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Wie sich DJI und GoPro das Weihnachtsgeschäft selbst kaputt machen

Wie sich DJI und GoPro das Weihnachtsgeschäft selbst kaputt machen

In einem meiner letzten Artikel schrieb ich, daß DJI 5.000 Mavic im Monat produzieren kann. Das war ein blöder Fehler. Es muß natürlich 5.000 Stück pro Woche heißen, nicht pro Monat. (Ich verbessere das im Artikel.)
Genaue Zahlen kennt natürlich keiner. Man muß sich da auf Hörensagen und Mutmaßungen verlassen. So genau lassen sich die Chinesen nicht in die Karten gucken.
Es gibt auch nicht die eine Fabrik, in der dieser oder jener Multikopter gefertigt wird. Sondern es ist ein Netzwerk verschiedener Fabrikationsstätten, die alle Komponenten zuliefern, die dann zusammengesetzt werden müssen.

Allerdings kommt hinzu, daß DJI nun auch die Phantom 4 Pro und die Inspire II gelauncht hat. Die brandneue Phantom 4 Pro mit Rundumsensoren und auf Wunsch mit Display an der Fernbedienung wird angeblich innerhalb einer Woche geliefert.
Die neue Inspire II als Einzelfluggerät hat 6-8 Wochen Lieferzeit, bestellt man sie aber als Kombo mit Zubehör für insg. fast 7.000 €, dann ist sie in 10-20 Tagen da, sagt DJI.
Und das ist mehr als seltsam. Galt doch bisher, daß man schneller beliefert wird, wenn man nur das Grundgerät ohne Zubehör bestellt.
So ganz muß man diese Angaben auf der DJI-Seite also nicht verstehen.

Man muß aber wissen, daß DJI nicht nur in einer Fabrik fertigt (s.o.), sondern -wie das bei chinesischen Unternehmen oft der Fall ist- bei Bedarf weitere Fabriken hinzuschalten kann.
Auf diese Weise kann man eine erhöhte Nachfrage besser bedienen.

So wird anscheinend in der einen Fabrik seit Monaten die Phantom 4 Pro auf Vorrat gefertigt, während man in der anderen mit dem Mavic Pro nicht nachkommt.
Und: So eine große Eile muß DJI jetzt ja auch nicht mehr an den Tag legen, schließlich hat sich Hauptkonkurrent Go Pro (im Bereich faltbare Drohne) selbst abgeschossen, nachdem GoPro die Karma vom Markt nehmen mußte.
Für Gopro sicher eine bittere Entscheidung angesichts des bevorstehenden Weihnachtsgeschäftes.

Wie sich DJI und GoPro das Weihnachtsgeschäft selbst kaputt machen

Kein Wunder also, daß die gerade erst wieder von einer Talfahrt in den Aufwind geratene GoPro-Aktie wieder heftige Verluste hinnehmen mußte.
Es ist halt ein Hammer, wenn man ein vollmundig präsentiertes Produkt wieder vom Markt nehmen muß, weil es vom Himmel fällt.

Anders sieht es bei der DJI-Aktie aus, die sich im permanenten Steigflug befindet:

Wie sich DJI und GoPro das Weihnachtsgeschäft selbst kaputt machen

Allerdings verpasst auch DJI das Weihnachtsgeschäft 2016.

Analysten meinen, der Launch der neuen Kopter sei zu spät erfolgt. Den Mavic Pro hätte DJI im Spätsommer ankündigen und jetzt zu Weihnachten in ausreichender Zahl zur Verfügung stellen müssen.
Aber wer jetzt aktuell einen Multikopter von DJI kaufen möchte, kann nur die 3er oder 4er Serie bekommen, sofern er das Gerät direkt mitnehmen will. Und auch bei den 4ern wird es derzeit in den Läden schon eng.
Wer einen Mavic, eine P4Pro oder eine Inspire II haben möchte, muß bis Januar/Februar warten.
Und: Ich glaube gar nicht mehr wirklich an den Conrad-Liefertermin 6. Januar 2017.

Wenn also dieses Jahr zu Weihnachten der Hype um „Drohnen“ einen seiner Höhepunkte erreicht, dann werden in erster Linie Mulitkopter anderer Hersteller unter dem Weihnachtsbaum liegen.
GoPro wird nicht dabei sein und DJI kann nicht liefern.
Also werden Väter sich selbst oder ihren Söhnen andere Fluggeräte kaufen. Und das hat Nachteile. Nachteile für uns alle.
Denn je mehr Billigschrott da oben rumfliegt, je mehr Kinder mit „Drohnen“ Unfug treiben, umso schwieriger wird es für diejenigen, die sinnvoll und etwas ernsthafter mit den Multikoptern umgehen möchten.
Wir müssen uns eines Tages Regelungen unterwerfen, die geschaffen wurden, um Kinder am Unfugtreiben zu hindern.

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


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peter wilhelm autorenlesung
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3 Kommentare auf "Wie sich DJI und GoPro das Weihnachtsgeschäft selbst kaputt machen"

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Sammi ElPadre
Gast

Ich halte den Yuneec Q500 noch für eine beachtenswerte Alternative, vor allem da dieser preislich noch in einem Vernünftigen Rahmen liegt.

DJI ist für mich seit dem stellen der Akkus von Standard-Modellbauakkus auf das proprietäre System mit dem Wechsel von Phantom 1 auf Phantom 2 eigentlich raus, die Akkupreise von DJI sind einfach zu hoch.

Geog
Gast

Bis Dienstag 13.12 9.00 Uhr kann man ja noch DJi Phantom 2 Vision, Modell PV 330 ersteigern:

http://www.zoll-auktion.de/auktion/auktion.php?id=496951

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Elternabend sagt man ja normalerweise, wenn man die Sitzung der Klassenpflegschaft oder der Elternversammlung meint....

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