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Schlechter Service bei McDonald’s Brühl – muss man einfach mal sagen

Schlechter Service bei McDonald’s Brühl – muss man einfach mal sagen

Ich gehe ja so gut wie nie zu Burger-King. Mir schmeckt es bei McDonald’s einfach besser.
Meine Tochter hingegen mag beides. Also war ich diese Woche mal mit ihr bei Burger-King in Brühl (Baden) und ich war angenehm überrascht, wie sauber und ordentlich es dort zuging. Man wurde sehr schnell und freundlich bedient und dieser Whopper hat auch geschmeckt.

Ein paar Tage später, genauer gesagt gestern, am 23.4.2016 gegen 13.30 h, waren wir schräg gegenüber bei McDonald’s in Brühl.
Da gehen wir öfters mal hin, um eine Kleinigkeit zu essen.

Was uns gestern da erwartete, war aber der Hohn. Am Tresen standen gut 12 Leute an, nur zwei der Kassen waren geöffnet.
Es ging überhaupt nicht voran und den beiden Face-to-Face-Business-Kräften konnte man beim Laufen die Schuhe besohlen. So etwas Langsames und Gelangweiltes habe ich bei McDonalds überhaupt noch nicht erlebt.

Schlechter Service bei McDonald's Brühl - muss man einfach mal sagenSchlechter Service bei McDonald's Brühl - muss man einfach mal sagen

Während es vor dem Tresen nicht voran ging, war die „Schichtführerin“ eine Servicekraft, eine blonde, hübsche Dame in etwas „besserer“ Arbeitskleidung damit beschäftigt, wichtig nach dem Rechten zu sehen und drückte sich dann vor der Arbeit, indem sie anfing ganz wichtig Pappschachteln für die Happy Meals auf Vorrat auseinanderzufalten.

Ich bin der Meinung, wenn der Laden brummt und viele Leute da sind, sollte auch mal die „Chefin“ derjenige, der sonst nix zu tun hat sich den Schlaf aus den Augen wischen und mithelfen, daß die Leute schneller bedient werden.

Es lief noch so ein Mensch nutzlos herum und eine dritte Kraft wartete im Bereich des Mc Café erfolglos auf Kunden.

Dafür sah es unter den Tischen dann so aus:

macdonalds1

Auf den Tischen sah es auch nicht ordentlicher aus, da stapelten sich Tabletts auf nahezu allen freien Tischen:

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Und man darf nicht einmal auf die faulen Kunden schimpfen, die ihre Tabletts nicht wegräumen, denn das konnten sie nicht, weil die Abräumstationen -wie auf dem Titelbild ersichtlich- sämtlich (!) hoffnungslos überfüllt waren.

Tische, die von Cola und Fett kleben, schlüpfrige, fettige Fußböden, nicht abgeräumte Tabletts, Kunden die 20 Minuten (!) auf ihr Essen warten müssen…
Das ist nicht das, was ich von McDonalds erwarte.

Und das ist nicht das erste Mal, dass mir so etwas in dieser Filiale auffällt. Es ist nicht immer so, beileibe nicht, aber diesmal war es (wieder einmal) so.

Ich bin ja viel in der Republik unterwegs und sehe viele Filialen dieser Marke.
Da gibt es weitaus schlechtere, aber leider auch sehr viele, die besser sind.

Es steht und fällt halt alles mit dem Führungspersonal.

Gerade in dieser Filiale gibt es einen Vorabeiter Restaurantleiter, einen etwas kräftigeren Mann mit Brille, der macht das ganz hervorragend. Sobald er sieht, daß es sich an den Kassen staut, schickt er noch jemanden nach vorne und steht selbst in der Küche, um beim Einwickeln der Burger zu helfen. So muß das sein.

Die junge Dame von gestern allerdings beschränkte ihre Tätigkeit auf „wichtig aus der Wäsche gucken“ und nutzloses Zeug machen. Mitgeholfen hat die kein bißchen.

Hallo, Ihr seid im Kundenservice, der Kunde ist Gast und möchte gerne was essen und trinken. Da läßt man die Hosen wackeln und sorgt dafür, daß zügig gearbeitet wird; und wenn es irgendwo klemmt, dann springt man selbst mit ein. So macht man das!

Inzwischen hat McDonald’s reagiert. Eine Vertreterin des zuständigen Franchisenehmers, der eine ganze Reihe von Restaurants in der Region betreibt, schreibt mir:

Einen schönen guten Tag Herr Wilhelm,

vielen Dank für Ihre Mail.

