Start Produkte Waffen Alles was man über Luftpistolen und Luftgewehre wissen muß -1-
  • Alles was man über Luftpistolen und Luftgewehre wissen muß -1-

    Die umfassendste Erklärung zu Luftpistolen, Luftgewehren und dem Freizeitschießen für jedermann.

    In diesem ersten Teil stelle ich die verschiedenen Waffensysteme vor, die es im Bereich Luftdruckwaffen (Luftgewehr, Luftpistole) gibt.
    In den weiteren Teilen gebe ich Kaufempfehlungen und Entscheidungshilfen. Sie erfahren, wo und wie man schießt, welche Ausrüstung man benötigt und was unnötig ist.
    Auch gibt es einen Überblick über die wichtigsten rechtlichen Bestimmungen.

    Das sportliche Schießen ist durch recht unqualifizierte Berichterstattung in ein Zwielicht geraten, völlig zu Unrecht! Wer heute eine Waffe zur Verübung von Straftaten benötigt, wird am Hauptbahnhof oder in einschlägigen Kneipen für ein paar hundert Euro Entsprechendes angeboten bekommen. Jäger, Sportschützen und Waffenliebhaber sind nicht diejenigen, die mit ihren Waffen Straftaten begehen. Daß in Ausnahmefällen psychisch stark gestörte Menschen auf dem Umweg über einen Schützenverein an die Tatwaffen gelangen, ist bedauerlich und hat dem Schießsport sehr geschadet. Menschen mit einer hohen kriminellen Energie werden den aufwendigen Weg über den Schützenverein mit seinen strengen Regularien, und den Weg über die auch als „grünes Abitur“ bezeichnete Jägerprüfung nicht gehen.
    Es liegt auf der Hand, daß derjenige, der einem anderen Schaden zufügen möchte und Zugriff auf Schußwaffen hat, wahrscheinlich die Schußwaffe als Tatwerkzeug verwenden wird; er würde aber, da die Schädigungs- bzw. Tötungsabsicht im Vordergrund steht, auch bei Nichtvorhandensein einer solchen Waffe die Schädigungsabsicht durchsetzen, etwa indem er ein Messer oder ein anderes Tötungswerkzeug verwendet.
    Einen direkten Zusammenhang zwischen dem jagdlichen oder sportlichen Schießen und Straftaten, etwa in der Hinsicht, daß die Zugriffsmöglichkeit auf Schußwaffen die Entstehung des Tatgedankens fördern könnte, sehen selbst Kriminalexperten nicht.

    Dabei ist das Schießen auf Zielscheiben und andere „Targets“ eine höchst anspruchsvolle Sache. Konzentration, innere Ruhe und Ausgeglichenheit werden gefördert und beim Ballern auf Blechdosen oder andere Gegenstände (das sogenannte Plinken) kann man Spaß haben und ausgeglichener werden.

    Seit rund 100 Jahren ist das Freizeitschießen mit Luftdruckwaffen ein anerkannter und harmloser Sport.
    Die Waffen, die in Deutschland ab 18 Jahren frei erhältlich sind, dürfen auf anerkannten Schießanlagen (i.d.R. Schützenvereine, Raumschießanlagen) unter Aufsicht und in Begleitung Erziehungsberechtigter schon ab 12 Jahren geschossen werden.
    Mit Ausnahmegenehmigung ist sogar ein früheres Alter möglich.

    Die Rede ist hier von Luftdruckwaffen mit einer Mündungsenergie von max. 7,5 Joule. Eine Luftdruckwaffe ist eine Kurz- oder Langschußwaffe, die keine heißen Gase (Pulver etc.) zum Antrieb des Projektils benötigt.
    Das Nachfolgende bezieht sich in erster Linie auf Luftgewehre, kann aber weitestgehend auch für Luftpistolen übernommen werden.

    Wir kennen u.a. diese Arten von Luftdruckwaffen:

    • Federdruckwaffen
    • Luftdruckwaffen
    • Pressluftwaffen
    • CO2-Waffen
    • Pumpwaffen
    • Federdruckwaffen

      Bei den Federdruckwaffen, zu denen ein Großteil der im Handel befindlichen Waffen gehört, wird eine Feder gespannt, die nach dem Auslösen einen Kolben nach vorne treibt, der die vor ihm befindliche durch den Lauf Luft beschleunigt und das Projektil austreibt.
      Vergleichbar einer Fahrradluftpumpe, bei der der Kolben nach vorne gedrückt und die Luft aus dem Auslaß gedrückt wird.

