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Testbericht: Devolo Home-Control – 2.Teil, die Steuerung

Testbericht: Devolo Home-Control – 2.Teil, die Steuerung

Mit devolo home control bietet Devolo bietet nun auch eine Lösung im Bereich Home-Control an. Hausautomatisierung ist das große Stichwort. Hier der große Textbericht zu Devolo Home Control.

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Steuern, Regeln, Messen und Überwachen, das sind die Funktionen, die man vom einem Home-Control-System erwartet.
Am Markt finden sich zahlreiche Lösungen, die das versprechen, aber meistens bei weitem nicht halten können. Die RWE-Lösung ist zu sehr im Umfang begrenzt und hat, soweit ich weiß,
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beim Verbraucher auch recht wenig Anklang gefunden.
Andere Lösungen zeichnen sich vor allem durch einen Bastelcharakter aus, bei dem man sich Komponenten mühsam im Elektronikfachhandel zusammensuchen und oft fliegend verkabeln muß.
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Und dann? Dann hat man vielleicht ein automatisiertes Haus, aber drei oder vier verschiedene Systeme gleichzeitig im Einsatz. Eine Intertechno-Lösung für Funkschalter, eine ELV-Heizungssteuerung, eine dnt-Hausüberwachung und, und, und …
Bei mir ist das so und ich bin nicht glücklich mit dieser Lösung. Sie bedeutet nämlich, daß ich drei verschiedene Programme starten muß, um die Steuerung vornehmen zu können. Da wird das Ganze schnell unübersichtlich und vor allem unpraktisch.
Ganz ehrlich? Ich habe zu Beginn des letzten Winters nicht mehr gewußt, wie die Heizungssteuerung nochmal genau funktionierte.

Hinzu kommen Probleme.

  • Probleme mit der Funkübertragung, die oft nicht von der Heizungszentrale (LAN-Gateway) bis zum entferntesten Heizungsthermostat reichte.
  • Probleme mit der Qualität der Produkte, die ELV-Heizungsthermostate starben einer nach dem anderen den mechanischen Tod.
  • Probleme mit der Kompatibilität, da spielte das eine nicht mit dem anderen zusammen.
  • Probleme mit der Haussicherheit: Die dnt-Lösung schwächelt vor allem bei der Bildübertragung via App. Da friert ständig das Bild ein.
  • Probleme, Probleme, Probleme…

Da wünscht man sich ein System, das von einem guten deutschen Hersteller stammt, bei dem ich auch meinen Support bekommen kann. Ein System, das auf einen Funkstandard setzt, der auch bis in den letzten Winkel des Hauses reicht. Eine Lösung, bei der ich mit mannigfaltigen Komponenten alles machen kann, was ich möchte. Ja und dann wünsche ich mir, daß die Software mit der das alles gesteuert wird, wirklich für alles zuständig ist, leicht zu konfigurieren ist und optisch ansprechend ist.

Das alles soll devolo-Home-Control können.

Ich bin gespannt!

Im vorherigen ersten Teil des Tests hatte ich die einzelnen, derzeit verfügbaren Komponenten von devolo-Home-Control vorgestellt.

Dabei hatte ich schon beschrieben, daß devolo-HC auf Z-Wave setzt. Z-Wave ist ein internationaler Standard, der von über 300 Herstellern genutzt wird und eine plattformübergreifende Nutzung und das Zusammenspiel verschiedenster Komponenten ermöglicht.
Über diese Kompatibilität hinaus, (die nicht in jedem Fall gegeben ist, aber dazu weiter unten mehr) sind die mit dem Stromnetz verbundenen z-Wave-Geräte in der Lage das Funksignal von Gerät zu Gerät weiter zu reichen.
Das bedeutet, daß das Funksignal sich nicht den Weg von der Zentrale bis in den entlegensten Winkel des Hauses suchen muß, sondern nur bis zum nächst erreichbaren bzw. zum letztmöglich erreichbarenstromnetzgebundenen Gerät. Von dort findet das Signal dann wiederum seinen Weg auch bis in den Keller, den Schuppen oder den verwinkelten Anbau und zurück.

