Gesundheit / Haushalt

Du bist scheiße und mir geht es scheiße wegen Dir!

Insulin

Ich nehme jede Woche Trulicity. Ist doch ein cooler Name für ein Medikament. Trulicity kommt in einer Spritze daher, die Dr. McCoy aus Star Trek alle Ehre machen würde.

Die Spritze ist genial: In mehrerer Hinsicht

Du ziehst vorne eine Schutzplatte ab, setzt den Pen auf die Haut und betätigst den Auslöser wie bei einem Kugelschreiber. Vollautomatisch wird nun eine hauchfeine Injektionsnadel nach vorne katapultiert, dann setzt sich von allein der innere Kolben in Bewegung und injiziert Dir unmerkbar den Inhalt der Spritze. Die Spritze wartet 2 bis 3 Sekunden und dann zieht sich die Kanüle wieder zurück. Alles ganz vollautomatisch, ohne Batterie, nur mit Federkraft. Wahre Ingenieurskunst! Aber ich injiziere mir nicht jede Woche das darin enthaltene Präparat, weil die Spritze so enterprisemäßig ist, sondern weil ich den Wirkstoff dringend benötige.

Es geht aber rein um’s Überleben!

In der Spritze befindet sich Dulaglutid. Dulaglutid und das eng verwandte Semaglutid sind sogenannte GLP-1-Rezeptor-Agonisten. Sie ahmen das Hormon Glucagon-like Peptide-1 (GLP-1) nach, das die Insulinsekretion nach einer Mahlzeit stimuliert und die Glukagonfreisetzung hemmt.
Das geschieht direkt in der Bauchspeicheldrüse. Seit ich dieses Medikament einmal wöchentlich nehme, muss ich wesentlich weniger Insulin spritzen und meine Zuckerwerte sind über längere Zeiträume stabil.

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Du musst Dir vorstellen, dass man als Diabetiker mehrmals täglich den Blutzuckerspiegel überprüfen muss, um dann abhängig vom Messergebnis Insulin zu spritzen. Für viele ist das Messen mit einem Stich in den Finger und der Entnahme von etwas Blut verbunden. Je nach Schwere der Erkrankung und der Stabilität der Werte kann das bis zu 10- oder 12-mal am Tag notwendig sein. Da ich auf intakte Fingerspitzen angewiesen bin, schließlich verdiene ich mein Geld damit, trage ich einen Dauersensor am Oberarm, der immer mal wieder den aktuellen Wert ans Smartphone sendet und im Bedarfsfall Alarme auslöst.

Idiotinnen und Idioten machen Diabetikern das Leben schwer streitig

Nichtsdestotrotz muss ich mehrmals am Tag Insulin spritzen. Seit ich aber Dulaglutid nehme, ist es für mich viel absehbarer, wie viel Insulin ich benötigen werde, die Werte sind stabiler und ich brauche auch nicht so viel Insulin. Trulicity hat also bei mir eine medizinische Wichtigkeit, die mein Leben verlängert, mithilft, mich gesund zu halten und die mir auch ein Stück Lebensqualität gibt. Im Einleitungssatz schrieb ich, dass ich diese Spritze jede Woche bekomme. Das ist leider nur die halbe Wahrheit. Ich muss nämlich derzeit im Konjunktiv schreiben: Ich würde sie jede Woche nehmen, wenn sie denn in den Apotheken verfügbar wäre1.

Denn es ist so, dass diese GLP-1_Rezeptor-Agonisten noch eine Wirkung haben, sie zügeln etwas den Appetit und sorgen so dafür, dass man Gewicht verlieren kann. Da Insulin quasi dazu führt, dass die Patienten immer mehr Gewicht zulegen und, wie manche Ärzte es sagen, „zu Tode gemästet werden“, ist diese Begleiterscheinung für die kranken Diabetiker eine höchst willkommene Wirkung.

