Bei Pearl in Buggingen gibt es einen sehr nützlichen Artikel zu bestellen: Das 433-MHz-Funk-WLAN-Gateway NX-4637 der Eigenmarke Visortech. Es ist eine kostengünstige Schnittstelle zwischen zuverlässigen 433-MHz-Artikeln und der WLAN-Steuerung über die Elesion-App.
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- Viele Standards unter einem Hut?
- Kurz und kompakt: 433-MHz-Funk-WLAN-Gateway Visortech NX-4637 (Pearl/Elesion)
- Dovolo läuft nicht mehr, Rockethome bei mir ungenügend
- Wie geht es weiter mit Devolo-Komponenten?
- Schnittstelle zur Elesion App
- Im Set sehr günstig: Das 433-MHz-Gateway von Pearl
- Mit diesem Trick bekommst Du 52 verschiedene Töne
- Mit dem Gateway eine bestehende Türklingel einsetzen
- Transparenzerklärung
- Fazit
- Bildquellen:
Viele Standards unter einem Hut?
Wenn Du Smart-Home-Sensoren oder -Aktoren einsetzt, müssen diese ja untereinander oder zumindest mit der entsprechenden Zentrale kommunizieren können. Dafür haben sich mehrere Standards durchgesetzt bzw. etabliert.
Wir kennen das 433-MHz-System, ZigBee, Z-Wave, Matter, WLAN und viele andere.
Bisher setzte ich vorwiegend Z-Wave-Komponenten ein, die nach dem international gültigen Z-Wave-Standard arbeiteten und über die Devolo-Home-Control-Zentrale miteinander verbunden waren. Miteinander verbunden heißt hier: logisch miteinander verbunden, denn tatsächlich kommunizieren die Z-Wave-Komponenten auch untereinander und können z. T. selbst ihr Netzwerk erweitern.
Kurz und kompakt: 433-MHz-Funk-WLAN-Gateway Visortech NX-4637 (Pearl/Elesion)
Das 433-MHz-Gateway NX-4637 von Visortech (Pearl) verbindet klassische 433-MHz-Funk-Sensoren und -Auslöser mit einer WLAN-basierten Steuerung über die Elesion-App. Es fungiert damit als günstige Schnittstelle, um einfache 433-MHz-Komponenten wie Tür-/Fensterkontakte, Klingeltaster, Bewegungs- oder Glasbruchmelder in eine moderne App-Umgebung einzubinden.
Das Gerät ist optisch wie eine Glühbirne gestaltet, wird aber über einen Netzstecker direkt am 230-V-Netz betrieben und benötigt kein separates Netzteil. Häufig wird es als Set mit Tür-/Fensterkontakten angeboten, die sich entweder über die Elesion-App oder direkt am Gerät anlernen lassen.
Praktisches Detail: Da viele 433-MHz-Sensoren „dumme“ Auslöser ohne Gerätekennung sind, kann man bei der Anmeldung über die Zentrale festlegen, ob ein Gerät als Türkontakt oder Klingeltaster behandelt wird. Dadurch lassen sich – je nach Anlernmodus – unterschiedliche Reaktionen realisieren, etwa ein Sirenenton oder einer von zahlreichen auswählbaren Klingeltönen, um einzelne Türen bzw. Sensoren akustisch zu unterscheiden.
Geeignet ist das Gateway besonders als Ergänzung, wenn Smart-Home-Systeme (z. B. nach Serverabschaltungen) ersetzt werden müssen und nun auch 433-MHz-Komponenten genutzt werden sollen.
Dovolo läuft nicht mehr, Rockethome bei mir ungenügend
Leider hat Devolo mit seinem Smart-Home-System keinen wirtschaftlichen Dauererfolg gehabt und sich aus dem Markt zurückgezogen. Das bedeutet, dass nun tausende von Anwendern auf ehemals recht teurem Elektroschrott sitzen. Da Devolo seine Server abgeschaltet hat, ist dieses Smart-Home nur noch rudimentär nutzbar, eigentlich, wenn man ehrlich ist, gar nicht mehr nutzbar.
Ausweg: Man schafft sich eine neue Z-Wave-Zentraleinheit, etwa von Fibaro an. Das bedeutet aber: Alle Sensoren und Aktoren müssen an der alten Zentrale abgelernt und an der neuen wieder angelernt werden. Eine Heidenarbeit.
