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Airsoft – Alles über den Softair-Sport

Airsoft – Alles über den Softair-Sport

Airsoft ist ein taktischer Geländesport, bei dem mit Softairwaffen ausgerüstete Teams in verschiedenen Szenarien gegeneinander antreten. Das Spiel wird auch Softair oder Skirmish („Geplänkel“ oder „Scharmützel“) genannt.1

So heißt es in der deutschen Wikipedia. Aber über das taktische Spiel im Team hinaus, gibt es noch weitere Gründe, sich mit diesen Waffen zu beschäftigen.
Seit der Gesetzesnovelle im Jahr 2004 ist es nämlich erstmals möglich nahezu exakte Nachbauten echter Waffen frei zu erwerben. Das war bei Revolvern und Pistolen insbesondere in der Ausführung als Schreckschußwaffe auch vorher schon so, jedoch Waffen, die Militärwaffen nachempfunden sind, waren bis dahin nicht erhältlich.

Zum reinen Spielen kommt also noch das Sammeln, die reine technische Beschäftigung mit den Waffen und natürlich das Zielschießen hinzu, also eben auch ohne Team und ohne simulierten Kampf.

Wie ich schon mehrfach hier im Blog darlegte, ist es ein entspannendes und konzentrationsförderndes Hobby, sich mit dem Sammeln, der Pflege und der Technik dieser Waffen zu beschäftigen und sich im Treffen auf Zielscheiben zu üben.

Wer das bislang tun wollte, war auf Schreckschußpistolen und Luftdruckwaffen angewiesen oder er ging den etwas komplizierten Weg über einen Schützenverein.
Doch nicht jeder möchte in einen Verein eingebunden sein und sich Wettkämpfen und den vereinsinternen Abläufen stellen.

Mit Schreckschußwaffen kann man aber nun herzlich wenig anfangen. Sie knallen schön laut und außer an Silvester mal einen Leuchtstern abzuschießen, taugen sie weiter zu gar nichts.
Mit Luftdruckwaffen, gemeint sind hier diejenigen mit max 7,5 Joule, die Diabolos oder Metallrundkugeln verschießen können, ist man ebenfalls in der Verwendung stark eingeschränkt, da diese nur auf umfriedetem Grundstück benutzt werden dürfen und aufgrund der Stärke der Waffen, die meisten Grundstücke die Mindestvoraussetzungen (Geschosse dürfen das Grundstück nicht verlassen können) nicht erfüllen.

Softair-Waffen sind, wenn man es recht betrachtet, nichts weiter als die Weiterentwicklung der klassischen Kinder-Erbsenpistolen.
Es werden sehr harmlose Plastikkügelchen mit genau vorgeschriebener Kraft verschossen und diese Kraft liegt weit unterhalb der von Luftgewehren und -pistolen.

Dabei gehören die Softairwaffen genau betrachtet ebenfalls zu den Luftdruckwaffen, da sie im Gegensatz zu Erbsenpistolen, die Kügelchen nicht mittels einer vorschnellenden Feder beschleunigen, sondern durch einen Luftkolben nach vorne aus dem Lauf gedrückt werden.

Grundsätzlich kann man drei Arten von Softairwaffen unterscheiden:

  1. Federdruckwaffen
  2. elektrische Waffen (AEG = automatic electric gun)
  3. Gasdruckwaffen (GBB usw.)

Bei den Federdruckwaffen muß der Druckkolben vor jedem Schuß einzeln gespannt werden. Automatik- und Vollautomatikbetrieb sind damit nicht möglich.
Aufgrund der Einfachheit wird diese Technik vor allem bei günstigen Waffen eingesetzt, findet aber auch bei hochwertigen Scharfschützengewehren, bei denen es nur auf den Einzelschuß ankommt, durchaus Verwendung.

Die elektrischen Waffen verfügen über einen Motor, der seine Kraft aus Batterien bezieht und über ein Getriebe den Druckkolben spannt. Mit dieser Technik ist auch ein vollautomatisches Schießen (Dauerfeuer) möglich.

Bei den Gasdruckwaffen wird zuvor in die Waffe oder das Magazin eingefülltes komprimiertes Gas zur Entwicklung der Schußenergie genutzt.

