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Warum Du Dir 2017 am 30. Oktober frei nehmen mußt!

Warum Du Dir 2017 am 30. Oktober frei nehmen mußt!

Nächstes Jahr jährt sich die ebenso kühne, wie weltbewegende Tat eines Augustinermönchs zum 500. Mal.
Martin Luther hat nämlich vor genau 500 Jahren sein Thesenpapier an die Tür der Schloßkirche von Wittenberg gedübelt.
Damit löste er eine der größten Bewegungen aus, die Kirche, Nationen und die Welt spalteten: Die Reformation.

Dem zu Ehren wird in protestantischen Gebieten jedes Jahr am 31. Oktober der Reformationstag gefeiert. Das heißt: Eigentlich wird der überall gefeiert, nur in den überwiegend von Protestanten bewohnten Gebieten ist dieser Tag ein Feiertag mit Arbeitsruhe.

Doch angesichts der großen Bedeutung des Reformators will man im Jahr 2017 diesen Feiertag nun einmalig zu einem bundeseinheitlichen Feiertag machen.

Warum Du Dir 2017 am 30. Oktober frei nehmen mußt!Warum Du Dir 2017 am 30. Oktober frei nehmen mußt!

So sieht das auf dem Kalender aus:

reformationstag2017

Du siehst, wenn Du den Montag, den 30. Oktober 2017 frei nimmst, hast Du 4 Tage am Stück frei. Du gehst am Freitag, dem 27. Oktober 2017 zum letzten mal arbeiten und mußt erst wieder am 1. November in die Firma.
Noch besser sind die dran, die in einem überwiegend von Katholiken bewohnten Gebiet wohnen. Dort ist nämlich auch der 1. November ein Feiertag. Wohnst Du in einem dieser Bundesländer, hast Du sogar 5 Tage am Stück frei!

    In diesen Bundesländern hättest Du 5 Tage frei:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland

Leider hat die Sache auch einen Pferdefuß. Denn, wenn Du in einem sowieso protestantischen Gebiet wohnst, und der 31. Oktober sowieso frei wäre, ja dann gewinnst Du leider nix und hast auch den 1. November nicht frei.

Ach ja: Es zählt immer der Betriebssitz des Unternehmens, bei dem man beschäftigt ist. Wer selbst in einem Bundesland wohnt, in dem der 1. November frei ist, beispielsweise in Baden-Württemberg, der muß trotzdem arbeiten gehen, wenn er im benachbarten Hessen arbeitet.

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!



peter wilhelm autorenlesung
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  1. N.Aunyn
    N.Aunyn 20 Oktober, 2016, 12:09

    Danke für den Hinweis. Hilft für langfristige Planung. Luther war übrigens Augustinermönch und nicht Benediktiner 😉

    Antwort auf diesen Kommentar
    • Peter Wilhelm
      Peter Wilhelm Autor 20 Oktober, 2016, 17:07

      Du hast die erste Runde des Spiels „Wer findet den Fehler?“ gewonnen 🙂

      Noch beim Schreiben dachte ich Augustiner, wußte das und schrieb dann trotzdem Benediktiner. Weiß der Geier, warum.

      Antwort auf diesen Kommentar
  2. Peter Grohmüller
    Peter Grohmüller 20 Oktober, 2016, 18:22

    Es ist schon merkwürdig, dass es überhaupt etwas zu feiern gibt. Martin Luther war Reformator im ursprünglichen Sinne des Wortes und wollte die Römisch Katholische Kirche aus den Klauen des prassenden Klerus in eine Zeit zurückführen (re-formieren), bevor dieses korrupte Pack die Deutungshoheit für sich reklamierte. D. h. er wollte mit seinem Affront den Ablasshandel des Papstes, dessen Einnahmen dieser für seinen Protzbau Petersdom brauchte, als das anprangern, was er war: nämlich übelste Beutelschneiderei. Im Prinzip hat Luther mit seinem, aus heutiger Sicht, Sturm im Messwein-Glas, wenn überhaupt, aber nur marginal etwas bewirkt. Die Römisch Katholische Kirche sitzt nach wie vor breitärschig auf einem astronomischen Vermögen und heult Krokodilstränen über den Hunger in der Welt; die Kollegen der Evangelischen Konkurrenz plärren mit und sputen sich nebenbei, um ihre Schatulle ähnlich zu füllen.

    By the Way: Vielleicht sollte man unsere evangelische-lutherische Bundesraute diskret darauf hinweisen, dass der Gründer ihrer Kirche, Martin Luther, ein bekennender, und glühender Judenhasser war, bevor sie sich am 31.10. auf irgend ein Rednerpult schwingt und eine ihrer peinlich pathetischen Ansprachen hält. Kann nämlich durchaus sein, dass sich im Publikum der eine oder andere an ihr Gesülze vom Existenzrecht des Staates Israel als Teil der deutschen Staatsraison erinnert. 🙁

    Antwort auf diesen Kommentar
  3. Georg
    Georg 21 Oktober, 2016, 07:15

    Der Bremer Ex-Bürgermeister Böhrnsen möchte am liebsten aus dem einmaligen Feiertag in Bremen einen dauerhaften Feiertag machen:
    Für Jens Böhrnsen kann die Kirche etwas zu der Gesellschaft beitragen, das der Staat in dieser Form nicht bietet: Werte und Orientierung, aber auch diakonische Leistungen in Kindergärten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Das Verhältnis von Kirche und Staat in Deutschland möchte er daher nicht infrage stellen. „Ich möchte nicht, dass wir einen laizistischen Staat haben, der die Religion ins private Kämmerlein verbannt“, sagt Böhrnsen. Eine konkrete Veränderung wünscht er sich allerdings: Der Reformationstag am 31. Oktober solle auch in Bremen dauerhaft ein gesetzlicher Feiertag sein. Für das Jubiläum 2017 ist er bereits ausnahmsweise zum bundesweiten Feiertag erklärt worden – Bremen war das erste Land, das diesem Vorschlag zustimmte.

    http://www.weser-kurier.de/bremen_artikel,-500-Jahre-nach-Luther-_arid,1474664.html

    Dabei sind die Menschen in Bremen schon angesäuert weil am Karfreitag die zu diesem Zeitpunkt stattfindende Osterwiese dicht bleiben muss aber Discotheken nicht.

    Der Staat sollte lieber aufhören den Geldeintreiber für die Kirche zu spielen und auch die anderen Zahlungen einstellen,die Kirchlichen Feiertage abschaffen und staatliche einführen

    https://ibka.org/artikel/geld.html

    Antwort auf diesen Kommentar
    • Peter Grohmüller
      Peter Grohmüller 21 Oktober, 2016, 16:53

      Bevor sich „der Staat“ mit den Schwarzkitteln anlegt, fängt Merkel an zu denken. Die beiden Kirchen zählen zusammen 49,7 Millionen Mitglieder. Davon ist vielleicht die Hälfte wahlberechtig. Wenn von denen, wie in 2013, 73% zur Wahl gehen und davon wiederum die Hälfte. also 9 Millionen, bei der SPD, der FDP, der Union oder den Grünen ihr Kreuz machen und danach wieder brav die Schnauze halten…Keine von den etablierten Parteien hat ein Interesse an der Inkasso-Tradition des Finanzamtes etwas zu ändern, oder gar das Vermögen der Kirchen in Höhe von ca. 300 Milliarden € (geschätzt) adäquat zu besteuern. Vergiss es.

      Antwort auf diesen Kommentar

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