      Das Spannen geschieht vorwiegend auf eine der nachfolgenden Weisen:

      • Knicklaufgewehr
      • Seitenspanner
      • Unterlaufspanner
      • sonstige Spannarten

      • Knicklaufgewehr / Kipplaufluftgewehr
        Knicklauf-Luftgewehr: Durch Herunterklappen und nach hinten ziehen des Laufes wird das Gewehr gespannt.
        Knicklauf-Luftgewehr: Durch Herunterklappen und nach hinten ziehen des Laufes wird das Gewehr gespannt.

        Beim Knicklaufgewehr kann der vordere Teil des Laufs heruntergeknickt und mit diesem dann die Waffe gespannt werden, indem man ihn nach hinten zieht. In den abgeknickten Lauf wird ein Projektil (meist Diabolos s.u.) eingelegt und dann wird der Lauf wieder nach oben geklappt, wo er verriegelt.

      • Seitenspanner

        Luftgewehr-Diana-Modell-54-Airking

        Bei Seitenspannerwaffen befindet sich neben dem Lauf oder seitlich am Vorderschaft ein Hebel, der nach vorne oder hinten weit ausladend weggeklappt werden muß. Die Zufuhr von Munition erfolgt durch einen sich dann öffnenden Schacht oder durch eine separate Ladeluke, die ggfs. extra geöffnet und wieder verschlossen werden muß. Seitenspanner sind aber auch als Waffen mit mehrschüssigem Magazin bekannt.

      • Unterlaufspanner

        luftgewehr-unterhebel

        Hier liegt der Spannhebel, meist aussehend wie ein zweiter Lauf, unterhalb des Laufs. Die Bedienung erfolgt analog zum Seitenspanner.

      • sonstige Spannarten

        Es gibt auch Luftdruckwaffen mit Repetierhebel ähnlich einem Karabiner oder mit einem Unterhebel, ähnlich einer Winchester-Westernwaffe.

        unterhebelrepetierer-luftgewehr


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        Hier ist aber der Hebelweg naturgemäß nur sehr kurz, sodaß solche Waffen in der Regel nur eine sehr schwache Schußleistung haben. Man kennt diese unter anderem von Schießbuden auf der Kirmes, wo die Gewehre nur auf eine sehr kurze Distanz von etwa 2 Metern geschossen werden.
        Für den Freizeitschießsport sind solche Waffen geeignet, wenn man auf kürzere Distanzen schießen will.

        Vorteile:
        Sehen originalen Waffen ähnlicher und die Bedienung erfolgt in Anlehnung an diese.

        Nachteile:
        Geringe Federkraft, schlechte Schußleistung auf Distanzen über 5 Meter.

      Federdruckwaffen Vorteile
      Sehr preisgünstig in Herstellung und Anschaffung. Ohne Aufwand leicht zu betreiben. Außer der Waffe und den Projektilen benötigt man nichts weiter.

      Federdruckwaffen Nachteile
      Bei einfacheren Gewehren, die über eine offene Visierung verfügen, kann das optimale Verhältnis von Kimme und Korn durch das Abknicken verändert werden. Die Präzision dieser Waffen kann geringfügig bis enorm schlechter sein, als bei Systemen mit starrem Lauf. Bei manchen einfachen Waffen behilft der Konstrukteur sich, indem er die Kimme weit nach vorne, bis auf den abknickenden Lauf verlegt. Das verhindert zwar die „Verstellung“ des Bezugs von Kimme und Korn, hier kommt aber die Kimme weit entfernt vom Auge des Schützen zur Anbringung, was nicht korrekt ist.
      Bessere Knicklaufgewehre verriegeln sehr hart und nur mit einer Knicklaufsicherung. Diese Gewehre kommen Starrlaufgewehren sehr nahe und sind durchaus vergleichbar.

