Ich bin nun wahrlich alles andere als größenwahnsinnig und neige auch nicht zu Höhenflügen. Den Literaturnobelpreis werde ich für meine Erzählungen und Kurzgeschichten nie erhalten. Das ist einerseits etwas, was einem Humoristen, Satiriker und Erzähler sowieso verwehrt bleibt, man steht da eher auf Schwerverdauliches und außerdem bin ich weder politisch verfolgt, noch der einsame Mahner einer unterdrückten Minderheit. Der Hauptgrund für meine These ist aber, daß ich der Auffassung bin, ein ganz passabler Erzähler und Unterhalter zu sein, nicht weniger aber auch nicht mehr.
Umso schöner finde ich es, daß meine letzten beiden Bücher auf eine so anerkennende Resonanz gestoßen sind und sich bis in die Bestsellerlisten vorgearbeitet haben. In der Folge wurde ich, gerade jetzt wieder im Zusammenhang mit "Darf ich meine Oma selbst verbrennen?" über 50 mal fürs Radio und fast ein Dutzend mal fürs Fernsehen interviewt. Die Meldungen in Zeitungen und Magazinen zähle ich mal gar nicht mit. Sehr schön war auch der Besuch beim "mdr", zu dem ich zu einer Live-Sendung nach Leipzig fahren durfte. Ein kleines Honorar gibt es auch immer, auch wenn einen das nicht vom Hocker haut. Dafür bin ich dort aber sehr gut behandelt worden und durfte mir einen Nachmittag mal vorkommen wie ein richtiger Prominenter. Das fand ich auch mal sehr schön.
Auch hier will ich es nochmal bloggen, nachdem es gestern schon via Facebook verbreitet wurde: Meine Literaturagentur (die fabelhafteste Literaturagentur aller Zeiten) und mein Verlag haben mit meinem Einverständnis der Herausgabe meines Buches "Gestatten, Bestatter! Bei uns liegen Sie richtig" bei einem polnischen Verlag zugestimmt. Jetzt wird es auf Polnisch übersetzt und wird demnächst auch in Polen erscheinen.
Mein letztes Buch "Darf ich meine Oma selbst verbrennen?" hat es in die nächste Auflage geschafft. Jedes Mal wenn eines meiner Bücher nachgedruckt werden muß, sendet mir der Verlag zwei Belegexemplare. Sie sollen zur Kontrolle dienen, falls sich von Auflage zu Auflage was geändert hätte, das hat es aber nicht und so nehme ich diese Belegbücher immer einfach nur als kleinen Anlass zur Freude, dass eines meiner Bücher es wieder mal geschafft hat, ziemlich oft verkauft worden zu sein.
Die "Oma" ist ja nun erst einige Wochen im Handel erhältlich und hat es, ähnlich wie der vorherige Titel "Gestatten, Bestatter!" schon kurz nach dem Verkaufsstart in die zweite Auflage geschafft. Und das, obwohl man wegen des großen Interesses den Erscheinungstermin um 4 Wochen vorgezogen und eine größere Startauflage gedruckt hatte. Heute bekomme ich aber gleich vier Belegexemplare zugeschickt, weil die dritte Auflage schon gedruckt werden musste, schön.
Aber warum schicken die mir vier Bücher? Des Rätsels Lösung steht im begleitenden Schreiben. Weil die zweite Auflage zur Neige ging, musste die dritte Auflage gedruckt werden und die hat sich quasi aus der Druckmaschine heraus komplett abverkauft, sodaß die vierte Auflage direkt angehängt werden musste. Das freut einen doch und ist ein schönes Weihnachtsgeschenk.