ich liege dennoch nicht falsch.

      Grundsätzlich was Uhren anbetrifft, stimme ich Dir zu. Ich bin überhaupt kein Fan von protzigen Uhren und mag auch keine Jumbo-XXL-Uhren.
      Fast alle meiner Uhren sind aber klassisch rund und gehen eher den Weg des Understatement.
      Das Einzige, was ich einer Uhr an formeller Größe zugestehe, ist eine gewisse Gehäusedicke, damit ein mechanisches Uhrwerk darin Platz findet, da ich kein Freund von Quarzuhren bin.

      Was die Apple-Watch anbetrifft, so kann ich Dir noch nicht einmal sagen, wie ich sie mir vorgestellt hätte oder wie ich sie mir wünschen würde.
      Rein was das Äußere anbetrifft, gefällt sie mir nicht so gut, daß ich bereit wäre, soviel Geld dafür auszugeben.

      Es geht ja hier nicht nur um eine Uhr, da hast Du völlig recht; und deshalb zählen auch die anderen Werte, die Du aufgezählt hast, nämlich Display und UI usw.

      Aber bitte übersehe nicht, daß ich die Apple-Watch nur am Rande mit ähnlichen Produkten vergleiche. Das tue ich nur in Bezug auf die Tatsache, daß es Smartwatches schon vorher gab. Hier füge ich noch hinzu, daß man gerade beim chinesischen Großhändler an die 200 verschiedene angeboten bekommt, die sehr leistungsfähig sind und nur einen Bruchteil kosten. Daß diese in puncto Verarbeitung, Material und Zuverlässigkeit mit dem Apple-Produkt nicht konkurrieren können, ist klar.

      Meine Kritik richtet sich in allererster Linie auf den Preis.
      Ich bin der Auffassung, daß MIR mein Smartphone reicht und ich für den sommerlichen Schmalauftritt mit einem Smartarmband am rechten Handgelenk bestens ausgestattet bin.

      Also: Das Aussehen würde ich mit 5% in meine Wertung einfließen lassen, die Funktionen mit 30% und den Preis mit 65%.
      Und was das Aussehen anbetrifft: Ich finde es ja gar nicht mal schlecht, aber diese Preise!!!
      Sobald ich mir im Konfigurator eine Uhr zusammengestellt habe, die mir gefallen könnte, ist sie so teuer, daß ich das nicht mehr einsehe.

      So, Akkulaufzeit. Da geht es mir nicht um einen Vergleich mit anderen Uhren oder Geräten, sondern einfach prinzipiell um das Thema Uhr.
      Ich möchte mich einfach keinem Gerät hingeben, das jeden Tag mehr Aufmerksamkeit von mir verlangt, als vielleicht einmal aufgezogen zu werden.

      Das geht besser und das kann Apple besser. Die nächste Generation wird länger durchhalten können.

      Antwort auf diesen Kommentar
  2. Rüdiger
    Rüdiger 4 März, 2016, 13:30

    Hallo!

    Herrlich – ein Apple Watch-Kritiker! Ich glaube, damit stehst du mitnichten allein da. Ich will nun aber nicht unsachlich wirken, sondern möchte einige meiner Vermutungen wiedergeben die ich zur Apple Uhr anstelle und mit denen ich mir erkläre, dass die Verkaufszahlen wohl auch nicht sehr zufriedenstellend sind – bis heute, März 2016.

    Ich sehe bei der Apple Watch folgende Probleme, und du als Uhrenfan und Liebhaber von Understatement finde ich, bestätigst meine Theorier recht gut:

    1) Apple rennt mit der Watch in eine Richtung, wo schon unfassbar viel Konkurrenz besteht – und zwar nicht nur auf dem Feld der Smart Watches, sondern ZUGLEICH auf dem Feld der Luxusuhren. Denn der Preis spricht eine klare Sprache, sagt: die Apple Watch ist ein Luxusgut (was ja noch auf die Spitze getrieben wurde mit diesen Gold-Ausführungen und Diamant-Editions oder was da Irres los war). Jetzt ist es so, das führt m.E. zu einem Zielgruppenproblem: Wer schon an Smart Watches interessiert ist, sucht bestimmt was Funktionales (die Uhr soll ja beim Sport getragen werden, beim Joggen, dort, es schwitzig, schmutzig und feucht regnerisch werden kann. Und da zählt Preis-Leistung. // Die andere Seite, die Seite der Luxusuhren-Interessenten, sucht echten Luxus, echte Haute Couture, und da gibt es viele, viele etablierte Namen, die mehr Statement sind als eine Apple Watch: A. Lange und Söhne, IWC, Glashütte, Blome – du als Uhrenfan wirst bescheid wissen.

    2) Mir selbst fehlt auch das Innovationspotential. Das iPhone, das war in der Form was neues. Das iPad auch. Ja sogar der iPod war ein Pionierprodukt. Deswegen ist es wohlverdient, dass allen, die Apple da das Wasser zu reichen versuchen, nicht mithalten können. Die Apple Watch ist einfach eine Smart Watch mit, okay, einigen Neuerungen, die aber, sorry, trotzdem keinen so großen Mehrwert haben, dass die exorbitanten Preise gleich gerechtfertigt wären. Force Touch – okay, aber das macht in den neuen MacBook-Modellen (ääääh wars ein Macbook Air?) viel mehr Sinn. Seitenrädchen? Das Ding schaut auf eine Weise raus, dass man die ganze Zeit Angst hat, dass es abbricht, wenn man einmal wo hängenbleibt.
    Emotions-Message-Service? Genau das ist etwas, was denke ich aus Sicht jedes Liebhabers von ernstzunehmenden Uhren wie eine Kinderspielerei anmutet. Wer die Chronographenkunst würdigen will und am Handgelenk echten Stil, Geschmack, von mir aus auch beruflichen Erfolg ausdrücken will – hier mal ein richtig schöner Artikel zur Chronographenkunst: https://www.blome-uhren.de/blog/chronographen/ – setzt bestimmt eher auf Luxusuhren mit Tradition, wo die Innovation in echter Handarbeit steckt. Da sind vielleicht auch „Spielereien“ dabei, aber dahinter steht komplexe Feinarbeit bis zum kleinsten Rädchen.

    3) Niemanden emotionalisiert die Apple Watch so richtig. Irgendwie fehlt ihr etwas Mitreißendes. Auch hier haben machen Luxusuhren und ihre Geschichte viel voraus. Man nehme nur die Omega Speedmaster, die erste „Uhr auf dem Mond“!

    Summa summarum: Ich glaube, Apple fehlt diesmal die Zielgruppe, die über Hardcore-Apple Jünger hinaus geht. Jeder, der noch alle Sinne beisammen und schon iPhone und IPad hat, wird sich mindestens fünf Mal überlegen, ob er ein drittes Gerät mit genau denselben Funktionen, aber dem schlechtesten Akku und dem kleinsten Display auch noch haben will …

    Antwort auf diesen Kommentar

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