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  • Die dritte Dimension mal subjektiv betrachtet – 3D-Fernseher von LG im Test

    Vor einigen Tagen habe ich bei der hiesigen CONRAD-Filiale etwas eingekauft und blieb vor einem der dort ausgestellten 3D-Fernseher stehen, auf dem ein Demo-Programm lief. Da gerade niemand in der Nähe war, vor dem ich mich hätte lächerlich machen können, habe ich die aberwitzig pinkfarbene 3D-Brille aufgesetzt und mal geschaut, wie 3D denn so ist.

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    Und ich muss sagen, daß ich höchst verblüfft war. Ich meine, ich kenne 3D aus dem iMax-Kino, aus den rot-grün-Sendungen des Fernsehens und aus der Stereoskopie-Fotografie. Daher wußte ich, daß das Erlebnis im iMax-Kino beeindruckend ist, wenngleich die Filme dort meist an Langeweile nicht zu überbieten sind. Ich wußte auch, daß es einen richtig tollen dreidimensionalen Eindruck bei der stereoskopischen Fotografie gibt und vor allem war mir bekannt, daß alles was ich bisher auf dem Fernseher an 3D erlebt habe, nur den Reiz des Unbekannten und Neuen hatte, aber nie richtig toll funktioniert hatte.

    So erwartete ich auch gar nicht viel und war eher darauf gefasst, einen irgendwie komischen 3D-Eindruck zu bekommen, der mich nicht überzeugen würde. „Die brauchen noch ein paar Jahre, irgendwann kommt das, aber dann wirds richtig teuer“, habe ich gedacht.

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    Doch mit der pinkfarbenen Brille auf der Nase stand ich da in der CONRAD-Filiale und sperrte nur noch vor Staunen den Mund auf. Der dreidimensionale Eindruck mit dieser Polfilterbrille war sensationell. Ich hatte das Gefühl, ich könnte meterweit in das Fernsehbild hineinsehen und daß Gegenstände tatsächlich weit vor der Mattscheibe schweben.

    Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.

    Durch diesen positiven Ersteindruck ermutigt, habe ich dann mehrere 3D-Fernseher bei CONRAD ausprobiert, was deshalb problemlos ging, weil der etwas muffelige Verkäufer ohnehin kein Interesse an mir als Kunde zu haben schien.
    Um es gleich zu sagen: 3D-Fernsehen funktioniert auf allen von mir getesteten Geräten, vorausgesetzt man kann etwa 2 Meter Abstand einhalten und man verfügt über gute Augen bzw. gut korrigierte Augen. Wer ein Brille trägt oder Kontaktlinsen, der kann 3D erleben, wer jedoch auf einem Auge nichts oder nur sehr, sehr wenig sieht, der wird keinen 3D-Eindruck haben.

    Alle angeschauten Geräte erfüllten ihren Zweck, wobei die Geräte mit den so genannten Shutter-Brillen ein etwas klareres und schärferes Bild zeigen.
    Diese Brillen funktionieren nach dem Prinzip, daß eine in ihnen eingebaute Elektronik blitzschnell mal das eine, mal das andere Auge verdunkelt und man so die beiden Bilder für das rechte und das linke Auge getrennt voneinander „eingespielt“ bekommt. Der 3D-Eindruck entsteht im Kopf. Dieses System kann mit voller HD-Leistung abbilden und deshalb kommen einem die Bilder auch klarer und schärfer vor.


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    Jedoch: Das ständige Auf- und Abdunkeln der Brille soll angeblich nicht wahrgenommen werden, mir wurde das aber schon nach 10 Minuten zu viel. Ein gewisses Schwindelgefühl und leichter Kopfschmerz stellten sich ein. Außerdem sind die Brillen klobig und schwer, sie drücken auf Ohren und Nasen, was der eingebauten Elektronik mitsamt Akku zu schulden ist.