Testbericht: Devolo Home-Control - 2.Teil, die SteuerungTestbericht: Devolo Home-Control - 2.Teil, die Steuerung

Damit ist mein Problem Nummer eins gelöst: Die Funkversorgung auch weit entfernter Räume.

Das zweite Problem war bei den bisher verwendeten Komponenten die Qualität. Im Gegensatz zu den klapprigen und mit mahlendem Geräusch arbeitenden Heizungsthermostaten eines anderen Herstellers, habe ich es bei devolo mit Geräten des dänischen Qualitätsherstellers danfoss zu tun. Devolo hat gut daran getan, hier nichts Eigenes zu entwickeln. Danfoss zählt zu den Top-Herstellern auf diesem Gebiet und liefert Produkte, die für ihre Langlebigkeit und Ausfallsicherheit bekannt sind. Die Danfoss-Heizungsthermostate sind überdies sehr klein und formschön.

Probleme mit der Kompatibilität dürften langfristig auch der Vergangenheit angehören. Das was devolo derzeit liefert, ist selbstverständlich alles miteinander kompatibel. Andere Z-Wave-Produkte müssen aber ebenfalls in der devolo-Softwareumgebung funktionieren. Ob das geht, werde ich testen. Vorab: Die wichtigsten Dinge von Fremdherstellern funktionieren, einige Spezialitäten noch nicht.

Zum Thema Haussicherheit und Zugangskontrolle folgt noch ein gesonderter Abschnitt.

Ja und nun zu einem meiner Hauptanliegen: Die intuitiv zu bedienende, vielfältig konfigurierbare und schöne Softwareoberfläche für PC- und Mobilgerät, die ich mir wünsche.
Kann devolo die bieten?

Antwort: Ja, aber. Am Ende jedoch: Daumen hoch.

Doch fangen wir von vorne an und schauen uns die Desktop-Software an:

Tip: Wie bei allen solchen Systemen, so funky und WLANy sie auch sein mögen, empfiehlt sich immer, die Ersteinrichtung per Kabel oder direkt über den PC vorzunehmen. Vielfach geht das theoretisch auch über die Apps, die man später zur Bedienung verwenden kann, es ist aber immer ratsam, die „große“ Software zuerst zum Einrichten zu verwenden.

Bei devolo Home Control ist das eine Browser-Anwendung, die man unter www.mydevolo.com erreicht. Dort muß man seine Mailadresse, seinen Namen und das Geburtsdatum eingeben und dann auf den Bestätigungslink warten.
Ich krieg ja immer die Pimpernellen, wenn ich auf solche Bestätigungslinks ewig lange warten muß. Von der Nutzung so mancher Seite habe ich mich schon deshalb komplett verabschiedet, weil ich es hasse, einen halben Tag oder länger auf so einen doofen Link zu warten.
Auch bei devolo geht das nicht im Handumdrehen, aber so nach ’ner Viertelstunde war die Bestätigungsmail dann da. Link klicken und einloggen, los geht’s.
In der Browseranwendung wird man sehr intelligent und sehr gut durchdacht durch die einzelnen Schritte der Erstinstallation geführt.
Dazu mache ich die Tage noch ein Video.

Stichwort Browseranwendung
Devolo setzt auf Browseranwendungen. Das bedeutet, es wird keine CD mit Software mitgeliefert und man muß sich keine solche herunterladen. Stattdessen läuft die Steuerung im Internetbrowser.
Das hat zwei entscheidende Vorteile. Zum einen benötigt man keine speziellem Programme für Windows, Mac-OS, Linux usw. und zum anderen kann devolo die Software, quasi ohne daß man es merkt ständig aktualisieren. Neue Funktionen, Fehlerbeseitigungen und neue Gerätebibliotheken müssen also nicht ständig aktiv nachaktualisiert werden, sondern können direkt von devolo eingespielt werden.
Das ist bei der Desktop-Variante so, wie auch bei der App, die es für Androidtelefone und iOS-Geräte gibt. Einziger Unterschied zwischen Desktop- und Mobilvariante: Die Apps muß man sich einmal aus dem jeweiligen Store kostenlos herunterladen. Aber wie gesagt: Auch die App ist eine In-Browser-Software, d.h. man ist damit online und auch hier stehen Neuerungen und Verbesserungen sofern sie vorliegen automatisch bei jedem neuen Aufruf der Software zur Verfügung. Alle paar Tage „Aktualisierungen verfügbar, bitte installieren“, das gehört so der Vergangenheit an.

