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  • Fake Profile bei Xing nerven Personalchefs

    Xing ist eine Karriereplattform. Auf dieser können Beschäftigte, Freiberufler, Jobsuchende und Unternehmen, sowie Headhunter sich als Teilnehmer eintragen.
    Ziel ist es, sich mit Arbeitskollegen und Gleichgesinnten auszutauschen und neue Kontakte zur Beschleunigung der eigenen Karriere oder Auftragslage zu finden.

    Das ist Xing

    Der Name Xing kommt von der amerikanischen Kurzversion des Wortes „kreuzen“ also x-ing -> Xing.

    Pedestrians crossing (Fußgänger kreuzen) wird abgekürzt zu PED XING

    Man kreuzt also seine Kontakte und kann so, mit etwas Geschick und Glück fruchtbare Kontakte knüpfen.

    Probleme bei Xing

    Nur ist es leider so, wie mir ein Personalchef gestern erzählte, daß sich jedermann bei Xing anmelden kann. Das ist zunächst nichts Ungewöhnliches. Aber mit jedermann ist gemeint, daß sich Betrüger und Trickser auch mit Fakeprofilen bei Xing anmelden können. Aber darum allein geht es nicht, neben den Fakeusern kann sich auch sonst jedermann bei Xing mit fremden Federn schmücken.

    Jeder kann dort als Arbeitgeber angeben, wen er mag. Es ist kein Problem, sich jederzeit als Siemens-Mitarbeiter auszugeben oder als Arbeitgeber Google, Apple oder Amazon einzutragen.
    Wer will das kontrollieren?

    Bei Großkonzernen handelt es sich tatsächlich um „Schmücken mit fremden Federn“ und fällt kaum ins Gewicht.

    Bei kleineren Unternehmen, wie der im Bild genannten MTFV GmbH* sieht das aber anders aus.


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    Kleinere Unternehmen geschädigt

    Hier hat sich Herr Miski durch Fleiß und unternehmerisches Geschick ein Unternehmen aufgebaut, das vom Einmannbetrieb zu einer durchaus bedeutenden Größe gewachsen ist. Das Dutzend Mitarbeiter arbeitet verläßlich Hand in Hand. Alle sind den Kunden aus der Industrie bestens bekannt. Man weiß, wer für was zuständig ist.
    Alle Mitarbeiter pflegen ordentliche XING-Profile. Das ist mit eine Art Aushängeschild für das Unternehmen.

    Nun melden sich aber immer wieder Personen mit arabischen oder afrikanischen Namen bei Xing an und geben die MTFV GmbH als Arbeitgeber an.
    In kürzester Zeit erfahren alle anderen Mitarbeiter vom „neuen Kollegen“.
    Die Kunden sind mit Recht irritiert und es kommt immer wieder zu unnötigen Nachfragen.

    Die Gründe für Fakeprofile

    Die Gründe, aus denen sich teils erfundene, teils echte Menschen hier als Arbeitnehmer eines deutschen Unternehmens ausgeben, liegen etwas im Dunkeln.
    Es könnte tatsächlich sein, daß sich diese Personen nur mit fremden Federn schmücken und einen erfundenen Arbeitgeber, bzw. eine erfundene Arbeitsstelle nachweisen wollen.
    Ich kenne persönlich jemanden, der in einem Callcenter Menschen alles mögliche am Telefon aufschwatzt, dessen Profil bei Xing aber die Firma SAP AG in Walldorf als Arbeitgeber nennt. Keine Ahnung, ob die SAP sich beschwert hat oder sein tatsächlicher Arbeitgeber, auf jeden Fall steht dort jetzt „im Auftrag der SAP“ als zusätzliche Angabe. Auf jeden Fall will dieser XING-User vom schäbigen Job ablenken und sich lieber als Arbeitnehmer eines Weltkonzerns ausgeben.

    Es kann also um das persönliche Renommee gehen.
    Oder sind diese Fakeuser oder Angeber darauf erpicht, daß die betroffenen Unternehmen Kontakt zu Ihnen aufnehmen? Wollen Sie dann die übliche Masche durchziehen und Geld für eine Millionenerbschaft erbetteln?

    Vielleicht geht es aber auch darum, sich eine berufliche Legende zu schaffen, um dann anderenorts auf das schöne Xing-Profil als Reputation verweisen zu können.

    Das fordern die Personaler

    Personalchefs fordern daher, daß XING eine weitere Verknüpfung herstellt und eine dementsprechende Liste bereitstellt.
    In der Liste, die ausgewiesene Unternehmensinhaber und Personalverantwortliche einsehen und bearbeiten können, sind alle echten und angeblichen Mitarbeiter aufgeführt. Dort taucht also jeder auf, der beispielsweise angibt, bei der MTFV GmbH beschäftigt zu sein.
    Um in diesem Beispiel zu bleiben, könnte Herr Miski, der es ja am Besten wissen muß, allen Fake-Beschäftigten einfach den Arbeitnehmerstatus in seinem Unternehmen entziehen.

    So würde dem Wildwuchs Einhalt geboten und es wäre nicht mehr so leicht, daß irgendwelche Kleinkriminellen und Angeber sich als Angestellte eines sauberen Unternehmens ausgeben.

    Fazit

    So lange sich jeder XING-User jedes beliebige Unternehmen als Arbeitgeber heraussuchen kann, kann jeder sich dort seine Vita schönen und mit Arbeitsplätzen angeben, die er gar nicht hat.
    Es muss den Personalchefs und Inhaber einfach möglich sein, ihre echten Beschäftigten zu bestätigen (verifizierte Tätigkeit) und falschen Angestellten virtuell den Job entziehen zu können.

    * Name geändert


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    Das muss man ja wohl noch sagen dürfen

    Mit diesem Satz entschuldigen Blödmänner meist irgendwelche rassistischen, sexistischen od…