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Schwarznull ist die Haselnuß – Gedanken über eine schwarze Null

Schwarznull ist die Haselnuß – Gedanken über eine schwarze Null

Gedanken über die schwarze Null

Dr. Wolfgang Schäuble, der Mann mit dem Sinn fürs Grobe und Ganze, der Universalminister, quasi Minister Universum, seit gefühlten zweitausend Jahren Bundesfinanzminister, ist gerade dabei, sich mit der „schwarzen Null“ ein Denkmal zu setzen, um das ihn niemand gebeten hat. Er ist auf eine, für seinen Horizont geradezu bahnbrechende Idee gekommen: in dem er nicht mehr Geld ausgibt, als er einnimmt, möchte er keine neuen Schulden machen. Chapeau, möchte man da rufen. Doch bei genauerem Hinsehen? Man sollte man von einem Wirtschaftswissenschaftler und promovierten Juristen doch eigentlich mehr erwarten, als rudimentäre Dorfschularithmetik.

Ich frage mich angesichts seines merkwürdigen Geistesblitzes, weshalb er nicht gleich noch einen Schritt weiter geht. Noch viel, viel weniger ausgeben, also quasi einen Überschuss erzielen. Wenn es ihm gelänge, im unergründlichen Labyrinth seiner südbadisch cholerischen Synapsen die christdemokratische Parteigrenze zu überwinden, könnte er sich sogar von seinem ex-Kollegen auf Länderebene, dem spezialdemokratischen, rassehygienischen Dummschwätzer inspirieren lassen.

Ich habe das mal durchgerechnet: wenn ich bei lausigen Außentemperaturen mehrere Schichten Feinripp-Unterhemden, T-Shirts, Pullover und Fleece-Jacken übereinander ziehe, dazu eine Pudelmütze nebst Schal trage und mich in einem Schlafsack auf mein Sofa flötze, kann ich die Heizung KOMPLETT abschalten und muss das Wohnzimmer nicht auf bullige 15° C überhitzen, wie der peinliche Warmduscher Thilo Sarrazin es empfiehlt. Da ist mal richtig Geld gespart. Heizen geht ja bekanntlich saumäßig ans Portemonnaie. Dann wird noch die tägliche Dusche auf einmal im Monat umgestellt – ist ohnehin ätzend mit eiskaltem Wasser – und somit auch die Fahrkarte für die Straßenbahn eingespart. Mit dem dann würzigen Raubtieraroma, das entfernt an den Mundgeruch eines Comodo-Warans erinnert, hat man jede Menge Platz in der Tram und wird auch definitiv nicht kontrolliert. Nicht einmal ein ein-Euro-Jobber in Uniform würde sich das antun. Zwei warme Mahlzeiten pro Woche sollten auch reichen, was über den täglichen Hunger hinaus geht, kann man auch klauen – ist ja nur Mundraub.

Ich schätze, man sollte Wolfgang S. mal erklären, dass es nicht um sein Geld geht, sondern um das der Allgemeinheit. Und wenn er unbedingt die Substanz von irgend etwas zerstören möchte, soll er dies bei seinem Reihenhaus tun, aber seine dummen Finger von deutschen Straße, Brücken, Krankenhäusern, Bibliotheken,…… kurzum: am besten, er macht sich vom Acker, diese schwarze Null.

Bildquelle:
http://de.wikipedia.org…Wolfgang_Schäuble_2012.JPG
Bild: Rudolf Simon
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Peter Grohmüller

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Hallo, ich bin Peter Grohmüller und leide nicht an dieser Welt, aber mir fällt ihr Leiden auf.

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