Start Uncategorized Traumhunde warten im Tierheim
  • Traumhunde warten im Tierheim

    Ich bin oft in den verschiedensten Tierheimen hier in der Region unterwegs gewesen. Die Tierschutzvereine nehmen ja jedes in Not geratene Tier auf und versuchen es an gute neue Herrchen und Frauchen weiter zu vermitteln.
    Logischerweise sind das nicht alles Jungtiere, Welpen und Babykatzen.

    Vor einigen Jahren wollten wir mal wieder Kätzchen aus dem Tierheim holen und wurden da -obwohl wir schon ein paar Mal Katzen aus dem Heim geholt haben- damit konfrontiert, daß wir von einer schriftlichen Vermietererklärung (daß man überhaupt Tiere in der Wohnung halten darf) bis hin zum Verdienstnachweis (daß man sich auch das Futter leisten kann) insgesamt fünf verschiedene Bescheinigungen beibringen sollten.
    Wir haben uns dann entschieden, doch lieber Katzen aus der Tageszeitung zu nehmen, von einem jungen Ehepaar, deren Katze unerwartet Junge bekommen hatte, und das keine Bescheinigungen verlangte.

    Ein Tierheim im Umkreis hat übrigens die Hunde während der Besuchszeit weggesperrt, mit Gewebeplanen abgehängt und spielt ihnen Entspannungsmusik vor, damit die Hunde nicht gestreßt werden und nicht so viel bellen.
    Erst nach dem Gespräch mit der Hundepsychologin darf man dann einen „Gassigeher-Schein“ machen und eventuell mal mit einem der Hunde spazieren gehen. Erst nach längerer Kennenlernphase darf man dann überhaupt daran denken, den Wunsch zu äußern, einen Hund mitzunehmen…

    Da fragt man sich, ob die wirklich die Tiere loswerden wollen. Natürlich nicht loswerden um jeden Preis, aber man sollte die Hürden, um die guten Tierhalter von den schlechten zu unterschieden, nicht zu hoch hängen, sonst schreckt man potentielle gute Tierliebhaber ab.

    Im Tierheim Heppenheim haben wir nun schon zum zweiten Mal einen Hund geholt. Das war vor ein paar Jahren die Hündin Maja, die wir natürlich immer noch haben und die der Hund unserer Tochter geworden ist. Die beiden sind unzertrennlich und Maja ist auch voll auf meine Tochter fixiert. Ein schönes Paar, das super zusammenpaßt.

    Auch der Neuzugang Buddy ist aus dem Tierheim in Heppenheim.
    Aufgefallen war er bei einem Besuch meinem Freund Frank.
    Während ich eigentlich nach Max schauen wollte, einem vier Jahre alten Schäferhund, schaute sich Frank die anderen Hunde an und entdeckte „Jack“ (der jetzt Buddy heißt).
    Der Max, der Schäferhund, ja das ist ein Traumhund. Ein großer, wunderschöner Schäferhundrüde, nicht so überzüchtet, etwas längeres Fell, ein Traumschäferhund für jemanden, der sich mit Hunden auskennt und der mit dem Kerl richtig arbeiten will.
    Im Heim zeigt sich Max nicht von seiner besten Seite, bellt ständig die Besucher an und macht einen „auf dicke Hose“. Aber man versicherte mir, er sei eigentlich ein ganz Lieber.
    Gerne hätte ich Max genommen, aber dann hatte sich schon Buddy in mein Herz geäugelt.

    Im Freilauf mit anderen Hunden war Buddy, der braune Labrador, der einzige, der sich brav vor die Besucher setzte, ein trauriges „nimm mich mit“-Piensen von sich gab und bereitwillig vormachte, daß er Sitz und Platz kann und auch Pfötchen geben will. „Seht her, ich kann schon alles und bin ein ganz Ruhiger und Braver“ lautete seine Botschaft, die er intelligent rüber brachte, während die anderen durch lautes Bellen zeigen wollten, daß sie auch ganz toll sind.
    Der labradorytpische „will to please“, der Wunsch seinem Herrchen zu gefallen, hatte hier überwogen und Buddy die Freiheit beschert.


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    Bis jetzt macht sich Buddy supertoll und es ist so, als sei er schon immer hier gewesen und hier groß geworden.

