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Warum ich keine Homerun-Pizza mehr bestelle

Warum ich keine Homerun-Pizza mehr bestelle

Homerun-Pizza nennt sich die italienische Pizzeria mit amerikanischem Anstrich. Die Pizzas sind gut, groß und lecker. Sie werden zügig geliefert und das auch noch von jungen hübschen Frauen, „homerunners“ genannt. Und dennoch bestelle ich da jetzt nicht mehr.

Warum ich keine Homerun-Pizza mehr bestelleWarum ich keine Homerun-Pizza mehr bestelle

Vor geraumer Zeit sind wir umgezogen und wie das so ist, während eines Umzugs steht die Küche noch nicht und alle haben Hunger. Handwerker, Helfer, Verwandte, alle wollen was essen und was ist da praktischer und naheliegender als eine gute Pizza zu bestellen. Das haben wir gerade während der Umbau- und Umzugsphase oft gemacht.
Auch danach, immer wenn man überraschend die Bude voll war oder an Kindergeburtstagen haben wir ausgiebig und oft dort bestellt. Besonders teuer sind die nämlich auch nicht.
Wir haben schon überraschend Besuch bekommen, der uns keine Arbeit machen wollte und von sich aus vorschlug auf seine Kosten für alle Pizza zu bestellen usw.

Auf jeden Fall kommen da einige Dutzend Bestellungen zusammen und weil wir alleine schon vier Personen sind, brauchen wir beim Miniformat gar nicht erst anzufangen, die XXL oder Party-Version muß es dann schon sein.

Was mich aber zunehmend ärgerte: Selbst beim kleinen Pakistani an der Ecke bekommt man eine Flasche Cola gratis, der Inder liefert ungefragt eine Flasche Wein mit wenn man über 25 Euro bei ihm ausgibt und der Türke auf der Hauptstraße hat immer ein paar Dosen gekühlter Getränke als Geschenk parat.
Von Homerun habe ich auch als vielbestellender Stammkunde noch nie irgendetwas bekommen. Noch nicht einmal ein kleines Becherchen mit Tiramisu oder mal eine kleine Extra-Pizza, nichts.
Gut, man bestellt und bekommt und bezahlt was man bestellt hat, auf mehr hat man keinen Anspruch, das ist klar. Mir ist auch klar, daß keiner was zu verschenken hat und daß auch die Geschenke letztlich von den Kunden bezahlt werden.
Aber wie sagt man so schön: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.
Und wenn man schon ein paar hundert Euro in einem Gastronomiebetrieb läßt, dann darf man doch wenigstens eine Kleinigkeit erwarten.

Kein Gastwirt kann es sich erlauben, guten Gästen nicht ab und zu mal einen Ouzo oder Espresso zu spendieren.
Aber wenn man so lange schon und auch noch so viel bestellt, dann finde ich, würde es zum guten Ton gehören, wenn man wenigstens ab und zu mal eine Kleinigkeit geschenkt bekäme.

Andere geben die zehnte Pizza umsonst, das heißt genauergesagt die Elfte. Hast Du zehn mal bestellt und die Schnipsel aufgehoben, bekommst Du eine Pizza kostenlos.
Bei Homerun: Fehlanzeige.
Dabei will ich nicht mal irgendetwas Besonderes. So ein kleines 1-Euro-Geschenk hätte mein Herz doch schon erfreut.

Aber nö, nix…
Also bestelle ich da einfach nicht mehr, es gibt noch drei oder vier andere Pizzadienste hier.

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


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