Elon Musk ist nicht ganz unschuldig

Aber unverantwortliche Influencerinnen und Influencer, sowie auch Technikspinner Elon Musk propagieren Dulaglutid und Semaglutid als Geheimwaffe zum Abnehmen. Und immer mehr Ärzte verordnen ihren Patienten diese Medikamente „off label“ zur Gewichtsreduktion.
Viele Menschen, die gerne sportlich schlank sein möchten, spritzen sich dieses von Diabetikern dringend benötigte Medikament also als Lifestyle-Produkt.
Es sind also Prominente und Influencer, die für die fragwürdige Popularität des Mittels zur Gewichtsreduktion verantwortlich sind. Bekannte Persönlichkeiten wie Elon Musk2, Sharon Osbourne und Margaret Josephs haben öffentlich über ihre Verwendung von GLP-1-Rezeptor-Agonisten zur Gewichtsabnahme gesprochen3.

Die off-label Nutzung dieser Medikamente führt zu erheblichen Lieferengpässen, die Diabetes-Patienten gefährden, die auf diese lebensnotwendigen Medikamente angewiesen sind. Während Influencer diese Medikamente als Wundermittel zur Gewichtsreduktion propagieren, bleiben viele Diabetiker ohne ihre dringend benötigte Versorgung.

Ist Ozempic® ohne Rezept in Deutschland erhältlich?

Nein, Ozempic® ist verschreibungspflichtig und kann nur mit einem ärztlichen Rezept gekauft werden. Es ist illegal, das Medikament ohne Rezept zu erwerben, sowohl in Apotheken als auch online.

Ozempic® rezeptfrei kaufen – ist das strafbar?

Ja, der Kauf von Ozempic® ohne Rezept ist strafbar. Sowohl nationale als auch internationale Apotheken dürfen Ozempic® nur mit gültigem Rezept abgeben.

Warum ist Ozempic® verschreibungspflichtig?

Ozempic® hat potenzielle Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Eine ärztliche Beratung ist notwendig, um Risiken auszuschließen und sicherzustellen, dass das Medikament geeignet ist.

Ist Ozempic® rezeptfrei im Ausland erhältlich?

Nein, auch im Ausland ist Ozempic® nur mit ärztlichem Rezept erhältlich. Einige zertifizierte Online-Apotheken im europäischen Ausland dürfen es nach Deutschland liefern, wenn ein gültiges Rezept vorliegt.

Diese unverantwortliche Praxis zeigt, wie Prominente und unkritische Ärzte durch medizinische Verschreibungen ein ernstes Problem für die Gesundheitsversorgung darstellen können. Die zunehmende Nachfrage nach diesen Medikamenten durch Nicht-Diabetiker belastet das Gesundheitssystem und gefährdet die Gesundheit derjenigen, die sie wirklich benötigen.

Das wiederum bewirkt, dass ich, so wie derzeit Tausende von Diabetikern, ihr dringend benötigtes Ozempic oder Trulicity in der Apotheke nicht bekommen können. Ich stehe dort auf einer Warteliste und das seit Monaten und Wochen. Nur weil sich irgendwelche magersüchtigen Hühner oder übergewichtigen Manager dieses Mittel als Schlankheitsspritze setzen, kommt es zu ungeheuren Lieferengpässen.

Keine Lapalie, es geht um’s Überleben

Für mich bedeutet das, dass meine Zuckerwerte immer wieder entgleisen. Die „begradigende“ und ausgleichende Wirkung des Wirkstoffs fehlt eben und ich muss mit zusätzlichen Insulingaben gegensteuern.

Ich muss mir also wesentlich häufiger eine Injektion geben. Trotzdem schlägt mein Sensor immer wieder Alarm. Durch den Wegfall meiner wöchentlichen Trulicity-Spritze gerate ich nun viel häufiger in Phasen hoher Zuckerwerte. Das bedeutet für mich bei nicht konsequentem Gegensteuern, oft auch mitten in der Nacht, dass ich das Gefühl in den Extremitäten verliere, dass ich riskiere, Füße oder Beine amputiert zu bekommen, dass ich Gefahr laufe, mein Augenlicht zu verlieren und dass mir die Dialyse droht.
Und das alles nur, weil egoistische, rein auf ihre Körperlichkeit bedachte Idioten und Idiotinnen sich dieses Präparat besorgen, um damit etwas abzunehmen.