Es tut uns sehr leid, dass Sie bei Ihrem letzten Besuch am Samstag bei uns kein schönes Erlebnis hatten.

Es ist für uns sehr hilfreich, dass Sie Fotos gemacht haben, denn die sprechen eine objektive Sprache. Ich kann mir den Zustand des Restaurants nur so erklären, dass kurz zuvor sehr viel los war, und die Mitarbeiter noch keine Gelegenheit hatten, wieder aufzuräumen und zu putzen/wischen.

Der Zustand des Restaurants ist ein absolutes No-Go! Wir haben Standards bei McDonald’s, die unbedingt einzuhalten sind. Die mangelhafte Sauberkeit ist überhaupt nicht in Ordnung und entspricht absolut nicht unserer Haltung und nicht unserem Wunsch, unsere Gäste zu begeistern. Wir bitten Sie deshalb in aller Form um Entschuldigung!

Wir werden mit unserer Restaurantleitung, dem zuständigen Schichtführer und den verantwortlichen Mitarbeitern eingehend sprechen und eine Schulung unserer Mitarbeiter dahingehend verstärken, damit sie auch und gerade in Stoßzeiten den Zustand der Lobby/des Gastbereichs besser im Blick haben.

Wenn Sie in Zukunft noch einmal so etwas erleben (was wir natürlich nicht hoffen), dürfen Sie uns gerne direkt kontaktieren.
Wir wünschen uns sehr, dass Sie uns treu bleiben.

Mit gastfreundschaftlichen Grüßen

Außerdem hat man uns zu einer Store-Tour mit einem Blick hinter die Kulissen eingeladen. Das finde ich wiederum klasse!

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!


peter wilhelm autorenlesung
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  1. Lochkartenstanzer
    Lochkartenstanzer 24 April, 2016, 17:05

    > Da gibt es weitaus schlechtere, aber leider auch sehr viele, die besser sind.

    Ich würde es eher positiv sehen, daß es sehr viele gibt, die besser sind. Dann hat man genug Alternativen.

    Antwort auf diesen Kommentar
  2. Olli
    Olli 25 April, 2016, 02:45

    Spannend zu erfahren wäre, wie das Restaurant zum goldenen M auf die Hinweise reagiert hat, so die auch an den Kundenservice von denen gingen.
    Interessant bei BK, von einer Franchisenehmerin bei dem Besichtigungstag erfahren: wenn man diese Bewertung von der Bon-Rückseite ausfüllt, gehen mind. die Freitextkommentare direkt den jeweiligen Franchisenehmern zu.
    Zurück zu McD und meinen zwei erstaunlichsten Ergebnissen:
    Als McCafe noch recht neu war, stand ich spät abends vor dem geschlossenen McCafe, in dem aber noch die Kuchen standen. Die man mir aber dann nicht verkaufen konnte, weil ja die Kasse schon abgerechnet sei und so spät eigentlich eh keiner mehr käme. Kunde, da, Ware da, Kaufwille da – und die Unterlasser sagen da, wo ein Unternehmer wohl verkaufen würde „kriegst Du nicht“.
    Anders als BK wollte man mich bei McD auch nicht im Drive bedienen.

    Antwort auf diesen Kommentar
    • Peter Wilhelm
      Peter Wilhelm Autor 25 April, 2016, 09:17

      @Olli: Ich habe einen Link zum Artikel an den Franchisenehmer geschickt. Er bittet auf dem Kassenbon darum.

      Neulich bei McDonalds in Bonn/Königswinter: Ich komme herein, werde mit einem „guten Morgen“ begrüßt, zwei junge Damen kümmern sich um meine Bestellung, nur Kaffee und Toast, dann „nehmen Sie Platz, wir bringen Ihnen das, Sie brauchen nicht zu warten“.
      Alles mit einem freundlichen Lächeln. Man bringt mir die Bestellung und legt noch eine Zeitung dazu: „Falls Sie was lesen wollen.“

      Die Dame vom McCafé sieht, dass ich in den Kaffee puste, weil der zu heiß ist. Sie bringt mir eine Tasse aus Porzellan: Wenn Sie möchten können Sie umfüllen, in den Bechern bleibt der ja ewig heiß.

      So muß das.
      Diese Sonderleistungen waren ja toll, aber auf die kam es mir nicht an. Mir kam es darauf an, daß sie gelächelt haben.

      Antwort auf diesen Kommentar

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