    • Luftdruckwaffen

      Die Luftdruckwaffen kommen ohne eine Feder aus. Hier wird in einem Kompressionsraum die Luftmenge für einen Schuß komprimiert und aufgrund der „Federkraft“ der sich entspannenden Luft hinter dem Kolben, wird dieser nach vorne getrieben und beschleunigt die vor ihm liegende Luft durch den Lauf. Einen ähnlichen Effekt hätte man, wenn man das Loch einer Luftpumpe zu hält und den Kolben fest herunterdrückt. Lässt man ihn nun los, treibt die expandierende Luft das Griffstück aus der Pumpe.

      Die Vor- und Nachteile entsprechen in etwa denen der Federdruckwaffen.
      Konstruktiv stellen diese Waffen eine höhere Herausforderung dar, da hinsichtlich der Dichtigkeit des Gehäuses -wegen des Haltevermögens der komprimierten Luft- hohe Ansprüche gestellt werden.
      Sie spielen auf dem aktuellen Luftdruckwaffenmarkt daher keine nennenswerte Rolle.

    • Pressluftwaffen

      Bei Pressluftwaffen befindet sich zumeist unterhalb des Laufs ein Tank, in den komprimierte Luft (=Pressluft) hineingeleitet und dort gespeichert wird. Bei Betätigen des Abzugs wird eine vordefinierte Menge dieser Luft stoßartig hinter das Projektil geleitet und treibt es aus dem Lauf.

      Luftpistole Typ Kite. Unter dem Lauf befindet sich der Presslufttank. Die Stange am Abzug dient zur Feinabstimmung des Waffengewichts.
      Luftpistole Typ Kite. Unter dem Lauf befindet sich der Presslufttank. Die Stange am Abzug dient zur Feinabstimmung des Waffengewichts.

      Pressluftwaffen sind vor allem im Wettbewerbsschießen Gang und Gäbe.

      Pressluftwaffen Vorteile
      Der Schütze kann sich voll auf das Zielen und Schießen konzentrieren. Ihm steht nach der Vorbereitung eine große Menge an Schußenergie zur Verfügung. Zwischen den Durchgängen muß allenfalls Munition nachgeladen werden.

      Pressluftwaffen Nachteile
      Pressluft ist zwar auch mit Hand- und Fußluftpumpen herstellbar, jedoch ist die ein sehr mühsames und zeitaufwendiges Unterfangen. Stattdessen stehen an Schießstätten Kompressoren oder Pressluftflaschen zum „Betanken“ der Waffen zur Verfügung.
      Das ist mit einem Aufwand und Kosten verbunden, die für heimische Schießübungen nicht ernsthaft in Frage kommen.

    • CO2 Waffen

      Typische Pistole mit CO2-Antrieb. (Amerikanisches Modell)
      Typische Pistole mit CO2-Antrieb. (Amerikanisches Modell)

      Ganz ähnlich funktionieren C02-Waffen. Hier werden handelsübliche CO2-Kapseln (ca. 12 Gramm Inhalt) oder spezielle Kapseln (ca. 80 Gramm und mehr) verwendet. Diese befinden sich in der Waffe und beim Schuß wird ebenfalls eine exakt definierte Menge Druckgas hinter das Geschoss geleitet. Hier sind zumeist mehrschüssige Waffen betroffen.

      CO2-Waffen Vorteile
      Preiswert in Herstellung und Anschaffung. Durch das Zurverfügungstellen des Drucks aus einer Druckpatrone entfallen aufwendige Konstruktionen zum Spannen der Waffe und zur Energiespeicherung.
      Leicht zu bedienen, unterbrechungsfreies Schießen. Durch Abzweigung einer bestimmten Gasmenge (blow back) ist das Repetieren echter Waffen nachahmbar.
      Waffen können den Originalen sehr ähnlich nachgebaut werden.

      CO2-Waffen Nachteile
      Zusätzlich zur Munition müssen auch CO2-Kapseln angeschafft werden (ca. 80 Cent/Kapsel). Wieviele Schüsse damit abgegeben werden können, hängt von Art und Bauart der Waffe ab.