Übrigens: Dieser Wirkstoff ist in einigen Länder sogar zur Gewichtsreduktion zugelassen. Aber dann sind das andere Packungen, das Medikament ist anders dosiert und man muss es teuer bezahlen. Bis zu 200 Euro kostet dann eine Spritze und die Monatsration kann zwischen 400 und 1.200 Euro kosten.

Trulicity und Ozempic

Trulicity und Ozempic sind vergleichbar, da beide Medikamente zur Klasse der GLP-1-Analoga gehören und zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt werden. Hier sind einige wichtige Vergleichspunkte:

Wirkstoffe:

• Ozempic enthält den Wirkstoff Semaglutid.
• Trulicity enthält den Wirkstoff Dulaglutid.

Wirkmechanismus:

Beide Medikamente wirken als GLP-1-Rezeptor-Agonisten.
Verabreichung:
Ozempic ist ein Medikament, das den Wirkstoff Semaglutid enthält, und es wird zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt. Der Zusammenhang zwischen Oezempic und der Krustenechse (Gila-Krustenechse, *Heloderma suspectum*) liegt in der Herkunft des Wirkstoffs.

Semaglutid gehört zur Klasse der GLP-1-Analoga (Glucagon-like Peptide-1-Analoga). GLP-1 ist ein Hormon, das die Insulinausschüttung nach einer Mahlzeit stimuliert. Der Wirkstoff Semaglutid ist ein synthetisches Analogon von GLP-1 und wurde ursprünglich aus dem Speichel der Gila-Krustenechse entwickelt.

Die Gila-Krustenechse produziert ein Protein namens Exendin-4 in ihrem Speichel, das GLP-1 ähnelt. Dieses Protein war der Ausgangspunkt für die Entwicklung von GLP-1-Analoga wie Exenatide (Markenname Byetta) und später Semaglutid. Diese Analoga wirken blutzuckersenkend, indem sie die Insulinfreisetzung fördern, die Glukagonfreisetzung hemmen und das Sättigungsgefühl erhöhen.

Ozempic (Semaglutid) hat eine Verbindung zur Krustenechse, weil der Wirkstoff auf einem Protein basiert, das im Speichel dieser Echse gefunden wurde und zur Klasse der GLP-1-Analoga gehört, die zur Behandlung von Typ-2-Diabetes verwendet werden.

Ozempic und Co.: Nicht nur Appetitzügler!

Bei einer Begutachtung sagte die Beauftragte des Medizinischen Dienstes, die Verabreichung der Trulicity-Spritze sei ohne Belang, das sei ja nur der Appetitzügler für Dicke.

Das ist ein gutes Beispiel für Ahnungs- und Verantwortungslosigkeit und Unwissenheit.

Diese Gutachterin, die Ozempic als „kleinen Appetitzügler“ abtut, handelt nicht nur fahrlässig, sondern auch gefährlich. Bei mir handelt es sich um einen älteren Patienten mit Diabetes, der dieses Medikament nicht etwa aus kosmetischen Gründen einnimmt, sondern weil es für meine Gesundheit von entscheidender Bedeutung ist. Ozempic ist kein harmloser Appetitzügler, sondern ein wichtiges Medikament zur Regulierung des Blutzuckerspiegels und zur Vorbeugung schwerwiegender Komplikationen, die mit Diabetes einhergehen.

Diabetes ist eine ernsthafte Erkrankung, die unbehandelt zu schweren gesundheitlichen Problemen wie Herzinfarkten, Schlaganfällen, Nierenschäden und Blindheit führen kann. Ozempic hilft dabei, den Blutzucker auf einem stabilen Niveau zu halten und das Risiko dieser Komplikationen zu reduzieren. Eine verantwortungslose Gutachterin, die die Bedeutung dieses Medikaments herunterspielt, gefährdet letztendlich mein Leben.

