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Todesstrafe für Kindermörder? -2-

Da ist die zornige Seele des Volkes hochgekocht, als man erfuhr, wie beiläufig und zufällig Mirco aus Grefrath das Opfer von Olaf H. aus Schwalmtal geworden ist. Ziemlich schnell wurden die Rufe an den Stammtischen lauter, man solle dem die Rübe abhacken oder ihn zumindest doch ohne Betäubung kastrieren. Am Stammtisch lässt sich so etwas leicht äußern, würde man den gleichen Leuten draußen vor der Kneipe ein hochoffizielles, ja beinahe amtliches Mikrophon einer Radioanstalt unter die Nase halten, wäre ihre Forderung ganz sicher eine andere, eine politisch korrekte.

Ich hatte anläßlich meines ersten Artikels zu diesem Thema einfach mal eine Umfrage gestartet.

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Es wurden 55 Stimmen abgegeben und 32 der Teilnehmer stimmten für „Todesstrafe? Nein, niemals!“.
Danke!

Aber das sind jetzt 32 und denen stehen 23 Leute gegenüber, also eine im Vergleich nicht unerhebliche Zahl, die durchaus (mit der Einschränkung auf Kindermörder 14) die Todesstrafe für sinnvoll halten.
Das erschreckt mich.

Aber vielleicht ist es auch nur die Anonymität des Netzes, die manche dazu verleitet ein provokantes Kreuzchen mal woanders zu machen.

Kumi schrieb es in einem Kommentar:

Natürlich gehört der überführte Kindsmörder bestraft, aber mit aller Härte einer rechtilich zivilisierten Gesellschaft. Und in solch eine gehören weder die Todesstrafe noch geifernde Kommentare. Was der Mann getan hat, ist furchtbar und unentschuldbar, aber ein Mensch ist er dennoch.

Und ihm schließe ich mich vorbehaltslos an.

P.S.: Die Umfrage ist jetzt geschlossen, da der dazugehörige Artikel von der Stratseite gewandert ist.

Lesezeit ca.: 2 Minuten - Tippfehler melden - Peter Wilhelm 27. November 2012

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