Start Uncategorized AEG-Lavamat- DAS TODESURTEIL – Wiedergeburt MIELE
  • AEG-Lavamat- DAS TODESURTEIL – Wiedergeburt MIELE

    10 Min.Lesezeit
    2
    0

    mielewamaSo, der freundliche Monteur von AEG Electrolux war wieder da. Pünktlich, das muss man sagen.
    Wir erinnern uns, vor einer Woche etwa ist urplötzlich unsere AEG-Waschmaschine stehen geblieben, die Trommel drehte sich nicht mehr.
    Letzte Woche war dann der zackige Herr Schmidt da und hat die Trommel mit einem beherzten Ruck wieder gangbar gemacht. Ja, da könne irgendein Teil zwischen Trommel und umgebendem Bottich sein. Das habe er jetzt aber gelöst und die Trommel drehe sich ja wieder.

    Wo denn das Teil jetzt sei, fragte ich und wunderte mich, warum er das nicht rausholte.
    Ja, das sei so eine Sache. Bei dieser Maschine sei der Bottich verschweißt und da komme man so ohne weiteres gar nicht mehr dran.
    Na gut, sie lief ja wieder und die Allerliebste hat auch noch Wäsche mit der „reparierten“ Maschine gewaschen.
    Am Abend dann die Hiobsbotschaft aus dem Keller: „Die dreht sich nicht mehr!“

    Heute kam der Monteuer Herr Schütte. Alles dasselbe wie bei Herrn Schmidt, nur dass bei ihm die Trommel blockiert blieb. 

    Tja, da sei leider der Bottich verschweißt, da komme er jetzt so mal gar nicht ran.
    Man müsse die Maschine abholen, in die Werkstatt mitnehmen und das koste dann so an die 320 Euro, eher mehr.

    „Nö!“ sag ich, „das ist ja quasi der halbe Verkaufspreis…“
    Anders gehe es nicht. Wenn dieses Teil, das da blockiert, zur Maschine gehört, dann sei das sogar „umsonst“, sei es allerdings ein Teil von uns (Kuli, Kreditkarte, Schraube, Hirnanhangsdrüse oder so) dann würde es eben was kosten.
    Und außerdem solle ich mich bitte jetzt und sofort und sogleich entscheiden, weil dann schreibe er nämlich den Auftrag für die Abholung raus.
    Ich zaudere und meine, das wolle ich mir erst noch überlegen.
    Ja dann… Ja dann würde sein Einsatz jetzt was kosten.

    „Nö!“ sag ich nochmals und der nette Herr Schütte telefoniert mit seinem Big-Boss.
    Ja nee, die „Reparatur“ jetzt, die würde schon mal nichts kosten, das gehe auf „Vertriebskulanz“ und für die Reparatur könne man mir einen vergünstigten Festpreis von 250 Euro anbieten.

    Erstaunliches Detail am Rande: Diese Maschine (im AEG-Deutsch: Maschiene) haben wir ja im Mai 2010 als neues Austauschgerät für eine andere AEG-Maschine bekommen, die bereits nach so ungefähr 10 Monaten wegen eines festgefressenen Lagers blockiert hatte. Das war also vor knapp zwei Jahren.
    Jetzt sagt der Big Boss am Telefon und der Herr Schütte dann zu mir, dieses Gerät sei aber laut Produktionsnummer schon vier Jahre alt.
    Häh? Haben die mir vor zwei Jahren eine damals schon zwei Jahre alte Lagermöhre gebracht?

    Was tun?
    Jetzt 250 Euro investieren, falls es also eine verklemmte Hirnanhangsdrüse oder eine Schraube ist?
    Dann hätte wir eine zwar reparierte aber doch (wie sich jetzt herausstellt) vier Jahre alte Maschine.
    Oder die Maschine abschreiben und eine neue kaufen?

    Es vergeht eine Stunde und dann:

    Die „250 Euro oder mehr“ waren das Todesurteil für die kaum zwei Jahre alte AEG-Waschmaschine und für uns mit dem Heilsversprechen verbunden, nie wieder eine Waschmaschine dieser Firma zu kaufen.
    Dann lieber im Falle eines Falles eine 189-Euro-Maschine aus dem Angebot, damit man weiter waschen kann.
    Fürs Erste habe ich das Loch gestopft, indem ich bei Ebay nach einem WaMa-Händler hier in der Nähe gesucht habe, der auch Gebrauchte anbietet.
    Geraten bin ich nicht an einen Kamelhändler, der Ramschware verkauft, sondern an einen Reparierer vom alten Schlag, der die Regale voll mit Ersatzteilen hat, für jede seiner Gebrauchtmaschinen die Hand ins Feuer legt (er gibt 1 Jahr Garantie mit Vor-Ort-Kundendienst) und mich sehr ausführlich hinsichtlich des „Neu“kaufs beraten hat. „Nee, nehmen Sie nicht die, ich sag Ihnen auch warum…“
    „Koofen’se lieber die hier, die hab ick ooch!“