Stellen Sie sich vor, Sie sind auf ein lebenswichtiges Medikament angewiesen und hören von einer angeblich qualifizierten Gutachterin, dass es nicht so schlimm sei, wenn es fehlt oder wie es verabreicht wird. Dies zeigt nicht nur eine tiefgehende Ignoranz, sondern auch eine gefährliche Gleichgültigkeit gegenüber der Gesundheit und dem Wohlergehen der Patienten. Ein solches Verhalten ist inakzeptabel und sollte keinesfalls toleriert werden.

Ich bin auf Trulicity (=Ozempic) angewiesen, um meinen Diabetes zu kontrollieren und ein möglichst normales Leben zu führen. Dieses Medikament ist ein unverzichtbarer Bestandteil meiner Gesundheitsroutine und nicht einfach ein Mittelchen zur Appetitzügelung. Jeder, der dies nicht versteht, hat in der Medizinbranche nichts verloren. Es ist dringend notwendig, dass solche Kräfte umfassend geschult und aufgeklärt werden, um solche unverantwortlichen Aussagen zu vermeiden und die bestmögliche Versorgung für ihre Patienten zu gewährleisten.

Rechtswidrige Verschreibung

Ärzte, die Ozempic auf Kassenrezept verschreiben, obwohl der Patient keinen Diabetes hat, begehen einen Missbrauch der Verordnungsrichtlinien. Sie täuschen dabei den Krankenkassen vor, dass eine medizinische Notwendigkeit besteht. Dies kann rechtliche Konsequenzen sowohl für den Arzt als auch für den Patienten haben.

Kosten für die Krankenkassen

Solche unrechtmäßigen Verschreibungen belasten die Krankenkassen finanziell. Ozempic ist ein teures Medikament, und die Kosten für die Behandlung von Diabetes werden in diesen Fällen unnötigerweise auf die Krankenkassen abgewälzt.

Gesundheitsrisiken

Die Verwendung von Ozempic zum Abnehmen ohne ärztliche Überwachung kann gesundheitliche Risiken bergen. Das Medikament kann Nebenwirkungen haben, die nur unter der Kontrolle eines Arztes richtig gemanagt werden können.

Ethische Bedenken

Es ist ethisch bedenklich, wenn Ärzte Medikamente verschreiben, die nicht für den angegebenen Zweck benötigt werden. Dies untergräbt das Vertrauen in das Gesundheitssystem und die Integrität des medizinischen Berufsstandes.

Maßnahmen und Konsequenzen

1. Strafrechtliche Verfolgung: Ärzte, die solche Verschreibungen tätigen, riskieren strafrechtliche Konsequenzen. Dies kann zu Geldstrafen, Lizenzentzug oder anderen rechtlichen Sanktionen führen.

2. Kontrollen durch Krankenkassen: Krankenkassen haben Mechanismen zur Überprüfung und Überwachung von Verschreibungen. Verdächtige Verschreibungen können überprüft werden, und Ärzte sowie Patienten müssen mit Konsequenzen rechnen, wenn Missbrauch festgestellt wird.

3. Aufklärung und Prävention: Eine verstärkte Aufklärung sowohl von Ärzten als auch von Patienten über die rechtlichen und gesundheitlichen Konsequenzen solcher Praktiken ist notwendig. Patienten sollten verstehen, dass die unsachgemäße Verwendung von Medikamenten Risiken birgt und ethisch falsch ist.

Fazit

Die Verschreibung von Ozempic ohne medizinische Notwendigkeit ist ein Missbrauch der Gesundheitssysteme und kann rechtliche sowie gesundheitliche Konsequenzen haben. Es ist wichtig, dass Ärzte ihrer beruflichen Ethik folgen und Patienten nur die Medikamente verschreiben, die wirklich notwendig und für die spezifische Erkrankung zugelassen sind. Patienten sollten sich ebenfalls bewusst sein, dass die unsachgemäße Verwendung von Medikamenten ernsthafte Risiken birgt und dass sie sich in diesem Fall ebenfalls strafbar machen könnten.

Missbrauch von Ozempic & Co. melden

An wen kann man Missbrauch melden?