Wie bei den meisten devolo-Geräten ist auch bei der Home Control-Zentrale die Seriennummer auf der Rückseite angebracht. Bei den powerlan-Adaptern rate ich immer dazu, vorher am besten ein Handyfoto von der Nummer zu machen, damit hinterher ein erneutes Abstöpseln überflüssig wird. Bei der HC-Zentrale ist das nicht notwendig, die Browseranwendung erkennt die Zentrale selbsttätig und gibt die gefundene Security-ID vor. Einfach bestätigen, das war’s.

devolo home control Komponenten anlernen

Nun heißt es, seine Komponenten anzulernen.
Das Anlernen bedeutet nichts anderes, als daß man seine Geräte in Betrieb nimmt und mit der Zentrale verbindet.

Bei den allermeisten Geräten funktioniert das so, daß man in der Browseranwendung bei „Geräte“ einfach auf das Pluszeichen für Hinzufügen klickt.
Es wird einem dann eine Auswahl der Geräte angezeigt, die man hinzufügen kann.
Das sind bis jetzt, aus verständlichen Gründen, zunächst einmal nur hauseigene zertifizierte Produkte. Es soll ja alles einfach und intuitiv zu bedienen sein.
Bei den Eigenprodukten kennt man die Stellparameter, Schaltfunktionen und Sensoren und kann diese deshalb sehr gut und exakt in der Software nachbilden. Das Anlernen ist ein Kinderspiel. Jeder einzelne Schritt wird am Bildschirm dargestellt und es läuft dazu automatisch ein kurzes Video ab, das zeigt, was man tun muß. Besser kann man das nicht machen. Ein Handbuch oder eine Online-Dokumentation braucht man dafür nicht.

Auf diese Weise fügt man nun eine Komponente nach der anderen hinzu.

devolo home control z-wave

Alle Geräte sauber als Widgets dargestellt.

So sieht das dann unter dem Menüpunkt „Geräte“ aus, wenn man seine Komponenten hinzugefügt hat.
Nun will man natürlich, daß diese Komponenten zusammenspielen.

Hierzu hat sich devolo mehrere Möglichkeiten einfallen lassen, wie man die Geräte verknüpfen und automatisiert ansprechen kann:

  • Regeln
  • Szenarien
  • Gruppierungen
  • Zeitsteuerungen

Regeln erstellt man, indem man zunächst durch Anklicken des Pluszeichens im Menü „Regeln“ eine neue Regel zufügt.
Das geschieht idiotensicher durch drag and drop, indem man die gewünschten Sensoren und Aktoren einfach in „Wenn/Dann“-Felder zieht.

Die Steuerung einer Lampe über den Lichtschalter sieht dann beispielsweise so aus:

devolo z-wave home control

Zum Verständnis:
Man sieht, daß man zwei Regeln benötigt. Das ist einmal die Regel für „Licht an“ und einmal die für „Licht aus“.
Beim ersten Probieren wird man zunächst darauf kommen, den Lichtschalter klassisch zu belegen. Er hat zwei Wippen, wie ein herkömmlicher Doppellichtschalter (eine durchgehende Wippe für einfachere Anwendungen liegt auch bei).
Da könnte man auf die Idee kommen, zu sagen: Ich drücke oben auf die Wippe (Schalter 1), mache bitte das Licht an. Die nächste Regel hieße dann: Ich drücke unten auf die Wippe (Schalter 3), mache das Licht wieder aus.
So würde man es programmieren, wenn man das System bei Oma Lieselotte installiert, die es gewöhnt ist, durch Hin- und Herwippen des Schalters ein- und auszuschalten.

Dem versierteren Home-Controll-Anwender kommt aber in den Sinn, daß man mit den vier Schaltkontakten des Wandschalters auch vier Geräte steuern könnte. In Anbetracht des nicht ganz niedrigen Preises für diese Schalter, eine durchaus sinnvolle Überlegung, weil man so doppelt so viele Geräte schalten kann bzw. oft nur halb so viele Schalter benötigt.

