Start ServiceWüste Conrad ärgert mich weiter
  • Conrad ärgert mich weiter

    Ich habe ja beim Elektronik-Riesen Conrad derzeit eine Bestellung über einen Multikopter laufen.
    Darüber berichtete ich hier und hier.

    Anfangs hatte Conrad ja in seinem Webshop so getan, als könne man die bestellte Ware schneller liefern als andere. Als Liefertermin war der 11.11.2016 versprochen worden.
    Gut, wenn es da zügiger geht, dachte ich, dann bestelle ich eben da. Meine Überlegung war, daß ein Großkunde wie Conrad eventuell ein bevorzugtes Lieferkontingent bekommt.
    Aber dem war nicht so. Jedenfalls stellte sich nach der Bestellung heraus, daß die Belieferung erst in 14 Tagen (oder so) erfolgen könne, ja und dann wurde der 16.12.2016 als Liefertermin eingetragen. Wohlgemerkt ohne daß Conrad es für nötig befunden hätte, mich darüber zu informieren.

    Warum auch? Das mag sich so mancher fragen. Nun, Conrad hat schon seit einem Monat das Geld für den Multikopter. Ich bin seit 30 Jahren (mindestens) treuer Conrad-Kunde. Ich bezahle dort aber immer in bar oder an der Kasse per EC-Lastschrift. Angebote, meine Kundenkarte auch als Bezahlkarte zu nutzen, habe ich nie angenommen.
    Die Kundenkarte nutze ich, weil damit einige Vorteile verbunden sind. Zum Beispiel erhält man eine längere Garantie, wenn man sie beim Kauf vorzeigt.

    Und auch den Multikopter habe ich in bar bezahlt. Mein PayPal-Konto halte ich immer in einem sehr deutlich überschaubaren Guthabenrahmen. Darauf sollte man, meiner Meinung nach, nie größere Summen parken. Man hat schon zu viel von plötzlich eingefrorenen und dann nicht mehr verfügbaren Guthaben gehört.
    Deshalb stand dieser Zahlungsweg auch nicht zur Verfügung. Also überwies ich den Kaufbetrag direkt an Conrad.
    So.

    Kurze Frage an alle im Raum: Weshalb hat die Firma Conrad denn nun eine Schufa-Abfrage gemacht?


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    Ich meine: Ein Kunde, der seine Ware im guten Vertrauen auf den Händler im Voraus überweist; und der noch über einen Monat auf die bestellte Ware warten muß – weshalb muß man bei dem eine Schufa-Anfrage starten?

    Es ist nämlich so, daß ich mal wieder kurz vor knapp meine einmal im Jahr kostenlose Schufa-Auskunft eingeholt habe. Mir ist da nämlich schon des öfteren Lustiges passiert. Ich erinnere mich beispielsweise an die Probefahrt in einem Autohaus, das französische Autos anbietet. Wie gesagt, ich habe nur mal ein neues Modell zur Probe fahren wollen. Das durfte ich auch, eine halbe Stunde lang, schön in Begleitung eines schwulen Friseurs der sich als Verkäufer verkleidet hatte, eines Autoverkäufers. Am Ende des Jahres entdeckte ich dann, daß die Bank dieser Automarke eine Kreditanfrage bei der Schufa gemacht hatte. Weshalb? Ich habe von Anfang an keinerlei Kaufabsicht geäußert. Ganz im Gegenteil: Ich habe gesagt, daß ich Journalist bin, und dieses Auto nur einmal ausprobieren möchte, und daß ich mir gerade erst einen neuen Wagen einer anderen Marke gekauft habe. (Und in bar bezahlt hatte.)

    Immer wieder stoße ich auf seltsame Einträge in der Schufa-Auskunft und kann nur jedem raten, sich wenigstens alle paar Jahre, besser noch jährlich, eine kostenlose Selbstauskunft zu holen.

    Mich ärgert das, daß Conrad einen Barzahler, einen Vorauszahler, also jemanden, der Conrad sozusagen Geld im Voraus zur Verfügung stellt, man könnte auch sagen leiht, auch noch einer Kreditüberprüfung unterzieht.
    So ganz genau weiß man nicht, wie dieser Eintrag von eventuellen anderen Anfragern bewertet wird, jedenfalls steht er jetzt in meiner Schufa-Liste drin.
    Ich will von Conrad aber überhaupt keinen Kredit, ich will da auch nichts auf Pump oder Rechnung kaufen. Was soll das?

    Bild: Wikipedia: Von Schufa – SCHUFA-Infobroschuere-Score.pdf, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19967244


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    2 Kommentare

    1. Christian

      15. Dezember 2016 at 10:55

      Vielleicht war die Schufa-Abfrage ja von der Software des Onlineshops aus, um zu prüfen welche Zahlungsarten sie Dir anbieten können/wollen?

      Antwort

      • Peter Wilhelm

        15. Dezember 2016 at 11:44

        Das kann gut sein. So etwas geht ja heute in Sekundenschnelle. Aber m.W. dürfen Bonitätsabfragen nur mit Einverständnis bzw. Wissen des Kunden gemacht werden. Da ich nicht vor hatte, auf Rechnung oder Kredit zu kaufen, war das in meinem Fall überflüssig.

        Antwort

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