Federdruckwaffen sind wegen ihres günstigen Preises und der robusten, einfachen Technik sehr beliebt. Gasdruckwaffen haben auch wegen der etwas lauteren Schußentwicklung und des möglichen stärkeren Rückstoßes ihre Freunde.
Am beliebtesten dürften jedoch die AEG-Waffen mit elektrischem Antrieb sein.

Weiterhin sind die Softairwaffen in zwei Gruppen unterteilt, die mit einer Schußenergie unter 0,5 Joule und die mit einer höheren Schußenergie von mehr als 0,5 Joule (typisch 1,5 bis 3 Joule).
(Nur zur Erinnerung: Luftgewehre und -pistolen (also für Diabolos und Stahlrundkugeln) dürfen bis zu 7,5 Joule haben.)

Der Hauptunterschied zwischen den schwächeren und stärkeren Waffen ist, daß die Waffen bis 0,5 Joule ab 14 Jahren erhältlich sind und die stärkeren erst ab 18 Jahren.
Während die ersten noch als Spielzeug gelten, zählen die stärkeren nach den Buchstaben des Waffengesetzes schon zu den Schußwaffen.
Daraus ergibt sich auch ein weiterer Unterschied: Die schwächeren Waffen dürfen durchaus auch vollautomatisch Dauerfeuer schießen, die stärkeren grundsätzlich nur Einzelfeuer.

Daraus wiederum ergibt sich ein auf den ersten Blick unlogisch erscheinender Umstand: Manche Softairsammler und -nutzer kaufen sich ab-18-Waffen wegen der großen Detailtreue und der besseren Ausführung etwa in Metall, und lassen diese dann teilweise noch vor der Auslieferung auf 0,5 Joule drosseln und umbauen, um die Möglichkeit zu haben, sie im Vollautomatikmodus nutzen zu können.

Andere legen weniger Wert auf das vollautomatische Schießen und investieren einiges an Know-How, Geld und Technik in ihre Waffen, um die Leistung weiter zu steigern. Stärkere Akkus, kräftigere Motoren und Getriebe, sowie bessere Komponenten und strammere Federn lassen hier einiges an Tuning zu.

Aber nicht nur die inneren Werte zählen, sondern maßgebend ist für viele auch die Optik. In aller Regel sind die Pistolen und Gewehre originalen Waffen haargenau nachempfunden, ja werden sogar von Militär- und Polizeieinheiten tatsächlich auch zum Training verwendet, und funktionieren weitestgehend wie die echten Vorbilder.
Nur eben, und das darf man nicht vergessen, verschießen Softairwaffen keine Patronen mit Pulver und Geschoß, sondern stets harmlose Kügelchen mit vergleichsweise geringer Kraft.

Dennoch ist beim taktischen Spiel, bei dem auf reelle Gegner geschossen wird, eine entsprechende Schutzkleidung obligatorisch. Das Mindeste ist eine entsprechende Schutzbrille und bei den ab-18-Waffen wird vielfach ein Vollgesichtsschutz, Helm, Ohrenschutz und oft auch Körperschutz getragen.

Aber wie gesagt, es zählt sehr das Aussehen der Waffen und so gibt es einen umfangreichen Markt für Zubehör- und Anbauteile.
Angefangen bei Zielfernrohren, über zusätzliche Handgriffe, Zweibeinstative, Magazinhalter und anderen Schulterstützen und Waffenverkleidungen gibt es alles in den unterschiedlichsten Ausführungen und Qualitäten zu kaufen.

Und so kann auch aus einer sehr günstigen Kunststoffwaffe für rund 80 Euro Anschaffungspreis durch Tuning und optische Aufwertung schnell eine Waffe für etwa 1.000 Euro werden.

Indes: Besonders beliebt sind die zunehmend am Markt erhältlichen Waffen, die komplett oder weitestgehend aus Metall gefertigt sind und sich ebenso zerlegen, pflegen und zusammenbauen lassen, wie die echten Vorbilder.

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


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Ich bin da ja rigoros. Wenn sich irgendwo einer wie eine Wildsau benimmt, dann fotografiere...

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