    Besser gefällt mir persönlich das Polarisationsprinzip, bei dem die beiden unterschiedlich polarisierten Bilder gleichzeitig auf dem Schirm dargestellt werden und man sich nur eine ganz leichte „Sonnenbrille“ mit unterschiedlich polarisierten Gläsern aufsetzen muss. Diese Brillen sind leicht und ich kann damit stundenlang zusehen, ohne irgendwelche Probleme zu bekommen.
    Aufgrund der Tatsache, daß immer zwei Bilder gleichzeitig gezeigt werden, steht aber nur die halbe HD-Auflösung zur Verfügung. Das wird von der Shutter-Konkurrenz als großer Nachteil verteufelt, zeigt sich aber beim Endanwender nicht. Denn meistens steigen die Leute jetzt erst auf einen der für 3D notwendigen Blueray-Player um und werden sowieso mit einer wesentlich besseren Auflösung als vorher belohnt, die selbst dann, wenn sie halbiert wird, immer noch knackig scharf und glasklar ist.

    Das 3D-Erlebnis macht diesen kleinen Nachteil sowieso wett und man sitzt staunend vor dem Apparat.

    Als Testgerät habe ich dann ein Gerät von LG nach Hause kommen lassen und zwar den LG 47LW5590 LED 3D.
    Das Gerät hat 47″ Bildschirmdiagonale und die moderne LED-Technik.
    Mitgeliefert werden sieben 3D-Brillen. Auch das wäre für mich ein Grund, einen Polarisationsfernseher zu kaufen, denn diese Brillen sind günstig und kompatibel. Das heißt: Wenn man eine 3D-Party veranstaltet, können Freunde ihre Brille einfach mitbringen; bei den Shutterbrillen funktioniert das leider nicht oder nur in den seltensten Fällen, da diese Brillen systemgebunden nur mit dem Fernseher funktionieren, mit dem sie verkauft wurden.

    Auch ist der Preis eine bedeutende Geschichte, denn manchmal sind die Shutter-Fernseher recht günstig, kommen jedoch nur mit einer einzigen Brille daher und man muss für viel Geld (manchmal bis knapp 200 Euro) eine elektronische Brille nachkaufen. Aber selbst wenn man eine multikompatible günstigere Shutterbrille eines Drittanbieters nimmt, kommt da ein schönes Sümmchen zusammen, bis man die ganze Familie ausgerüstet hat.

    Hier zu Hause verlief der Test sehr positiv. Der bei CONRAD gewonnene Eindruck verstärkte sich sogar noch etwas, weil es in unserem Wohnzimmer nicht so hell ist, wie im Laden. Der 3D-Effekt ist berauschend und fasziniert sogar meine sonst sehr skeptische allerliebste Ehefrau.
    Nervig bei dem LG-Fernseher ist die vor jeder 3D-Sendung eingeblendete Gesundheitswarnung für Ältere und Empfindliche. Warum nervt man immer die große Allgemeinheit mit einem solchen Nischenblödsinn?

    Angeschlossen habe ich den LG-Fernseher an einen Sony-BlueRay-Player und einen Digicorder von TechniSat.
    Auf dem Technisat-Geräte ließen sich sogar die 3D-Versuchssendungen von ASTRA aufzeichnen und in 3D wiedergeben, toll!
    Der Sony-BlueRay-Player beinhaltet eine komplette Mediathek. Ist er an Internet angeschlossen lassen sich SPielfilme verschiedener Anbieter auf den Fernseher streamen.
    Bei Sony kostet das so im Schnitt gut 3 Euro pro Film, wobei HD-Filme etwas teurer sind; und bei LoveFilm bekommt man eine Spielfilm-Flatrate für 7,99 Euro im Monat.
    Dafür kann man sich dann jeden Monat 2 DVDs oder Blueyrays schicken lassen und aus 500 online angebotenen „on demand“-Filmen wählen. Das ist günstig, da für die DVD-Ausleihe auch das Porto bereits enthalten ist.

     


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