    • Pumpwaffen

      Pumpwaffen schießen ebenfalls mit komprimierter Luft, jedoch wird diese direkt an der Waffe durch einen Pumpmechanismus erzeugt. Die so gespeicherte Energie in Form komprimierter Luft kann je nach Waffenmodell meist für einen oder seltener für mehrere Schüsse genutzt werden.

      Etwa 3 - 4 mal muß man den Vorderschaft bis ganz nach vorne bringen und wieder zurückklappen, um die Luft vorzukomprimieren.
      Etwa 3 – 4 mal muß man den Vorderschaft bis ganz nach vorne bringen und wieder zurückklappen, um die Luft vorzukomprimieren.

      Ihre Vor- und Nachteile ergeben sich aus dem über Federdruckwaffen und Pressluftwaffen Gesagten entnommen werden, handelt es sich doch um eine Mischform aus beidem.
      Man muß kein gesondertes Equipment verwenden, es genügen Waffe und Projektile. Jedoch ist das Pumpen, das teilweise vor jedem Schuß erfolgen muß, zeit- und arbeitsaufwendig. Hinzu kommt, daß man zusätzlich zum Aufpumpen in einem separaten Vorgang noch die Munition einlegen muß.

    Im Freizeitbereich sind die C02-Waffen auf dem Vormarsch, weil sie einen unterbrechungsfreien und reibungslosen Ablauf ermöglichen. Man kann ohne Nachladen (entsprechendes Magazin vorausgesetzt) mehrfach hintereinander schießen.
    Die Federdruckwaffen, die die Urform der Luftdruckwaffen darstellen, müssen vor jedem Schuß neu gespannt werden. Sie sind die am weitesten verbreiteten Luftdruckwaffen, da günstig und problemlos in der Bedienung.
    Pressluftwaffen gelten vorwiegend als sportliches Gerät und sind höheren Preisklassen vorbehalten.

    Lesen Sie auch die weiteren Teile dieser Reihe. Dort geht es um wichtige „Fragen und Antworten“, um die Einrichtung eines eigenen Schießstands, Kaufempfehlungen und die rechtliche Situation.

    Alles was man über Luftpistolen und Luftgewehre wissen muß -1-Alles was man über Luftpistolen und Luftgewehre wissen muß -1-

    Lesen Sie alle Folgen von " Luftgewehr ":

    1. Alles was man über Luftpistolen und Luftgewehre wissen muß -1-
    Bildnachweis:
    Titel: pixabay, PD
    Knicklauf: „Carab aperta“ by RicceOwn work. Licensed under Public Domain via Wikimedia Commons.
    Produktbilder: Amazon ©
    Powerline-Pistole: „BB gun with CO2 and BBs“ by HustvedtOwn work. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons.
    Pistole Kite: „New Benelli Kite“ by Cjwoodfines at en.wikipedia. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons.
    Pumpluftgewehr: Sgt.-Elias ©
    [red_box]Hinweis zu Rechtsthemen:
    Erläuterung zur rechtlichen Situation erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen. Wir leisten keine Rechtsberatung. Vorschriften können sich jederzeit ändern. Verlassen Sie sich nicht auf eine Quelle allein und lesen Sie die einschlägigen Rechtsseiten!
    [/red_box]

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    9 Kommentare

    1. Sebastian

      1. Juni 2015 at 21:58

      Sehr geehrter Herr Wilhelm,

      vielen Dank für einen erfrischend unvoreingenommen Bericht über einen faszinierenden Sport. Vielfach werden gerade Luftpistolen und -gewehre als Einstieg in eine bestenfalls dubiose Szene beschrieben.

      Der Schießsport – gleich ob mit Luftdruckwaffen, Klein- oder Großkaliber, ist sehr anspruchsvoll, schwierig und erfordert vom Schützen höchste Konzentration. Gleichzeitig jedoch ist es ein Hobby, welches wie kaum ein anderes Selbstdiziplin und stetiges Üben mit Ergebnisverbesserungen belohnt.

      Ich würde mich freuen, wenn Sie die Serie wie angefacht fortsetzen, und so vielleicht den Lesern auf diese Art und Weise den Einstieg in ein interessantes Hobby schmackhaft machen.