Wenn Sie den Missbrauch von Ozempic oder ähnlichen Medikamenten melden möchten, gibt es mehrere Stellen, an die Sie sich wenden können:

  • Kassenärztliche Vereinigung (KV)

    Die Kassenärztlichen Vereinigungen in den Bundesländern sind zuständig für die Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung und überwachen die Einhaltung der gesetzlichen und vertraglichen Vorschriften durch die Vertragsärzte. Hier können Sie einen möglichen Missbrauch melden.

    Website: KBV
    Kontaktinformationen finden Sie auf der jeweiligen Website der regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen.

  • Krankenkassen

    Sie können sich direkt an die Krankenkasse des betroffenen Patienten wenden. Die Krankenkassen haben ein Interesse daran, Missbrauch und Betrug zu verhindern und zu verfolgen. Sie können dort entsprechende Hinweise geben.

    Kontaktinformationen finden Sie auf der Website Ihrer Krankenkasse. Oft gibt es dort spezielle Hinweise für die Meldung von Betrug.

  • Ärztekammer

    Die Ärztekammern sind für die berufsrechtliche Aufsicht der Ärzte zuständig. Sie können mögliche Verstöße gegen das ärztliche Berufsrecht prüfen und ahnden.

    Beispiel: Ärztekammer Nordrhein
    Website: Ärztekammer Nordrhein
    Die Kontaktinformationen der für Sie zuständigen Ärztekammer finden Sie auf deren Website.

  • Betrugs-Hotlines oder spezielle Abteilungen der Krankenkassen

    Einige Krankenkassen haben spezielle Hotlines oder Abteilungen, bei denen Betrugsverdacht gemeldet werden kann. Diese sind darauf spezialisiert, solchen Hinweisen nachzugehen.

  • Gesundheitsministerium oder entsprechende Behörden

    In schwerwiegenden Fällen können Sie sich auch an das Gesundheitsministerium oder an entsprechende Gesundheitsbehörden wenden.

    Durch die Meldung eines möglichen Missbrauchs tragen Sie dazu bei, die Integrität des Gesundheitssystems zu wahren und den Missbrauch von Medikamenten zu verhindern.

    Gefälschte Medikamente – Verknappung von Ozempic und vergleichbaren Medikamenten

    Die Verknappung der Medikamente hat sofort dazu geführt, dass gefälschte Medikamente in Umlauf sind. Dies hat schwerwiegende Auswirkungen, sowohl auf die Gesundheit der betroffenen Patienten als auch auf das Gesundheitssystem insgesamt.

    Gesundheitliche Gefahren

    Gefälschte Medikamente stellen erhebliche gesundheitliche Risiken dar. Diese gefälschten Produkte können:

    • Wirkungslose Substanzen enthalten, wodurch die Patienten keinerlei therapeutischen Nutzen haben und ihre ursprünglichen gesundheitlichen Probleme unbehandelt bleiben.
    • Schädliche Inhaltsstoffe beinhalten, die zu schweren Nebenwirkungen oder toxischen Reaktionen führen können. Diese können zu Organversagen, schweren allergischen Reaktionen oder sogar zum Tod führen.
    • Falsche Dosierungen aufweisen, was zu Überdosierung oder Unterdosierung führt. Eine Überdosierung kann akut toxisch sein, während eine Unterdosierung die Krankheit nicht richtig behandelt und möglicherweise Resistenzen hervorruft.

    Beispiele und Auswirkungen

    Ein bekanntes Beispiel für die Gefährlichkeit gefälschter Medikamente betrifft den Einsatz von minderwertigen oder falsch dosierten Substanzen, die den Wirkstoff entweder in unzureichender Menge oder gar nicht enthalten. In der Vergangenheit sind Patienten durch gefälschte Medikamente zu Schaden gekommen, wie es bei gefälschten Krebsmedikamenten oder Malariamitteln der Fall war. Diese gefälschten Produkte können sich nicht nur negativ auf die individuelle Gesundheit auswirken, sondern auch das Vertrauen in das Gesundheitssystem insgesamt untergraben.

    Ein weiteres Beispiel zeigt die Gefahr von gefälschten Medikamenten auf dem Schwarzmarkt. Berichte über Patienten, die an gefälschten Medikamenten gestorben sind, wie z.B. durch verunreinigte oder falsch gekennzeichnete Präparate, machen die Runde. Dies verdeutlicht die Dringlichkeit und die Notwendigkeit einer strengen Überwachung und Regulierung des Medikamentenmarktes.

