Start Uncategorized Gemeindehomepage mit albernen Beschränkungen – Edingen-Neckarhausen
  • Gemeindehomepage mit albernen Beschränkungen – Edingen-Neckarhausen

    Natürlich hat die Gemeinde Edingen-Neckarhausen auch eine Homepage. Auf dieser Heimseite können sich Altbürger, Neubürger und wer sich sonst so für Edingen-Neckarhausen interessiert, über die Verwaltung, die Veranstaltungen und das Leben in der Gemeinde informieren.
    Vielleicht möchte sich der eine oder andere Interessent auch mal ein Foto von ehemals gräflichen Schloss auf seinen Rechner laden, was duch das Urhebergesetz durchaus erlaubt ist, vielleicht möchte aber auch ein stark Sehbehinderter einen Textabschnitt markieren, um ihn sich von einer Sprachsoftware vorlesen zu lassen, vielleicht möchte man aber auch einfach nur einen Link in einem neuen Browserfenster öffnen… Alles Vorgehensweisen, wie sie absolut üblich und sinnvoll sind.

    Jedoch haben die Macher der Gemeindehomepage wohl etwas zu viel an Data-Beckers kleinem Homepagebaukasten geschnuppert und ein Javascript-Schnipselchen in den Quellcode eingebaut, der die Benutzung der Maus in geradezu unverantwortlicher Weise einschränkt.

    Man kann auf der Seite der Gemeinde Edingen-Neckarhausen weder Texte markieren, noch das auf der rechten Maustaste liegende Kontextmenü aufrufen.
    Ausgerechnet Behinderte werden unter Umständen so vom Lesen bzw. Vorlesen der Seiten ausgeschlossen.
    Auch rühmt sich die Gemeinde doch mit einem kecken Schriftzug, eine europäische Gemeinde zu sein. Wieso wird dann bitteschön das Markieren und Rechtsklicken verhindert, wie das sonst fast nur auf Porno- und Pokerseiten aus dem Millieu üblich ist, und so verhindert, daß ausländische Besucher Texte von der Gemeindehomepage markieren und via Google Translator in ihre eigene Sprache übersetzen lassen?

    Gemeindehomepage mit albernen Beschränkungen - Edingen-NeckarhausenGemeindehomepage mit albernen Beschränkungen - Edingen-Neckarhausen

    So etwas Albernes auf einer Gemeindehomepage habe ich noch nie gesehen, Barrierefreiheit ist was anderes. 

    Im Internet wird allgemein über Seiten mit „Rechtsklicksperre“ gelacht. Hier kann man nachlesen, was andere zu diesem Thema meinen.

     


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    Oft wird ja als Argument angeführt, man müsse Massnahmen ergreifen, um dem Bilderklau entgegen zu wirken.
    Das ist aber in diesem Fall vollkommen lächerlich, weil man die Bilder mit jedem modernen Betriebssystem einfach vom Bildschirm übernehmen kann. (Bei Apple shift-cmd-4)
    Ansonsten ruft man einfach den Quelltext der Gemeindeseite auf und hat dann sämtliche URLs der Bilder, sowie die Texte frei zum Kopieren.

    Es ist auch überhaupt nicht verboten, Bilder von der Gemeindeseite für seine eigenen, privaten Zwecke, etwa zum späteren Betrachten, auf den eigenen Rechner herunter zu laden. Verboten wäre aber beispielsweise eine weitergehende öffentliche oder kommerzielle Nutzung. Aber hier hätte die Gemeinde ja alle Möglichkeiten, um einem solchen Frevler das Handwerk zu legen.

    Jedoch in vorauseilendem Gehorsam, seinem auswärtigen Systemhaus freie Hand zu lassen, damit die die Barrierefreiheit für Behinderte einschränken, ausländische Besucher am Übersetzen hindern und die übrigen Seitenbesucher unnötig einschränken, das ist nicht nur provinziell, sondern es zeugt auch von einem Manko im Bereich der Kernkompetenz des eingeschalteten Systemhauses und ist schlichtweg eine Frechheit gegenüber allen Besuchern der Homepage.

     

     

     


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    1 Kommentar

    1. Herbert B.

      26. Januar 2012 at 06:57

      Endlich spricht es mal einer an. Ich habe das im Schloss schon den Sachbearbeiterinnen der Gemeinde mal gesagt, aber die haben gar nicht verstanden, was ich von ihnen will.

      Antwort

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