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WLAN WIFI 2,4 oder 5 GHz? Was soll ich nehmen?

WLAN WIFI 2,4 oder 5 GHz? Was soll ich nehmen?

Wer einen modernen Router sein Eigen nennt, der hat wahrscheinlich ein Gerät, das auf 2,4 GHz und auf 5 GHz WLAN bzw. WiFi zur Verfügung stellt.
Standardmäßig verbinden sich die meisten Geräte automatisch mit der zuerst angebotenen 2,4 GHz-Verbindung.
Weshalb es aber klug sein kann, auf das 5 GHz-Netz zu setzen, verrät Ihnen dieser Artikel.

WLAN-Netze mit unterschiedlichen Namen benennen

Hat man eine FritzBox, so sollte man den beiden Funknetzen unbedingt unterschiedliche Namen geben.
Ersten können Sie als Mensch die beiden Netze dann besser unterscheiden und Ihre Smart-Geräte kommen wegen der doppelten SSID nicht ins Stolpern.
Benennen Sie das 2,4 GHz-Netz beispielsweise mit GEHEIMNAME24 und das 5 GHz-Netz mit GEHEIMNAME5, wobei Sie für Geheimname den von Ihnen gewünschten Terminus einsetzen können. 24 steht dann für 2,4 GHz und 5 steht für das 5 GHz-Netz.

Die WLAN-Standards erklärt

Sehr viel Verwirrung herrscht darüber, was die Bezeichnungen der einzelnen unterstützten WLAN-Standards anbetrifft. Deshalb möchte ich das einmal erklären:

WLAN WIFI 2,4 oder 5 GHz? Was soll ich nehmen?WLAN WIFI 2,4 oder 5 GHz? Was soll ich nehmen?

Übersicht über die WLAN-Standards

  • „WLAN 802.11“ ist der allererste ursprünglich beschlossene WLAN Standard aus dem Jahr 1997.
    Er funkt im Frequenzbereich von 2,4 GHz und kann dabei gerade einmal 1 MBit/Sekunde maximal übertragen.
    Dieser Standard wird heute in aktuellen Geräten nicht mehr verwendet. Die ersten Weiterentwicklungen des Ur-Standards heißen „802.11a“ (bzw. „802.11h/j“) und „802.11b“.
    Letzterer arbeitet ebenfalls im 2,4-Ghz-Band, kann aber immerhin schon Übertragungsraten bis 11 MBit in der Sekunde erreichen.
  • „802.11a“ verwendet den 5-Ghz-Frequenzbereich. Hier können bis zu max. 54 MBit/Sekunde übertragen werden.
    Falls Sie Geräte besitzen, die einen Standard im 5-GHz-Bereich unterstützen, dann sollten Sie diesen auch möglichst verwenden.
    Hiermit treten nämlich eindeutig weniger Verbindungsprobleme auf als in 2,4 GHz Netzen auf.
    Das liegt vor allem daran, dass (noch) deutlich weniger 5,0 als 2,4 GHz Netze existieren und es somit weniger Störnetzwerke in der Nachbarschaft gibt.
  • „802.11g“ funkt im 2,4-GHz-Band und kann max. Datenraten bis zu 54 MBit/Sekunde erreichen.
  • „802.11n“ ist aktuell der gebräuchlichste Standard. Er unterstützt die Frequenzen von 2,4 und 5 GHz und kommt auf Datenraten bis zu 600 MBit/Sekunde (theoretisch sogar bis zu 75 Mbyte/s).
    Mit Reichweiten bis zu max. 70 Metern im Haus (abhängig von Wanddicke und anderen Faktoren) reicht er für den alltäglichen Gebrauch völlig aus.
  • „802.11ac“ gibt es seit Dezember 2013. Mit diesem Standard sind theoretisch max. Datenraten bis zu 1.300 MBit/Sek. (theoretisch bis zu 162,5 Mbyte/s) möglich.
    Aber erreicht werden diese Werte bis dato nie.
    Das klappt nicht mal, wenn Sie z.B. direkt neben einer Fritzbox 7490 mit einem AC-fähigen Gerät stehen.
    Außerdem gibt es zurzeit nur wenige Geräte, die diesen neuen Standard nutzen. Beispielsweise die FritzBox 7490 und neuere, sowie der WLAN-Repeater 1750E können es jedenfalls.
Grundsätzlich gilt: Die beste Anbindung ans Netz ist immer noch das Ethernet-Kabel

Grundsätzlich gilt: Die beste Anbindung ans Netz ist immer noch das Ethernet-Kabel

Kurze Erklärung Erläuterung des Unterschieds zwischen dem 2,4 GHz- und dem 5 GHz-Funkstandard bei WLAN Routern

Beide Funkstandards werden mittlerweile von vielen neuen WLAN Routern (z.B. von der FritzBox 7490 und der FB7580) unterstützt.
Deshalb gibt es bei manchen Leuten die Frage, was denn die Unterschiede zwischen 2,4 und 5 GHz sind.