    Maßnahmen und Vorsichtsmaßnahmen

    Um diesen Risiken entgegenzuwirken, sollten Patienten und Gesundheitsdienstleister:

    • Medikamente nur von vertrauenswürdigen Apotheken beziehen.
    • Misstrauisch gegenüber ungewöhnlich günstigen Angeboten sein, insbesondere online.
    • Bei Verdacht auf gefälschte Medikamente umgehend die Gesundheitsbehörden informieren.
    • Auf ordnungsgemäße Verpackung und Kennzeichnung achten.

    Die Verknappung von wichtigen Medikamenten wie Ozempic hat nicht nur zur Verfügbarkeit von gefälschten Produkten geführt, sondern auch zu einer erheblichen Gefahr für die öffentliche Gesundheit. Es ist entscheidend, dass Patienten und Gesundheitsdienstleister wachsam sind und nur legale und geprüfte Medikamente verwenden, um schwerwiegende gesundheitliche Folgen zu vermeiden.

    Mein Fazit

    Die missbräuchliche Verwendung von Ozempic und Trulicity durch Egoisten ist ein Skandal erster Klasse! Diese Medikamente, die eigentlich zur Behandlung von Typ-2-Diabetes entwickelt wurden, werden zunehmend von Influencern und skrupellosen Ärzten als Wundermittel zum Abnehmen vermarktet. Was als hochinnovative Lösung für Diabetiker begann, hat sich zu einem grotesken Trend entwickelt, der Diabetiker weltweit gefährdet. Menschen wie ich, die auf Trulicity angewiesen sind, um ihren Blutzucker stabil zu halten und weniger Insulin zu benötigen, stehen jetzt vor leeren Regalen in den Apotheken. Stattdessen spritzen sich eitle Manager und leichtsinnige Influencer das dringend benötigte Medikament, um ein paar Kilos zu verlieren. Das Ergebnis? Dramatische Lieferengpässe, die das Leben von Diabetikern bedrohen.

    Es ist unfassbar, dass die Gier und Oberflächlichkeit einiger weniger dazu führen, dass Tausende von Menschen, die auf diese Medikamente angewiesen sind, in Gefahr geraten. Meine Zuckerwerte entgleisen, weil ich mein Trulicity nicht bekomme. Jede Woche kämpfe ich darum, mein Leben und meine Gesundheit zu stabilisieren, während diejenigen, die keinerlei medizinische Notwendigkeit haben, diese lebenswichtigen Medikamente als Lifestyle-Produkte missbrauchen. Diese Entwicklung ist nicht nur unverantwortlich, sondern schlichtweg skandalös und zeigt eine erschreckende Gleichgültigkeit gegenüber den wirklichen Bedürfnissen und Nöten der Diabetiker.

    Quellen:

  • (https://www.diabetes.org.uk/)
  • (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/)
  • (https://www.sciencedirect.com/)
  • https://www.gelbe-liste.de/diabetologie/empfehlungen-eu-engpaesse-glp1ra
  • World Health Organization – Substandard and Falsified Medical Products
  • U.S. Food & Drug Administration – Counterfeit Medicine
  • European Medicines Agency – Counterfeit medicines
  • Bildquellen:
    • insulin: Peter Wilhelm ki


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    Sie dient aber nur zu Informationszwecken. Die Texte ersetzen keinesfalls Beratung oder Behandlung durch Diabetologen, Ernährungsexperten, Hörakustiker und Ärzte. Sie dürfen nicht dazu dienen, eigenständig Diagnosen zu stellen, Behandlungen zu beginnen oder abzusetzen. Anleitungen, Tipps & Tricks sowie Ratgeber dienen nur zur Veranschaulichung; holen Sie immer den Rat von Experten, beispielsweise Handwerksmeistern ein.

    Lesezeit ca.: 19 Minuten | Tippfehler melden | Peter Wilhelm: © 16. Juli 2024

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