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Test: Beretta Cx4 Storm CO2 Luftgewehr

Test: Beretta Cx4 Storm CO2 Luftgewehr

Alles über das Beretta Cx4 Storm XT CO2 Luftgewehr

Das sportliche Schießen mit Luftgewehren und Softairwaffen ist ein Hobby, das Spaß bringt, die Konzentration fördert und sehr schön im kleinen Wettbewerb auch zu Hause durchgeführt werden kann.
Bei der Auswahl der richtigen Waffe, hier eines Gewehres, hat man die Wahl zwischen Knicklaufgewehren, Seiten- oder Unterhebelspannern, Preßluft- oder CO2-Gewehren.
Während die Preßluftgewehre den (semi)professionellen Bereich dominieren, scheiden sie für daheim meist aufgrund der Kosten und des Aufwands aus. Ihr Vorteil gegenüber den manuell betätigten Knicklaufgewehren und Handspannern liegt darin, daß zumeist mehrere Schüsse auch in schneller Folge abgegeben werden können.

Ein sehr guter und durchaus preiswerter Kompromiß sind CO2-Waffen. Hier treiben CO2-Kapseln mit 12 oder 88 Gramm CO2-Gas die Projektile durch den Lauf. Kommen die Projektile dann noch aus einem Magazin, können viele Schüsse nacheinander abgegeben werden, ohne daß man zwischen jedem einzelnen Schuss an der Waffe hantieren muß.

Ein sehr interessantes Gewehr aus der Liga der hochpreisigen Hobby-CO2-Luftdruckgewehre ist das Beretta Cx4 Storm XT CO2 Luftgewehr.
Gekauft haben wir das Gewehr im Mega Waffen Softair Shop in Butzbach/Hessen.

beretta

Wir erwarben das Beretta Cx4 Storm im sogenannten Commando Kit von Umarex im Kaliber 4,5 für Diabolos. Der Kaufpreis hierfür liegt bei 325,- €.
Von der normalen Beretta Cx4 Storm-Waffe unterscheidet sich diese Gewehr durch eine veränderte Laufmündung und das mitgelieferte Zubehör.

Test: Beretta Cx4 Storm CO2 LuftgewehrTest: Beretta Cx4 Storm CO2 Luftgewehr

Im Lieferumfang enthalten ist folgendes:

  • 1 CO2 Luftgewehr Beretta Cx4 Storm (Kommando Kit – schwarz)
  • 1 Magazin
  • Magazinstäbchen
  • 1 Beretta Zielfernrohr 4×32
  • 1 CO2 Kapsel á 88g
  • 1 Bedienungsanleitung Gewehr
  • 1 Bedienungsanleitung Fernrohr
  • 1 Hartschalen Waffenkoffer
  • Inbusschlüssel

beretta

Die BERETTA Cx4 Storm XT gilt als Weltneuheit im Premium-Segment der CO2-Waffen, schreibt der Verkäufer auf seiner Webseite und führt weiter aus: „Besonders die hohe Magazinkapazität von 30 Schuss des speziell neu entwickeltem Magazins sucht seinesgleichen. Durch die Verwendung von 88g CO2-Kapseln wird die hohe Geschossenergie von 7,5 Joule erreicht und das integrierte Blow Back System gewährleistet ein sehr realistisches Schießerlebnis. Mit einer 88g CO2-Kapsel sind 200 bis 300 Schuss möglich.“
Als sinnvolles Zubehör empfiehlt der Händler erstaunlicherweise für diese Waffe sowohl mündlich beim Verkaufsgespräch, als auch immer noch auf der Homepage den Walther-Adapter, mit dem man statt der 88-Gramm-Kapsel zwei 12 Gramm-Kapseln verwenden kann.

beretta luftgewehr

Unsere Tests und die Erfahrungen vieler anderer Schützen haben aber ergeben, daß dieser Adapter bauartbedingt um 1,5 Millimeter zu lang ist für diese Waffe. Er läßt sich montieren, jedoch rastet dann die Schaftkappe hinten am Gewehr nicht mehr korrekt ein.
Das ist hinlänglich bekannt und so schreibt auch der Mega-Waffen-Softwair-Shop bei den anderen Beschreibungen dieses Gewehrs unter anderen Artikelnummern, daß dieses Zubehör nur bedingt zu empfehlen sei.
Es ist schlicht und ergreifend unverständlich, wieso einem dieses Teil verkauft wird, wenn es nicht paßt.
Natürlich kann man durch Ausbohren der Schaftkappe irgendwie etwas Platz schaffen und dann den Adapter doch montieren, aber so eine Arbeit kann nicht jeder durchführen und wie es dann mit der Garantie steht, ist auch fraglich.
Auf jeden Fall gehört der Kunde über den Umstand, daß die Adapterkapsel nicht hundertprozentig paßt, deutlich aufgeklärt.

