Start Allgemein 13 – Unglückszahl für die einen, Glückszahl für die anderen
  • 13 – Unglückszahl für die einen, Glückszahl für die anderen

    Wie so viele Europäer bezeichne ich mich als aufgeklärten, von Vernunft geleiteten Bürger. Ich käme gar nicht auf die Idee, mir einen Talisman in die Tasche zu stecken, ein Hufeisen über die Tür zu hängen oder im Lotto auf meine Glückszahlen zu vertrauen. Ist doch eh alles Zufall. Aber an einem Freitag, dem 13. bekomme ich trotzdem so ein ungutes Gefühl. Als hätte es Kant und die Aufklärung nie gegeben.

    Mein Verstand und der ADAC wissen ja, dass statistisch gesehen an einem Freitag, dem 13. keine erhöhte Unfallgefahr besteht. Es gibt im Schnitt sogar weniger Unfälle als anderen Tagen! Wahrscheinlich weil die Leute einfach vorsichtiger sind oder vor lauter Aberglauben gleich ganz zu Hause bleiben. Nur irgendwie ist da doch immer noch was im Hirnschmalz, was an Schicksal oder Vorsehung glaubt wie ein Kind an den Osterhasen. Könnte es an der Zahl 13 liegen?

    Dornröschen, der Teufel und Thomas Müller

    Wikipedia definiert die 13 ganz nüchtern als „die natürliche Zahl zwischen Zwölf und Vierzehn“. Wow, wieder was gelernt. Man könnte es dabei bewenden lassen, wäre da nicht der Vermerk, sie gelte „sowohl als Unglückszahl als auch als Glückszahl“. Wir denken an den Schwarzen Freitag und an die böse Fee aus „Dornröschen“ und vielleicht noch daran, dass die 13 im Christentum etwas mit dem Teufel zu tun hat. Die Angst vor der Zahl 13 geht bekanntermaßen so weit, dass es in Flugzeugen oft keine 13. Reihe, in Hochhäusern keinen 13. Stock und in Hotels keine Zimmernummer 13 gibt. Im Panoptikum der Angststörungen ist das als „Triskaidekaphobie“ bekannt. Lässt sich auf der nächsten Party sicher als Gesprächsthema unterbringen.
    Wer mehr über bekannte „Phobien“ erfahren will, kann sich unter diesem Link hier umschauen: „Liste aller Phobien„.


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    Doch wenn man schon mal dabei ist, sollte man auch nicht vergessen, dass die 13 woanders als Glückszahl gilt. In Japan zum Beispiel. Oder in der Nationalmannschaft. Auch wenn Thomas Müller mittlerweile anderer Meinung sein könnte. Für jüdische Gläubige hat die 13 ebenfalls eine positive Bedeutung, sie steht nämlich symbolisch für Gott. Vielleicht sollte ich mich also zum Judentum bekennen und beim nächsten Mal auf die 13 setzen? Vorher könnte ich die Wahrsager von Viversum befragen, nur um ganz sicher zu gehen. Man weiß ja nie.

    Wann schlägt’s eigentlich wieder 13?

    Übrigens, noch mehr Party-Wissen: Freitag, den 13. gibt’s jedes Jahr mindestens ein- und höchstens dreimal. 2019 müssen wir uns bis September gedulden, danach wird die aufgeklärte Vernunft nochmal im Dezember auf die Probe gestellt. Man kann ja schon mal zur Party einladen. Mal gucken, wie viele kommen.


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