    Aber im Tierheim warten noch so viele Hunde. Da ist für jeden einer dabei. Da gibt es kleine, da gibt es große und es gibt ältere Pärchen, junge Hunde, alte Hunde, also für jeden etwas.
    Warum nicht einen älteren Hund nehmen? Das wäre für ältere Leute ideal, die selbst nicht mehr so wahnsinnig gut zu Fuß sind.
    Oder warum nicht ein Pärchen, wie Lucky und Sugar oben auf dem Bild?
    Lucky ist ein Jack-Russel-Rüde und zwar ein ganz, ganz schöner und cleverer. Er steht auch am Zaun und pienst und zeigt sich von der besten Seite. Seine Freundin Sugar macht einen auf „dicken Max“ und verdirbt Lucky die Schau.
    Da lohnt es sich, mal hinzufahren, sich die beiden anzuschauen und mit ihnen spazieren zu gehen.

    Ach ja, nebenbei bemerkt, Du bist Tierfreund und kannst Dir kein Tier halten? Dann geh doch mal zum Tierheim, da kannst Du Dir mehrmals pro Woche, ohne Zwang und Verpflichtung einen Hund zum Spazierengehen ausleihen. Tierheim und Hunde werden Dir dankbar sein!

    Für mich erstaunlich ist es, daß im Tierheim nicht nur alte Krüppel sitzen. Das habe ich übrigens auch schon erlebt. Damals, bevor wir Maja bekamen, waren wir auch in einem Tierheim, in dem man uns immer wieder von den schönen Hunden weg zu einem Zwinger mit einem 14 Jahre alten, stocktauben und arg verkrüppelten Dauerkläffer führte.
    Mich dauern alle Hunde, die im Tierheim sind und wenn ich Geld, Zeit und Platz ohne Ende hätte, ich würde sie alle nehmen und auch die alten und verkrüppelten.
    Aber wenn man im Tierheim die Wahl zwischen schönen und weniger schönen Hunden hat, wird man ja im Normalfall die schöneren Hunde in die engere Wahl nehmen.

    Außerdem trieb uns ja diesmal der Verlust eines Hundes ins Heim und da will man ja nicht einen uralten Hund, dessen Ableben dann auch wieder in zwei bis vier Jahren bevorsteht…

    Fazit:
    Wer hier in der Region Mannheim-Heidelberg-Ludwigshafen einen Hund sucht, der sollte auch mal im Tierheim Heppenheim an der Bergstraße vorbei schauen.
    Die Leute dort machen einen guten Job und es sind immer viele Hunde und Katzen da.
    Es warten nicht nur Straßenköter und Mischlinge auf neue Herrchen und Frauchen, sondern auch Rassehunde und sehr, sehr schöne Tiere.
    Vom Gehabe im Tierheim sollte man sich nicht abschrecken lassen, viele Hunde machen sich hinterm Gitter wichtig und zeigen sich nicht von der besten Seite.
    Es ist für fast jeden der passende Hund dabei, einfach mal öfter hingehen oder vorher auf der Webseite nachschauen.
    Und wer keine Zeit hat, dauernd einen Hund zu nehmen, kann sich als Gassigeher oder Pflegefamilie auf Zeit melden.

    Einfach mal machen, die Tiere warten auf Dich!


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    3 Kommentare

    1. Lochkartenstanzer

      23. September 2014 at 12:57

      Ich glaube, da fehlen am Schluß noch ein paar Worte. 🙂

      Antwort

      • Peter Wilhelm

        23. September 2014 at 16:33

        Jau, hast Recht! Irgendwie beim Abspeichern verloren gegangen.

        Falls das nochmal vorkommt, kannst Du aus nachfolgender Liste einige Wörter nach Deinem Gutdünken einsetzen:

        ich, du, er, sie es, gingen, standen, schliefen, hier, da, dort, woanders, aufeinander, untereinander, miteinander, Bus, Bahn, Moped, Haus, Hund, Katze, Maus, der, die, das, ein, eine, einer, Kartoffel, Blume, Analverkehr, Ohrenschmalz.

        Antwort

        • Lochkartenstanzer

          23. September 2014 at 18:21

          Ne, laß mal. Das mit den Wörtern raussuchen laß ich lieber dich machen. du kannst das besser.

          Antwort

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