      Vielleicht finde der ein oder andere Interessierte auch den Weg in einen örtlichen Schiesssportverein. Entgegen der oftmals wahrgenommenen öffentlichen Meinung finden sich dort durchaus viele nette Menschen, die gerne bereit sind, ihre Passion zu teilen.

      Vielen Dank und „weiter so“,

      Sebastian

      Antwort

      • Peter Wilhelm

        2. Juni 2015 at 09:06

        Vielen Dank für den Kommentar.
        Es ist leider so, daß wir in einem Land leben, in dem immer gleich das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird. Vor allem gibt es, so empfinde ich es oft, hierzulande Gesetze nicht, um die Ordnung zu regeln, sondern damit die Gutmenschen sich über diejenigen aufregen können, die diese Regeln als Last empfinden.
        Schon Mark Twain sagte: Jeder Deutsche ist ein kleiner Advokat, ständig bemüht, dem anderen seine Fehler nachzuweisen. Findet er in einer Suppe kein Haar, schüttelt er so lange seinen Kopf deswegen, bis eins hineingefallen ist.

        Antwort

    2. Schattenparker

      2. Juni 2015 at 16:07

      Sebastians Argumentation wirkt auf mich wie die eines differenziert denkenden Menschens.

      Dennoch, ich bin Pazifist und vertrete ein klar Meinung: Schußwaffen braucht der Mensch nicht. Es gibt keine sinnvollen Einsatzbereiche. Gäbe es keine Waffen, könnte niemand einen anderen Menschen erschießen. Und nein, ich bin nicht so naiv zu glauben, dass es eine Welt ohne Handfeuerwaffen geben wird.

      Trotz Bomben, Drohnen und Giftgas, 9 von 10 Menschen, welche durch „Kriegsgerät“ umkommen, sterben durch eine Handfeuerwaffe.

      Deshalb hoffe ich das dieses Thema hier schnell erledigt ist, damit ich wieder interessante Artikel im dreibeinblog lesen kann.

      Antwort

      • Sebastian

        2. Juni 2015 at 22:32

        Hallo,

        Pazifismus uns der Schießsport als Hobby schließen sich nicht notwendigerweise aus, denke ich. Aber ich stimme zu, dass es wohl niemanden, nein besser: keinen Privatmann gibt, der Schusswaffen „braucht“. Ebenso wenig, wie man Motorräder oder Fast Food „braucht“.

        Es ist ein Sport, der an sich keine Ausübung von Gewalt beeinhaltet, und ich denke auch nicht, dass er für den Krieg vorbereitet. Insofern müssten alle Jäger aufbegehren.

        Als Hobby, so verstehe ich die Intention des Verfassers, ist es sicher nicht so konstruktiv, wie ein Handwerk, aber ganz sicher auch in seinen Anforderungen nicht zu unterschätzen. Es erfordert Konzentration, Ehrgeiz und entspannt (vielleicht gerade dadurch).

        Antwort

      • Naya

        1. September 2015 at 16:08

        @Sebastian:
        Wer @Schattenparker:
        Wer ein bestimmtes Thema nicht lesen will, der klickt eben weiter, wenn er die Überschrift liest. Da Geschmäcker verschieden sind, bleibt es ja nicht aus, daß es immer etwas geben wird, was dem einen oder anderen Leser nicht zusagt.

        Schießsport und Waffen als „Kampfgerät“ sind aber schon zwei verschiedene Paar Schuhe, wie meiner Meinung nach auch aus dem Artikel schon deutlich wird.
        “ Gäbe es keine Waffen, könnte niemand einen anderen Menschen erschießen.“ – Gäbe es keine Schusswaffen, würden Menschen andere Menschen eben mit anderne Mitteln umbringen. Kriege, Morde usw gab es schließlich auch schon lange vor Erfindung irgendwelcher Schusswaffen. Wer jemanden umbringen will, findet ein Mittel. Daß eine starke Verbreitung von Schusswaffen in Privathäusern und -händen das Risiko erhöht, durch Schusswaffen umzukommen, bestreitet hier sicher niemand, aber erstens geht es ja konkret hier um Luftpistolen und -gewehre und zweitens um die Nutzung von ihnen als Sportgerät, wofür man sie gar nicht zu Hause haben muß, sondern eine Verwahrung im Schützenverein ausreicht.

