Wenn Produktnamen in die Hose gehen

Über den Sinn und Unsinn von Nahrungsergänzungsprodukten, auch solchen, die als Quasi-Medikament in Apotheken verkauft werden, muß man nicht viel sagen.
Es reicht die Aussage, daß man zusätzliche Stoffe seinem Körper nur dann zuführen sollte, wenn der Arzt einen bestimmten Mangel festgestellt und einem entsprechende Präparate verschrieben oder empfohlen hat.
Frei nach Schnauze, nur weil man es meint oder von jemandem empfohlen bekam (und sei es die Fernsehwerbung gewesen) können unkontrolliert eingenommene Vitamine und Zusatzstoffe auch krank machen.

So werden beispielsweise gerne Kaliumtabletten bzw. -brausetabletten genommen, die in Apotheken frei verkäuflich ohne Rezept zu haben sind. Manche nehmen es zur Herzstärkung, andere gegen Müdigkeit und wieder andere einfach so, weil sie glauben, es tue ihnen grundsätzlich gut.
Vergessen wird aber oft , dass „durch Wechselwirkung mit … Arzneimitteln, durch eine plötzlich auftretende Übersäuerung des Blutes (Azidose), plötzliche Einschränkung der Nierenfunktion oder andere Zustände kann es zu einer Erhöhung der Blut-Kaliumkonzentration über die Norm (Hyperkaliämie) kommen“ kann. (Quelle: Apotheken-Umschau).

Daher wird dringend davon abgeraten, derartige Präparate ohne vorliegende ärztliche Untersuchung und Diagnose einzunehmen. Siehe z.B. hier.

Das nur zur Einführung.

Mir geht es heute um den Namen der Präparate. Bei manchen Medikamenten stammeln sich die Patienten einen Haufen Unsinn zusammen, wenn sie diese benennen sollen, weil Medikamente oft nahezu unaussprechliche Namen haben, in denen die Buchstaben X und Y oft eine überproportionale Rolle spielen. Aber auch mit vielen Vokalen kann man blöde Medikamentennamen erzeugen, wie man am Namen Umckaloabo erkennen kann.


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Was aber nun den Hersteller Merck dazu bewogen hat, ein Vitamin-D-Präparat mit dem Namen VIGANTOLETTE zu versehen, das wissen nur die Götter.
Den Namen eines Produktes auf TOLETTE enden zu lassen, weckt nicht nur bei mir die völlig falsche Assoziation zu Toilette.
Aber wie gesagt, bei den Vigantoletten handelt es sich Vitamin D3-Tabletten und nicht etwa um Reinigungstabs für Klos.

http://youtu.be/nBkEIZrD5Us

Hier hat man sich sicherlich viele Gedanken um den Namen dieses Produktes gemacht, aber meiner Meinung nach ist das in die Hose gegangen.


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3 thoughts on “Wenn Produktnamen in die Hose gehen

      1. Ach so, den Spot kannte ich nicht.
        Das ist dann wirklich ein Griff in die To(i)lette. 🙂

        Aber der Spot macht es fast noch schlimmer: „Und mein Tag gehört mir“ zusammen mit der sportlich aktiven Frau – haben die da Werbung für Tampons/Binden recyclelt? Jedenfalls erinnert mich das sehr daran.

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