Zweckmäßig ist der Adapter aber dennoch. Die Kappe des Gewehrs bleibt an Ort und Stelle, nur eben nicht sicher eingerastet. Der Vorteil des Adapters liegt darin, daß man durch den Einsatz der kleineren 12 Gramm-Kapseln Geld spart und flexibler ist.
Man sollte auf Dauer keine CO2-Kapseln in den Waffen lassen, daß das CO2 die Dichtungen mürbe machen kann. Die längste Verweildauer einer teilgefüllten Kapsel in einer Waffe sollte nicht mehr als 10-14 Tage betragen.
Schießt man eher wenig, dann ist die mitgelieferte 88 Gramm-Kapsel zu viel. Mehr Flexibilität bietet hier der Walther-Adapter. In ihn kommen zwei 12 Gramm Kapseln und man kann ihn auch mit einer vollen und einer bereits leeren Kapsel befüllen, um etwa ein Magazin leer zu schießen.

Und so ist auch die Schußleistung der Kapseln. Eine Kapsel mit 12 Gramm reicht für etwas mehr als ein Magazin mit dreißig Schuß.
Wir haben das mehrfach durchprobiert, mit einer Kapsel schießt man 36 Schuß, mit zwei Kapseln 75 Schuß und mit der 88 Gramm-Kapsel 264 Schuß.
Dabei ist die Aussage des Mega Waffen Softair Shops völlig zutreffend:

200 Schuss pro 88g CO2-Kapsel erzielt man bei sehr schneller Schussfolge d.h., wenn man den Abzug so schnell wie möglich betätigt. Bis zu 300 Schuss werden erreicht wenn man pro Schussauslösung mindestens eine Sekunde oder länger wartet. Diese Unterschiede hängen zusammen mit den physikalischen Eigenschaften des CO2-Gases.

Das Magazin der Waffe ist sehr interessant aufgebaut. Es handelt sich um ein Stangenmagazin, auf dessen Kern sich ein Gummilaufband mit 30 Projektilplätzen befindet:

Magazin Beretta Luftgewehr

Das Einführen der Diabolos kann zur Geduldssache werden.

Die Diabolos müssen einzeln von Hand in die Öffnungen des Magazinbandes gesteckt werden und dann mit einem mitgelieferten Stäbchen nachgedrückt werden. Das kann zu einer Fummelarbeit ausarten und es empfiehlt sich auf jeden Fall, gleich noch ein bis zwei Ersatzmagazine zu rd. 27 € dazu zu kaufen. Denn 30 Schuß sind mit der Beretta schnell verballert.
Übrigens ist es sinnvoll, zuerst alle Diabolos einzuführen und dann alle nacheinander mit dem Stäbchen einzudrücken.

Mit der Waffe kann man nur Einzelschüsse abgeben, ein vollautomatischer Modus ist auch beim Original, das für den Einsatz bei der amerikanischen Polizei entwickelt wurde, nicht vorgesehen.

Fangen wir mit den Punkten auf, die uns negativ aufgefallen sind.

