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Seamaster-Look zum kleinen Preis – die Pagani PD-1685

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Nein, ich bin jetzt nicht total bekloppt geworden. Ich habe schon wieder eine neue Armbanduhr. Und ich habe auch kein unendliches Budget für dieses Sammelhobby. Aber ich hatte mir ja die San Martin „Hulk“ gegönnt, die mir dann leider nicht gefallen hat, und die ich zurückgeschickt habe. Nachdem der Kaufpreis zurückerstattet worden ist, habe ich einen kleinen Teil dieses Betrags genommen und bei AliExpress in eine weitere Pagani-Uhr investiert.

Ich habe keine 100 Euro für diese tolle Uhr bezahlt, keine Ahnung, wie die Chinesen das machen…

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Es ist ja mittlerweile jedem klar, dass ich ein Faible für die Farbe Grün habe. Die HULK ist ja nun wirklich sehr grün, und ich stehe dazu. Mir gefällt das. Aber ich wollte gerne auch noch eine Uhr in meiner Sammlung, die nicht ganz so grellgrün ist, sondern eher ein dunkelgrünes Design hat.

Meine Wahl fiel auf die Pagani PD-1685, eine gelungene Hommage an die Omega Seamaster Diver 300M.

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Pagani Design PD-1685 – Die große Freude an einer kleinen Hommage

Es gibt Uhren, die kauft man – und legt sie nach kurzer Zeit wieder beiseite. Und dann gibt es Uhren, bei denen man schon beim ersten Blick spürt: Die bleibt. Die gehört jetzt dazu. Genau so eine Uhr ist für mich die Pagani Design PD-1685.

Natürlich muss man es gleich zu Beginn offen aussprechen: Diese Uhr ist eine Hommage. Und zwar keine versteckte, keine vage inspirierte, sondern eine ganz bewusste Verbeugung vor einer der bekanntesten Taucheruhren der Welt – der Omega Seamaster Diver 300M.

Doch genau darin liegt ihr Reiz.

Eine Ikone, neu interpretiert

Wer sich die PD-1685 genauer ansieht, erkennt sofort, wohin die Reise geht. Es ist fast wie eine kleine Checkliste ikonischer Designelemente:

Die charakteristische Wellenstruktur auf dem Zifferblatt – jenes Detail, das die Seamaster seit den 1990er-Jahren unverwechselbar macht. Die runden Indizes, ergänzt durch den markanten Doppelindex bei 12 Uhr. Die klassische Drehlünette mit ihrer Tauchskala. Und nicht zuletzt die skelettierten Zeiger, insbesondere der Stundenzeiger mit seinem typischen Ausschnitt.

All das fügt sich zu einem Gesamtbild, das Kennern sofort vertraut vorkommt. Die Gehäuseform, die Proportionen, die gesamte Anmutung – alles erinnert stark an das große Vorbild aus Biel.

Und dennoch ist diese Uhr mehr als nur eine Kopie. Sie ist eine Interpretation, eine Annäherung, ein bewusst gesetztes Statement: Man kann den Stil genießen, ohne gleich ein kleines Vermögen investieren zu müssen.

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Erstaunlich nah am Original

Man kann es nüchtern zusammenfassen:

Optisch ist die Pagani Design verblüffend nah an der Seamaster. Technisch natürlich einfacher. Preislich hingegen in einer völlig anderen Liga.

Ich würde sagen: Diese Uhr ist die „Ich-will-den-Look-ohne-5.000-Euro“-Version.

Und das ist keineswegs abwertend gemeint. Im Gegenteil. Es ist geradezu faszinierend, wie viel gestalterische Nähe hier für einen Bruchteil des Preises erreicht wird. Aus einem Meter Entfernung – das darf man ruhig so sagen – wird das ungeübte Auge kaum Unterschiede feststellen.

Die Unterschiede – und warum sie kaum stören

Natürlich gibt es Abweichungen. Die müssen auch sein.

Das Heliumventil bei 10 Uhr fehlt. Die Details der Zeiger sind leicht verändert. Das Armband und die Verarbeitung erreichen logischerweise nicht ganz das Niveau eines Luxusmodells. Im Inneren arbeitet kein hauseigenes Manufakturkaliber, sondern ein bewährtes, solides Automatikwerk – in diesem Fall ein Miyota 8215.