Grundsätzlicher Unterschied:

Übermittelt ein WLAN Gerät Daten auf dem 2,4 GHz Kanal, dann ist die Frequenzbandbreite eingeschränkter als beim 5 GHz-Funknetz.
Das bedeutet, dass ein mit 5 GHz funkendes Gerät wegen seiner theoretisch breiteren genutzten Bandbreite auch mehr Daten gleichzeitig senden und empfangen kann.
Der Datendurchsatz ist höher.

Aber das ist graue Theorie.
Im freien Feld, also draußen, wo es keine Störfaktoren wie Wände und Kabel gibt, kann man tatsächlich diese einfache Grundregel aufstellen:
2,4 GHz funkt etwas langsamer, dafür aber mit viel höherer Reichweite.
5,0 GHz funkt dafür schneller, kommt aber nicht auf die Reichweite des 2,4 GHz-Funks.
Aber das gilt nur für das freie Feld. In Wohnungen und dicht besiedelten Gebieten sieht das in Wirklichkeit etwas anders aus.

Gerade in stärker besiedelten Gebieten in denen es viele WLAN-Netze gibt, ist die eben noch hoch gelobte Reichweite des 2,4 GHz-Funks leider nicht mehr machbar.
Es liegen zu viele 2,4 GHz WLANs direkt beieinander liegen. Mikrowellen, Bluetooth-Geräte, Schnurlostelefone usw. stören den reibungslosen Empfang.
Denn all diese Geräte liegen auch im 2,4 GHz-Bereich.
Das ist deshalb schlecht, weil das sowohl die Reichweite, als auch die Datenübertragungsrate im 2,4 GHz-Bereich enorm einschränkt.

Genau deswegen wurde der 5 GHz-Standard aus der Taufe gehoben.
Er verspricht, losgelöst vom „verseuchten“ 2,4 GHz-Funk, Freiheit für den hauseigenen Datenfunk.
Der große Nachteil des 5GHz-Funks ist aber auch ganz klar, dass die Reichweite nicht ganz so hoch ist.
Hier gilt die einfache physikalische Regel: Je höher die Frequenz, desto mehr Daten kann ich parallel übertragen, aber umso höher ist auch die Dämpfung, sprich: umso kürzer ist die Reichweite.
Das gilt beim Radio für Lang-, Mittel- und Kurzwelle, aber auch für WLAN.

Doch die meisten WLAN-Router haben inzwischen soviel Power, dass ein Netzwerk mit 5 GHz auch bequem auf 1-2 Etagen verteilt werden kann.
Meist wird aber bei 5GHz recht schnell ein Repeater fällig, mit dem man das nicht so weit reichende Signal auch noch in die letzte Ecke des Hauses verteilen kann.

Wenn Sie bis hierher mitgekommen sind, dann erlauben Sie mir, Sie jetzt erneut zu verwirren.
Denn man hat sich für das 5 GHz-Netz gleich auch noch zwei neue Übermittlungsstandards einfallen lassen.
Das geschieht, damit die mögliche höhere Bandbreite auch genutzt werden kann.
Es sind dies die Übertragungsstandards A (schon älter) und AC.

Im 2,4 GHz Netz galten es bisher die Standards B,G und N.

Welchen Übermittlungsstandard kann ich jetzt mit welchem Funkstandard nutzen?

– Mit dem 2,4 GHz Funknetz können übermittelt werden : B,G,N
– Mit dem 5,0 GHz Funknetz können übermittelt werden : A,N,AC

Es wird also deutlich, dass der mittlerweile weit verbreitet N Standard in beiden Frequenzstandards implementiert ist.

Der Standard N ist sehr schnell, ca. bis zu 450 Mbit/Sekunde (bei 3 integrierten Antennen wie bei der FritzBox 7490).
Der nur im 5 GHz-Bereich verfügbare AC Standard erlaubt es, durch eine andere Modulation, ca. 433Mbit/s pro Antenne, also maximal sogar 1300 Mbit/s zu übermitteln.
Außerdem unterstützt der AC Standard auch noch das so genannte Beam-Forming.
Das ist eine clevere Technik, die eigentlich schon beim N Standard implementiert wurde, aufgrund von Herstellerdifferenzen beim N Standard nie richtig zum Einsatz kam.

Beim Beamforming berechnet der Router, vereinfacht ausgedrückt, mit welcher seiner Antennen und mit welcher Sendestärke er sein Client-Gerät am besten erreicht.
Dazu wertet die Software Entfernungen und die Reflektionen der Signale an den einzelnen Antennen aus.
So werden diese dann zu einem optimalen „Beam“ (Sendestrahl) zusammengeschaltet.

Natürlich müssen auch die Client-Geräte übrigens den AC-Standard unterstützen, sonst klappt es nicht, diese Art der Kommunikation nutzen zu können.
Noch sind das nicht viele, aber es werden immer mehr. Hier lohnt ein Blick ins Handbuch.

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!



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