  • An der Waffe ist sehr viel Kunststoff verbaut. Die gesamte Schäftung besteht aus Polymer-Kunststoff. Hinter dem Ausdruck verbirgt sich ganz normaler ABS-Kunststoff, aus dem heutzutage beinahe alles gefertigt wird.
    Das ist auch bei der Originalwaffe von Beretta nicht anders. Allerdings haben wir beim Umarex-Nachbau doch recht deutlich sichtbare Spalte und Gußgrate.
    Wer das schön haben will, wird schmirgeln und lackieren müssen. Allerdings sind diese Grate und Spalte im kunststofftechnischen Toleranzbereich, d.h. man kennt das auch von anderen Gehäusen und Plastikteilen. Bei einer Waffe möchte man das aber eher nicht.
  • Die recht schöne Bauart mit dem Mündungsfeuerdämpfer erlaubt leider nicht den Anbau eines Schalldämpfers. Für das Schießen in geschlossenen Räumen wäre dieser aber sinnvoll.
    Jedoch haben wir festgestellt, daß das Schußgeräusch noch als halbwegs moderat zu bezeichnen ist, zwingend notwendig ist der Schalldämpfer daher nicht.
  • Das Zweibein ist sehr ordentlich verarbeitet und gut an der Waffe montiert. Über den Sinn und Nutzen läßt sich jedoch streiten. Beim freihändigen Schießen ist es deutlich im Weg.
  • Der Koffer … Tja, man freut sich, daß so ein halbwegs stabiler Koffer überhaupt im Lieferumfang enthalten ist, ansonsten müßte man ihn für ca. 30-40 Euro nachkaufen. Allerdings paßt die Waffe mit montiertem Zielfernrohr gar nicht in den Koffer. Und ein Zielfernrohr wird man nicht ständig abnehmen und wieder neu montieren (und ggfs. neu justieren) wollen.
  • Die Sache mit dem CO2-Adapter hatten wir schon angesprochen.
  • Der Druckpunkt des Abzugs ist knochentrocken und zu schwer. Man glaubt fast, die Sicherung sei drin, dann muß man sehr kräftig durchdrücken, was auf die Schußgenauigkeit auswirkt.
  • Das Beladen des Magazins ist eine Fummelarbeit
  • Schalldämpfer kann nicht montiert werden
  • bauartbedingt passen nur das mitgelieferte Zielfernrohr, sowie das Walther Power Sight, andere sind nicht ohne weiteres montierbar

beretta-,anual

Die positiven Aspekte:

  • Die Waffe ist außerordentlich schick und entspricht in Aussehen und Gewicht fast dem Original.
  • Die Beretta ist sehr gut verarbeitet, man merkt beim Hantieren, daß man keinen Schrott, sondern eine gute Waffe in den Händen hält. Sie strahlt Wertigkeit aus.
  • Auch wenn es fummelig ist, mit dem 30-Schuß-Magazin kann man ordentlich schießen, ohne ständig nachladen zu müssen. Die Idee mit dem kleinen Projektil-Förderband ist klasse, wie das auf Dauer mit der Haltbarkeit aussieht, wird sich zeigen.
  • Sehr gutes Beretta-Zielfernrohr von Umarex. Klares Absehen, fein einstellbar, kein erstklassiges Jagdfernrohr, aber ein schönes und brauchbares Zielfernrohr für den Garten oder den heimischen Schießstand.
  • Recht gleichbleibende Schußleistung von gemessenen 5.2 Joule, am Anfang bei neuen Kartuschen kurz über 6,5 Joule, dann zum Ende hin immer noch glatte 5 Joule. Die versprochenen 7,5 Joule erreicht man nur mit voller 88 Gramm-Kartusche.
  • Sehr ordentliches Schußergebnis sowohl über Kimme und Korn, als auch vor allem mit dem mitgelieferten Zielfernrohr. (mehr siehe unten)

Insgesamt überwiegen in unseren Augen die positiven Aspekte. Die oben als negativ angeführten Dinge sind durchaus verschmerzbar. Man muß sehen, ob man beim Abzug noch etwas nacharbeiten kann. Das Befüllen von Magazinen ist immer eine Fummelarbeit und in diesem Fall wird man mit 30 Schuß belohnt. Wer unbedingt einen Schalldämpfer benötigt, kann sich die „normale“ Ausführung mit vorne glattem Lauf kaufen. Und ein Zielfernrohr ist dabei, somit ist die nicht gegebene Anbaubarkeit anderer Fernrohre kein wirklich schlimmer Punkt.
Und bei den Gußgraten und Spalten kann man mit etwas Geschick ordentlich nacharbeiten, auch kein Problem.
Ärgerlich bleibt die Sache mit dem eigentlich ungeeigneten CO2-Adapter, aber auch hier kann man sich behelfen, indem man die rund 5 mm dicke Schaftkappe von innen 1,5 mm tief ausbohrt und somit Raum schafft.