Doch all das tritt im Alltag erstaunlich in den Hintergrund. Denn das Gesamtbild stimmt. Und genau das ist es, was diese Uhr so sympathisch macht.

Technik, die überzeugt

Die PD-1685 ist keineswegs nur ein hübsches Gesicht. Auch technisch bringt sie einiges mit:

Ein 42-mm-Edelstahlgehäuse sorgt für eine präsente, aber tragbare Größe. Im Inneren arbeitet ein japanisches Automatikwerk mit rund 48 Stunden Gangreserve – zuverlässig, robust und bewährt.

Das Zifferblatt ist durch ein kratzfestes Saphirglas geschützt, dessen Herstellung im aufwendigen Verneuil-Verfahren erfolgt. Die Keramiklünette überzeugt durch hohe Widerstandsfähigkeit, Farbbrillanz und Kratzfestigkeit.

Die Wasserdichtigkeit von bis zu 100 Metern macht die Uhr tatsächlich alltagstauglich für Schwimmen und Tauchen – sofern man es nicht gerade mit heißen Quellen übertreibt. Ich werde es aber trotzdem bei keiner meiner Hommageuhren darauf ankommen lassen. Irgendeine Zahl aufs Ziffernblatt drucken kann nämlich jeder. Ob die Uhren das dann auch wirklich aushalten? Ich würde es nicht testen wollen, echt nicht.

Und dann ist da noch die Leuchtmasse: kräftig, langanhaltend und im Dunkeln hervorragend ablesbar. Genau so, wie man es von einer Taucheruhr erwartet.

Ein ehrliches Stück Uhr

Was mir an dieser Uhr besonders gefällt, ist ihre Ehrlichkeit. Sie tut nicht so, als wäre sie etwas anderes. Sie ist keine Omega – und will es auch gar nicht sein.

Sie ist eine Hommage. Eine respektvolle, erstaunlich gut gemachte Annäherung an ein ikonisches Design. Und sie ermöglicht es, genau diesen Stil zu tragen, zu genießen und vielleicht sogar ein wenig zu zelebrieren – ohne Hemmungen und ohne finanziellen Schmerz.

Fazit

Die Pagani Design PD-1685 ist keine „irgendwie inspirierte“ Uhr. Sie ist eine klare, bewusst gestaltete Hommage an die Omega Seamaster Diver 300M.

Und das ist nicht verwerflich – sondern im besten Sinne erfreulich.

Denn sie zeigt, dass gute Gestaltung nicht zwangsläufig unbezahlbar sein muss. Und dass man sich auch an einer Uhr erfreuen kann, die nicht aus dem Hochpreissegment stammt, aber dennoch mit erstaunlicher Detailtreue und viel Charme überzeugt.

Kurz gesagt: Ich habe große Freude an dieser Uhr. Und genau darum geht es am Ende ja.

Übrigens

Was mich an diesem Kauf etwas aufgeregt hat, waren die Schutzfolien, die Pagani, wie alle anderen Hersteller auch, um das Armband geklebt hat.
Die großen Teile ließen sich leicht entfernen. Jedoch gab es auch kleine blaue Klebestreifen, die teilweise um die einzelnen Glieder des Armbandes geklebt waren.
Bis ich die mit Skalpell und Pinzette entfernt hatte, war über eine Stunde vergangen.

Nebenbei erzählt: Sogar teure Rolex-Luxusuhren werden mit solchen Schutzfolien an die autorisierten Händler ausgeliefert. Diese sind aber vertraglich dazu verpflichtet, die Folien auf jeden Fall vor der Übergabe der Uhr an den Kunden zu entfernen. Und um das dem Hersteller zu beweisen, müssen die Folien auf eine Meldekarte aufgeklebt und vollständig an Rolex zurückgeschickt werden.

Bildquellen:

  • IMG_2779_800x500: Peter Wilhelm
  • seam02_800x500: Peter Wilhelm
  • seamasterpag6tt_800x500: Peter Wilhelm

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(©si)