Eine andere Lösung bietet das Kölner Unternehmen Rockethome. Für einiges an Geld kann man mit seiner Home-Control-Zentrale zu deren Servern wechseln und sein Devolo-System so weiterbetreiben. Das funktioniert aber nur so leidlich. In einem umfangreichen Artikel1 habe ich bereits aufgelistet, welche zum Teil grundsätzlichen Probleme Rockethome mit sich bringt. Spaß macht das nicht.
Wie geht es weiter mit Devolo-Komponenten?
Deshalb überlegen europaweit nun die Smart-Home-Anwender, die bislang auf Devolo setzten, mit welcher Technik sie die bisherige Haussteuerung weiterbetreiben bzw. realisieren können.
Recht schnell wird klar, dass es wenig bis gar keinen Zweck hat, krampfhaft zu versuchen, die „alten“ Z-Wave-Komponenten auf Dauer weiterzubetreiben.
Ich habe mich lange umgesehen und alles Mögliche recherchiert und ausprobiert. Es gibt etliche sehr gute Hausautomatisierungen am Markt. Manche davon sind aber teuer, andere sehr kompliziert.
Schnittstelle zur Elesion App
Bei meinen Recherchen bin ich auf die App Elesion gestoßen, die von Pearl für ihre hauseigenen Steuerungen genutzt wird. Das Schöne an dieser vergleichsweise einfach zu bedienenden App ist, dass man Geräte der verschiedensten Hersteller einbinden und meist auch miteinander vernetzen kann.
Ein wichtiger Baustein ist das heute hier vorgestellte 433-MHz-Gateway. Es ist eine Schnittstelle zwischen den schon lange am Markt befindlichen 433-MHz-Komponenten (Türkontakte, Klingeln, Alarmanlagen usw.) und den moderneren WLAN-Geräten.
Das Gerät selbst kommt mit dem Aussehen einer Glühbirne daher. Von einer Glühbirne unterscheidet es sich, indem es hinten kein Gewinde für eine Schraubfassung hat, sondern einen Stecker für die Netzsteckdose.
Das Gerät wird also am 230-Volt-Netz betrieben und benötigt kein zusätzliches Netzteil.
Im Set sehr günstig: Das 433-MHz-Gateway von Pearl
Meist wird der Artikel NX-4637 als Set verkauft: Mit dabei sind dann einige Tür-Fenster-Kontakte (TFK).
Diese kann man sehr einfach manuell oder geführt über die Elesion-App an das glühbirnenartige Hauptgerät anlernen.
Montiert man dann die TFK an seinen Eingangstüren, ertönt aus dem Hauptgerät ein heulender Sirenenalarm, wenn die TFK ausgelöst werden, also jemand das Gebäude betritt.
In der sehr guten, online verfügbaren, Bedienungsanleitung2 wird auch aufgelistet, welche Geräte man noch mit der Zentrale koppeln kann.
Im Grunde sollen das sehr viele 433-MHz-Komponenten sein, Hauptsache, sie lassen sich auslösen.
Der Hintergrund: Klingelknöpfe, Glasbruchsensoren, TFKs oder Bewegungsmelder sind per se „dumme Geräte“, die der Zentrale nicht melden, was sie für ein Gerät sind.
Deshalb unterscheidet sich die Anmeldeprozedur von Klingelknöpfen und TFKs ganz leicht. Mal muss man nur eine der drei Tasten des Hauptgeräts lange drücken, mal muss man zwei Tasten gleichzeitig halten usw.
Dadurch weiß das Hauptgerät, welche Art von Sensor man anlernen möchte. Wichtig ist nun, dass man an dem Sensor irgendeinen Schaltvorgang zur Bestätigung auslösen kann.
Und hier kommt der Clou: Pearl schreibt davon, dass man aus 52 Klingeltönen auswählen kann. So kann man beispielsweise realisieren, dass jeder Türkontakt einen anderen Klingelton erzeugt. Schon nach kurzer Zeit der Gewöhnung hört man dann sehr zuverlässig, welche Tür geöffnet wurde, bzw. welcher andere Sensor ausgelöst wurde.
