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Commerzbank macht Kinder zu Schuldnern

Commerzbank macht Kinder zu Schuldnern

Ist doch lustig. Da schenkt einem der nette Versicherungs-Onkel von nebenan, bei dem man noch den einen oder anderen Altvertrag laufen hat, einen niedlichen Fußball.
Nebenbei erwähnt er, man müsse dafür aber was unterschreiben, so wegen einer Kooperation mit der Commerzbank. Ja, man bekäme für jedes seiner Kinder ein kostenloses Konto, das wäre ja auch gut, wenn die in ein paar Jahren in die Ausbildung gingen oder wenn man mal für später was einzahlen wolle.
Nee, das koste nix und außerdem sei das nur so eine Werbung und den tollen Lederfußball gäbe es noch obendrauf…

Ich unterschreib bei dem ja sowieso nix, denn ich bekomme alle Versicherungen woanders billiger. Ganz erschreckend war das bei der Hausrat und den Autoversicherungen, da fand ich die Unterschiede so gewaltig, daß ich zu anderen Gesellschaften gewechselt bin.
Und sind wir doch mal ehrlich: Es hilft einem sowieso keiner, wenn’s mal mit einer Versicherung hart auf hart kommt. Im Zweifelsfall sind dem „netten Versicherungs-Onkel“ dann „die Hände gebunden“ oder „das kommt von ganz oben“, wenn die Gesellschaft dann doch mal nicht zahlen will.
Da ist es, nach meiner gesamten Lebenserfahrung, fast schon vollkommen egal, ob man bei Gesellschaft A oder B versichert ist. Zahlen tun die alle nicht gerne.

Commerzbank macht Kinder zu SchuldnernCommerzbank macht Kinder zu Schuldnern

Egal. Jedenfalls sind wir jetzt mit unseren Versicherungen woanders.

Doch die Sache mit den beiden angeblich kostenlosen Kinderkonten bei der Commerzbank wuchs sich dann aus. Inzwischen haben beide Kinder etwas über 30 Euro Schulden bei der Bank. Kontoführungsgebühren, eine Adressermittlung (!) usw.
Auf eine freundliche E-Mail reagierte die Commerzbank gar nicht und auch der freundliche Allianzonkel wollte sich auf einmal nicht mehr so richtig erinnern und helfen konnte der uns auch nicht.

Also haben wir die Konten nun schriftlich per Brief gekündigt.

Abgehakt unter „unseriöses Lockangebot“.

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!


peter wilhelm autorenlesung
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  1. Torsten
    Torsten 8 März, 2013, 00:46

    Obacht, ich weiss nicht, ob das noch so ist:
    Die Zustimmung der Erziehungsberechtigten reicht nicht aus, damit Kinder <18 durch Gebrauch Giro-Konto rechtlich wirksame Schulden bei der Bank produzieren können (zB und bes. durch Dispo). Ohne Zustimmung des Vormundschaftsgerichtes sind derartige Geschäfte schwebend unwirksam, es ist Risiko der Bank ob die Eltern freiwillig für Ausgleich sorgen.
    War vor Jahren bei einem Verwandten, <18, Giro (mir Erlaubnis und Wissen der Eltern eröffnet), Bank räumt Dispo ein, zum 18. ist eine höhere dreistellige Soll-Summe aufgelaufen. Die die Erlaubnis zum Benutzen des Dispos unwiderlegbar bestreitenden Eltern verwiesen auf das Vormundschaftsgericht, es gab ein paar mittelnette Briefe, dann hat die Bank den Soll-Betrag ausgebucht 🙂

    Antwort auf diesen Kommentar
  2. Peter Wilhelm
    Peter Wilhelm Autor 8 März, 2013, 08:38

    Zumal es ja nicht einmal so ist, daß eines meiner Kinder da in irgendeiner Weise etwas mit diesen Konten angestellt hat. Sie haben weder etwas eingezahlt, noch etwas abgehoben und schon gar nicht die Konten überzogen.
    Die Beträge hat die Bank selbst verursacht, durch Gebühren.

    Antwort auf diesen Kommentar
  3. Peter Wilhelm
    Peter Wilhelm Autor 8 März, 2013, 08:39

    Ach so: Und der Witz ist, daß die Bank immer die Kinder selbst angeschrieben hat und nicht etwa uns als Erziehungsberechtigte.

    Antwort auf diesen Kommentar
    • Wolfram
      Wolfram 8 März, 2013, 10:38

      Ich hab bei denen (in Westfalen) noch ein Sparkonto, da ist nie mehr draufgewesen als die fünf Mark, die sie in Form eines Gutscheins zu meiner Geburt geschenkt haben. Dürften mittlerweile aber sowas bei 5 bis 6 Euro sein, schätze ich. Immerhin werd ich ja 40. Und Sparen zahlt sich ja aus.
      So alle paar Jahre schreiben die mir mal. Aber immer noch an „zu Händen *mein Vater*“.

      Antwort auf diesen Kommentar
  4. Chris
    Chris 9 März, 2013, 18:08

    …ist doch seit Jahrzehnten bekannt!

    Antwort auf diesen Kommentar

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