Insgesamt macht das Beretta-Luftgewehr von Umarex einen sehr guten Eindruck. Es liegt phantastisch in der Hand, das Gewicht ist gut verteilt.
Die ab Werk total verstellte Kimme läßt sich supergenau einstellen und schon nach 10 Minuten Justierarbeit erzielt man ein sehr gutes Trefferbild.
Auch das mitgelieferte Zielfernrohr bedarf der Justage. Mit etwas Geduld bekommt man es aber ebenfalls supergenau hin. Die Zielgenauigkeit überraschte uns sehr positiv.

Es macht einen Heidenspaß, mit der Beretta Cx4 auf Zielscheiben zu schießen oder zu plinken. Die schnelle Schußfolge prädestiniert das Gewehr für den schnellen Schuß auf Dosen und andere Zielobjekte.

In Anbetracht der Tatsache, daß das Zweibein eigentlich für das Hobbyschießen nicht benötigt wird, und daß der Koffer bei montiertem Zielfernrohr zu klein ist, bleibt fraglich, ob es überhaupt sinnvoll ist, dieses Commando-Kit zu kaufen.
Wer dann auch noch lieber einen Schalldämpfer montieren möchte, wäre mit der „nackten“ Waffe in der „normalen“ Ausführung besser bedient. Die Ausführung gibt es schon für 254,- € hier oder im Set mit Schalldämpfer und CO2-Patronen hier.

Weiter unten zeigen wir ein Video aus YouTube zur Beretta, dabei ist zu beachten, daß das Gewehr nicht, wie im Video gesagt, von Walther hergestellt wird. Zur PW-Gruoup, zu der der Hersteller Umarex gehört, gehören inzwischen mehrere bekannte Sport- und Schreckschußwaffenfirmen, außerdem baut Umarex in Lizenz die frei verkäuflichen Versionen internationaler Hersteller. So sind bei freien Waffen von Umarex Waffen mit folgenden Bezeichnungen erhältlich:

  • Carl Walther
  • ehemals Reck
  • ehemals Röhm
  • Beretta (Gas-Signal- und CO₂-Waffen sowie Airsoft-Waffen)
  • Browning (Gas-Signal-Waffen, CO₂-Waffen sowie Airsoft-Waffen)
  • Colt (Gas-Signal- und CO₂-Waffen)
  • Hämmerli (Gas-Signal-Waffen, CO₂- und Pressluftwaffen sowie Airsoft-Waffen)
  • Heckler & Koch (Gas-Signal-Waffen, CO₂-Waffen sowie Airsoft-Waffen)
  • Israel Weapon Industries IWI (Gas-Signal-Waffen, CO₂-Waffen sowie Airsoft-Waffen)
  • Magnum Research (CO₂-Waffen)
  • Oberland Arms (Airsoft-Waffen)
  • Ruger (Druckluft- und CO₂-Waffen)
  • Smith & Wesson (Gas-Signal- und CO₂-Waffen)

Hier haben wir noch ein Video über das Beretta-Luftgewehr gefunden:

https://youtu.be/8BY3l5B1qpw

Technische Angaben:

  • Kaliber : 4,5 mm (.177)
  • Munition: Alle 4,5 mm (.177) Diabolo jedoch KEINE Stahlrundkugeln, Federbolzen, Stahlspitzkugeln oder WALTHER High-Power-Pellets
  • Magazinkapazität : 30 Schuss
  • max. Geschossgeschwindigkeit: 175 m/s
  • Material : Glasfaserverstärkter Polymerschaft
  • System: CO2-BlowBack angetrieben mit einer 88g CO2-Kapsel (alternativ dazu passt bedingt auch der Adapter für 2x 12g CO2 Kapseln)
  • Zielfernrohr : Beretta 4×32
  • Gesamtlänge : 780 mm
  • Lauflänge : 445 mm
  • Sicherung: Abzugssicherung
  • Gewicht : 2400 g
  • Hersteller / Vertrieb: UMAREX
  • Preis: ca. 254,– €

https://youtu.be/0NxBCONsO18

Den Test des Beretta-Luftgewehrs von Umarex führten die Journalisten Frank Mischkowski und Peter Wilhelm durch.

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Peter Wilhelm

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Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


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2 Kommentare auf "Test: Beretta Cx4 Storm CO2 Luftgewehr"

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