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Vorsicht bei billigen Smartwatches aus China

Vorsicht bei billigen Smartwatches aus China

Die Apple-Watch setzt Maßstäbe. Auch viele andere Hersteller liefern tolle Smartwatches. Smartwathces, das sind Minicomputer in Form einer Armbanduhr. Mit einer Uhr haben sie aber nur die Form und Trageweise gemeinsam, und natürlich die Tatsache, daß man sich die Uhrzeit anzeigen lassen kann. Darüberhinaus können die Samrtwatches natürlich noch eine ganze Menge mehr.

Sie sind Mediaplayer, Nachrichtenzentrale und vor allem Fitnessüberwachungsgerät. Insbesondere Personen, die den Umfang ihrer sportlichen oder sonstigen Aktivitäten protokollieren wollen, werden Spaß an einer solchen Uhr haben. Daß Apples Produkt besonders gut ist, das darf man erwarten. Daß es auch besonders teuer ist, ebenso.
Und natürlich gibt es auch an der Apple-Watch viele Kritikpunkte abseits des hohen Preises, beispielsweise die schwache Akkuleistung.

Vorsicht bei billigen Smartwatches aus ChinaVorsicht bei billigen Smartwatches aus China

Deshalb wundert es nicht, daß viele Menschen sich ganz ähnliche Produkte anderer Hersteller kaufen. Hier wird man schnell fündig, nahezu jeder hat so etwas im Angebot.
Besonders verlockend sind die Angebote chinesischer Fabriken. Diese noname-Computeruhren bestechen vor allem durch ihren niedrigen Preis. Schon ab 19 Euro bekommt man da einen Handgelenkcomputer, der sich mit dem Handy koppeln kann. SMS-Wiedergabe, E-Mail-Benachrichtigung, Weltzeituhr, Wetter-App und natürlich ein Kalorien- und Fitnesstracker sind selbst in Uhren für rund 30 Euro schon enthalten.

Die Verarbeitung ist chinatypisch, eben mehr auf Schein als auf Sein ausgerichtet. Aber die Akkulaufzeit schlägt immerhin die renommierten Produkte.

Doch aufgepaßt! Manche dieser Uhren kommen recht gefährlich daher.

Die auf dem Titelbild abgebildete Uhr ist aus der 50-Euro-Klasse und bietet schon Funktionen, die echt interessant sind.
Beim ersten Ausprobieren gefällt vor allem, daß man die Auswahl unter zig verschiedenen anzeigbaren Ziffernblättern hat. Auch die Konnektivität mit dem iPhone ist gegeben und die übrigen o.g. Funktionen kann das Ding auch.

Der Teufel steckt aber, wie so oft, im Detail. Mitgeliefert wird ein USB-Ladekabel und dieses endet in einem magnetischen Ladeadapter.
Zuerst fällt auf, daß die Magneten nicht stark genug für diese Smartwatch sind und der „Ladestecker“ schon durch die Spannkraft des Ladekabels oft von der Uhr wieder abgezogen wird.
Die Folge: Man lädt über Nacht auf, denkt man zumindest, und am Morgen ist das Ding immer noch leer.

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Viel schlimmer aber: Wenn auch die Magnete nicht stark genug sind, um fest an der Uhr zu haften, so zieht sich der Stecker sofort an jedes andere in der Nähe befindliche magnetische Metall an.
Das bedeutet, daß die Kontakte, die immerhin 5 V führen, z.B. an einem metallischen Kugelschreiber, der Tastatur oder am Fuß des Monitors hängenbleiben.

Dabei entsteht ein Kurzschluß. Man möchte meinen, daß 5 Volt nicht viel sind, und daß das nichts ausmacht. Ein Test hat hier aber ergeben, daß das Ladegerät dann sofort anfängt heiß zu werden.

Also aufgepaßt, diese Art von magnetischen Steckern kann theoretisch auch einen Brand auslösen.

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
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