Lernt man die TFKs über die Elesion-App an, so werden sie auch nur als TFKs erkannt und lösen, wenn ich das richtig sehe, auch immer nur einen Sirenenton aus. Das will man aber im oben beschriebenen Szenario der Eingangs- und Durchgangskontrolle nicht haben.
Mit diesem Trick bekommst Du 52 verschiedene Töne
Jetzt kommt der „Trick“: Da die Sensoren „dumm“ sind und die Zentrale nur durch die Wahl des Anmeldeverfahrens weiß, was Du da anlernen möchtest, kannst Du z.B. TFKs einfach als Klingelknopf anlernen. Dann hast Du auch die Möglichkeit, für jeden Sensor einen eigenen Ton zu vergeben.
Du kannst auch einen Haustürklingelknopf als TFK anlernen und so beim Auslösen den Sirenenton erzeugen. Damit wird so eine Klingel schnell zum Panikknopf.
Ich bin derzeit dabei, die teils schwer erreichbaren TFKs von Devolo abzubauen und nach und nach durch neue Komponenten zu ersetzen. Für die Eingangskontrolle nehme ich dieses Gateway und die in meinem Fall mitgelieferten fünf TFKs. Bewegungsmelder benötige ich nicht. Mit den TFKs sichere ich die Haustüre, die Hoftüre, das Garagentor und die Zwischentür von der Garage zum Haus ab.
Mit dem Gateway eine bestehende Türklingel einsetzen
Den fünften Sensor nehme ich für die bestehende Türklingel.
Das ist ein ganz normaler Ding-Dong-Gong, wie er in vielen Häusern vorkommt. Ich habe den Deckel des Gongs abgenommen und mit einem Stück 3M-Klebeband einfach einen TFK auf die Magnetspule des Gongs geklebt. Dem TFK ist es nämlich herzlich egal, ob da ein starrer Festmagnet oder der kleine Elektromagnet des Gongs seinen Dienst tut. Wenn jemand auf die Klingel drückt, zieht der Magnet im Gong an, um das Ding-Dong zu erzeugen, und gleichzeitig regt der Elektromagnet meinen TFK an. Den habe ich als Türklingel angelernt und ihm einen Türklingelton zugewiesen. Funktioniert einwandfrei.
Wenn Du Interesse an diesem Produkt hast oder Fragen dazu, melde Dich gerne bei mir.
Transparenzerklärung
Ich stehe in keinerlei Verbindung zum Unternehmen Pearl. Als Pressevertreter kann ich Geräte dort mit einem kleinen Abschlag zu Testzwecken etwas günstiger einkaufen.
Das ist aber auch alles. Ich bekomme keine Vergütung oder sonst etwas, wenn Du etwas kaufst.
Fazit

In den Foren im Netz wird viel gegrummelt und manche tun sich sehr großspurig hervor. Nicht jeder hat die Lust, die Geschicklichkeit oder auch das Geld, um sich eine komplette neue Smart-Home-Anlage mit Dutzenden neuer Komponenten zuzulegen. Gerade das vielempfohlene Homematic finde ich persönlich recht teuer. Für mein komplettes Haus käme ich auf wahrscheinlich weit über 1.000 Euro, wenn’s reicht.
Deshalb fahre ich derzeit zweigleisig. Noch habe ich Rockethome im Einsatz und nutze, so weit das überhaupt geht, die Devolo-Komponenten weiter, bis ich sie ersetzt habe.
Die zentrale Steuerung mache ich über die Elesion-App. Die entsprechenden Komponenten kaufe ich derzeit vorwiegend bei PEARL. Dort ist die Auswahl groß, manchmal sogar zu groß.
Mir ist wichtig, dass ich das meiste per Sprachbefehl steuern kann. Hier setze ich auf Google-Lautsprecher. Die sind ziemlich günstig und ich habe einige davon.
Alexa funktioniert immer nur so lala und Siri ist, so wie es derzeit ist, eher doof.
Um 433-MHz-Geräte nutzen zu können, ist der heute hier vorgestellte Artikel „433-MHz-Gateway NX-4637 (RC-200.mhz) von Visortech“ eine sehr gute und vor allem günstige Sache3
https://dreibeinblog.de/rockethome-probleme/
Bildquellen:
- nx4637_19_800x500: Pearl ©
- nx4637_8_800x500: Pearl ©

















