Die alte Playboy-Tante

Über die Bedeutungs- und Zeitlosigkeit von Blogeinträgen philisophiert Leser Stefan in einem Kommentar:

 

Und wenn ich mir jetzt noch die Zeitung von letztem Monat schnappe, dann stelle ich fest:
Auch Journalisten und Zeitungen (oder Magazine) produzieren fast nur Bedeutungsloses .
Einzige Ausnahme ist der Playboy. Da kann man auch Jahre später noch stundenlang in den Heften stöbern, das ist einfach zeitlos.

 

Dazu fällt mir folgende Begebenheit ein:


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Vor vielen Jahren, ich war noch ein Teenager, schenkte mir mal ein befreundeter Amerikaner einen Stapel Playboy-Hefte. Die amerikanischen waren viel „toller“ als die deutschen, die man so kannte.
Aus irgendeinem Grund hatten die Hefte in einer Schachtel im Keller all die Jahre überlebt.
Beim Aufräumen stießen mein Sohn und ich darauf. Nun ist der Bengel ja 17, also durchaus in einem Alter, in dem man sich für so was interessiert.
Neugierig klappte er die Hefte an der richtigen Stelle auf, woran man ja erkennen kann, daß er weiß, wo man gucken muss.
Einmal schnalzte er anerkennend mit der Zunge, er hatte das Heft mit der „Best Playmate ever“ in der Hand.
Dann blätterte er zur nächsten Seite, wo die „biographischen Angaben“ zu den Mädchen stehen und sagte enttäuscht:
„Och Papa, die ist bestimmt auch schon tot.“

„The best Playmate ever“ bekam diesen Titel 1979, so alt sind die Hefte schon, und war 1960 geboren.
„Papa, die ist bestimmt schon tot oder ganz alt“, meinte mein Sohn und legte das Heft noch enttäuschter weg.

Ich sagte zu meinem Sohn: „Hm, die Frau ist jünger als ich. Muß ich mir jetzt Gedanken machen?“

Er nahm das Heft nochmals zur Hand, klappte das Aufklappbild in der Mitte auseinander und sagte:

„Nur wenn Du Dich jetzt so fotografieren läßt, Papa.“


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