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  • Tittenalarm

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    So oft gehen wir ja nicht mehr aus, seitdem überall Rauchverbot ist. Erwin, der Wirt um die Ecke, sperrt zum Jahresende zu, die drei Nichtraucher pro Woche reichen ihm nicht, schade. Früher standen zwölf bis fünfzehn Leute in Zweierreihen an der Theke, die Zeiten sind seit einigen Wochen vorbei.

    In irgendwelche Bierkneipen oder mein Lieblingskaffeehaus gehe ich nur noch, wenn der Biergarten geöffnet ist, nur so zum Hinsetzen und Nichtrauchen ist mir das zu blöd.

    Anders bei Speiselokalen, da kann ich das gut verstehen, daß manche keinen Tabakdunst über ihrem Essen haben wollen. Deshalb gehen wir, wenn überhaupt, nur noch in Speiselokale, da bekomme ich als Entschädigung für Nichtrauchendürfen wenigstens was Totes auf den Teller.

    Vorgestern waren wir wieder bei Juri, ich esse gerade ein Rumpsteak, da zupft sich am Tisch gegenüber ein Vollweib die Bluse auf und hängt eine ihrer unglaublich dicken Brüste quasi direkt in den Teller voller Bratkartoffeln vor ihr. Porno beim Kroaten? Nein, die Tussi stillt einen Schlüpfling. Und alleine das Vorhandensein eines solchen entbindet ja von jeglicher Benehmenspflicht, da kann man dann auch seine sekundären Geschlechtsmerkmale entblößen oder -wie die es tat- den Kleinen dann noch über die eigene Schulter kotzen lassen, um ihn dann auf dem Stuhl neben sich zu wickeln. Die Babykacke wird dann mit der Plastikwindel zu einem formschönen Päckchen gefaltet und einfach in den Mülleimer neben der Eingangstür geworfen. Warum auch nicht, denn eigentlich ist der Mülleimer mal für die Entleerung der Aschenbecher aufgestellt worden, erkennbar am angeketteten Pinsel. Aber dafür braucht man ihn in unserer schönen neuen, nichtraucherdiktatorischen Welt ja nicht mehr. Dann kann man auch eingepackte Babykacke reinwerfen.

    Gedanken über das urplötzliche Aufreissen von Blusen und das publikumsheischende Entblössen fetter Titten macht sich auch Martin von IQ-Atrophie, der da u.a. schreibt:

    Das andere Geschlecht macht es uns also nicht gerade leicht [einen Blick auf seine sekundären Geschlechtsmerkmale, sprich: Brüste, zu erhaschen]. Anders ist das komischerweise, nachdem der Nachwuchs auf der Welt ist.

    Vor wildfremden Leute wird sich auf einmal die Bluse aufgerissen, und das Gesäuge entblößt. Mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte man gerade die Tüte Milch vom Einkaufskorb auf den Esstisch befördert.

    Von wegen Schamgefühl. Es kann gar nicht voll genug im Raum sein.

    Lesenswert, schaut mal vorbei.

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