        Ich persönlich finde die Serie sehr spannend, da ich grade am überlegen bin, einem örtlichen Schützenverein beizutreten und die verschiedenen Waffentypen, die jeweils genutzt werden, vergleichen möchte.
        Neben den Aspekten wie Konzentration o.ä. ist für mich dabei auch sehr reizvoll, daß man gerade mit solchen traditionsreichen Vereinen schön Kontakte innerhalb des Wohnorts knüpfen kann, was besonders für Zugezogene wie mich sehr hilfreich ist.

        Antwort

    3. Lochkartenstanzer

      2. Juni 2015 at 17:12

      > Gäbe es keine Waffen, könnte niemand einen anderen Menschen erschießen.

      Abgesehen davon, daß man eine „Schußwaffe“ innerhalb von Minuten aus Haushaltsüblichen „Zutaten“ zusammenschustern kann, ist es doch sehr naiv zu glauben, daß nur weil es keine Schußwaffen gibt, die entsprechend veranlagten Menschen aufhören würden, sich gegenseitig zu töten. Dann nimmt man halt wie früher Schwerter und Pfeil und Bogen, Zwillen, etc.

      Ich stimme insofern zu, daß nicht unbedingt jeder zuhause eine Schußwaffe braucht, aber solange bestimmte Randbedingungen eingehalten werden, ist imho nichts verwerfliches dran.

      Antwort

      • Peter Wilhelm

        2. Juni 2015 at 17:36

        Das sehe ich ähnlich. Ich habe Verständnis dafür, daß Leute nichts mit Schußwaffen zu tun haben wollen. In gewisser Weise gebe ich „Schattenparker“ auch recht.

        Auf der anderen Seite hat der Mensch sich von Urzeiten an zu allererst immer durch die Jagd ernährt. Der Umgang mit Gerätschaften, die ein Zielen und Treffen notwendig machen, ist seit Jahrtausenden in den Menschen verwurzelt.
        Daß Menschen sich auch gegenseitig erschießen, kann nicht als Grund dafür hergenommen werden, nun alles was mit Waffen zu tun hat, zu verdammen.
        Wie ich schon schrieb: Wer einen anderen töten will, benötigt keine Schußwaffe. Gäbe es sie nicht, nimmt man Steine oder Stöcke oder Messer.

        Die in uns verwurzelte Neigung, sich beim wettbewerbsmäßigen Schießen zu messen, ist indes Grundlage für eine durchaus schöne und entspannende Freizeitbeschäftigung.
        Unter den Schützen, die ich kenne, auch unter den Jägern und sonstigen Waffenbesitzern, ist niemand, der auch nur vom Ansatz her ein Rambo wäre.

        Ich selbst habe viele Jahre meines Lebens von Berufs wegen Schußwaffen getragen – ja, ich war nicht immer Bestatter – und bin schon deshalb immer an diesen Dingen interessiert.
        Mir macht es Freude, mit diesem Aspekt der Technik und Ingenieurskunst umzugehen und ab und zu mal ein paar Scheiben oder Büchsen mit dem Luftgewehr zu schießen.

        Zum Thema „Aus Haushaltsmitteln selbst hergestellt“ habe ich noch diesen hier für Dich:

        https://youtu.be/7Va87gB_4AI

        Antwort

        • Lochkartenstanzer

          2. Juni 2015 at 19:47

          > Zum Thema “Aus Haushaltsmitteln selbst hergestellt” habe ich noch diesen hier für Dich

          So genau wollte ich das gar nicht ausführen.

          Antwort

    4. pascal

      19. Dezember 2015 at 13:01

      hallo

      ich kann es nicht mehr hören pazifisten ich möchte euch mal in der steinzeit sehn,
      der begriff pazifist oder das was es bedeuten soll ist aus der neuzeit und jeder der sich pazifist nennt hat keine ahnung vom menschen,
      menschen bekämpfen sich seid dem es menschen gibt. (es liegt in der natur des menschen sich selbst oder ander zu verletzen)
      und wenn es keine schusswaffen gäben würden sich die menschen mit stöcken tot schlagen wie es z.b in afrik heute noch der fall ist

      Antwort

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