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Vigilanz

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Vigilanz oder Vigilität, abgeleitet vom lateinischen Begriff „vigilantia“, der Wachsamkeit oder Fürsorge bedeutet, bezeichnet einen Zustand anhaltender Aufmerksamkeit in Situationen mit monotoner Reizfrequenz.

Dieser Begriff wird oft gleichbedeutend mit Wachheit verwendet und ist ein Teilaspekt des Bewusstseins. Die Bedeutung von Vigilanz wird vor allem in der Neurologie und Psychologie erforscht, da sie tiefe Einblicke in die Funktionsweise des zentralen Nervensystems ermöglicht.

Vigilanz kann als die durchschnittliche Erregungshöhe des zentralen Nervensystems betrachtet werden, wobei verschiedene Vigilanzstadien erlebbare Wachzustände darstellen. Diese Stadien reichen von höchster Erregung, beispielsweise bei Schreck, bis zum traumlosen Tiefschlaf. Zwischen diesen Extremen existieren verschiedene Zwischenstadien wie kritische Aufmerksamkeitszuwendung, Relaxation, Dösen und Leichtschlaf. In der Neurologie werden Begriffe wie Somnolenz, Sopor und Koma verwendet, um verschiedene Vigilanzminderungen zu beschreiben.

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Die Erfassung der Vigilanz erfolgt oft durch den sogenannten Vigilanztest, der die Daueraufmerksamkeitsleistung misst. Dieser Test beurteilt die Fähigkeit einer Person, auch in monotonen Situationen auf seltene Reize angemessen zu reagieren. Narkolepsie-Patienten können hierbei aufgrund ihrer Tagesmüdigkeit Probleme zeigen. Vigilanztätigkeiten, die konstante Aufmerksamkeit erfordern, können belastend sein, insbesondere wenn es an inneren Denkprozessen und äußeren Reizen mangelt.

Daueraufmerksamkeit, ein operativer Aspekt von Vigilanz, bezieht sich auf die Fähigkeit des Organismus, auf zufällige oder schwellennahe Ereignisse angemessen zu reagieren. Die Bewältigung dieser Anforderung setzt einen spezifischen psychophysiologischen Zustand voraus. Die Neurobiologie spielt hier eine Rolle, insbesondere das aufsteigende retikuläre System im Hirnstamm, das die Aktivierung des Gehirns über Monoamine wie Noradrenalin, Dopamin und Serotonin steuert.

Ein interessanter Aspekt von Vigilanz ist ihre Rolle bei der Angstregulation. Hier werden zwei Strategien unterschieden: Vigilanz, die eine erhöhte Sensibilität gegenüber Unsicherheit beinhaltet, und kognitive Vermeidung, die sich durch eine erhöhte Sensibilität gegenüber der mit Angst verbundenen Erregung auszeichnet. Der individuelle Bewältigungsstil ergibt sich aus der Kombination beider Strategien.

Vigilanzstörungen bezeichnen eine graduelle Beeinträchtigung der Bewusstseinshelligkeit und werden als quantitative Bewusstseinsstörungen betrachtet. Die Forschung zu Vigilanz und ihrer neurobiologischen Grundlage trägt dazu bei, ein tieferes Verständnis der menschlichen Wachsamkeit und ihres Einflusses auf die kognitive Funktion zu entwickeln.


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Lesezeit ca.: 3 Minuten | Tippfehler melden | Peter Wilhelm: © 11. Juli 2024

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