Deshalb sieht die Regel in unserer obigen Abbildung auch etwas anders aus. „Wenn“ ist nicht nur ein Tastendruck und „Dann“ ist nicht nur die Einschaltung der Meßsteckdose, sondern wir fragen auch noch jeweils den Zustand der Meßsteckdose ab.
Wir sagen also: WENN Lampe aus UND WENN Taste 1 gedrückt, DANN Licht an. Und: WENN Lampe an UND WENN Taste 1 gedrückt, DANN Licht aus.

Die Folge: Man muß nur immer Taste 1 betätigen, um das Licht ein- bzw. auszuschalten. Taste 2,3 und 4 bleiben für andere Steuerungen frei.

Dieses Beispiel habe ich bewußt gewählt, weil es schon ganz deutlich zeigt, wie man Bedingungen miteinander verknüpfen kann. Ein ganz wesentlicher Vorteil der devolo-Software.

Der Regel gibt man dann einen sinnvollen Namen und speichert sie ab.
Unter „Regeln“ sind die ganzen Steuerregeln dann untereinander aufgelistet und können aktiviert bzw. deaktiviert werden.

Kleines Sandkorn, das stört:

devolo-2-02-taste

Die Softwaredesigner haben sich überlegt, wie man, wenn man in den devolo-Farben bleiben möchte, den ein- und ausgeschalteten Zustand der Regeln/Geräte usw. sichtbar macht.
Das ist meiner Meinung nach nicht sehr schön gelungen. Die obere „Taste“ in der Abbildung soll den nicht-aktivierten Zustand darstellen, die untere den aktivierten.
Alles blau-grau, nicht deutlich genug voneinander zu unterscheiden. Bitte einen grünen Schimmer unter das EIN-Symbol und einen roten unter das AUS-Symbol legen! Bitte!

So wäre es viel deutlicher:
devolo2-schaltermitlicht

Regeln lassen sich äußert komplex zusammenklicken. Das geht sehr einfach und ist für die Grundfunktionen ein Kinderspiel. Das kann durchaus auch vom Laien bewältigt werden. Jeder Schritt wird erklärt und die Online-Hilfe gibt ordentliche Hilfestellung.
Wer tiefer in die Materie einsteigen will, der muß sich in das System einfuchsen und am besten so viel Herumspielen, wie es geht.
Ich werde auch hier im Blog noch regelmäßig Tips und Tricks für Z-Wave-Steuerungen bringen.

Wer mehr lernen und in die Welt von Z-Wave eintauchen möchte, dem sei dieses Buch hier empfohlen:

(Amazon-Bild. Falls nicht sichtbar, bitte den Werbeblocker eine Ausnahme für das Dreibeinblog hinzufügen, ich nutze oft Amazon-Bilder zur Illustration.)

Zum Buch: In diesem Buch wird Z-Wave als Technologie vorgestellt und Hinweise für die Nutzung beim Aufbau eines Smart Home gegeben. Kapitel 1 vergleicht Funktechniken und führt in Z-Wave ein. Kapitel 2 beschreibt die Funktechnik. Kapitel 3 widmet sich dem Netzwerk und erklärt die Zusammenarbeit der einzelnen Z-Wave Geräte. Im vierten Kapitel werden die Befehlsstrukturen und die Anforderungen unterschiedlicher Geräte erklärt. Kapitel 5 gibt sehr praktische hinweise zum Aufbau, zum Management von Z-Wave Funknetzen und liefert einige praktische Tipps und Erfahrungen. Im letzten Kapitel werden einige Spezialthemen rund um Z-Wave wie die rechtliche Situation oder spezielle praktische Probleme z.B. das Dimmen von Leuchten betrachtet. Das Buch richtet sich an Anwender, Installateure und Entwickler. Es setzt kein Fachwissen über Z-Wave, jedoch solide allgemein-technische Grundkenntnisse voraus.

Insgesamt macht die Desktop-Software, die im Browser läuft, einen sehr guten Eindruck.

Mehr über Gruppen, Szenarien und den Aufbau komplexerer Regeln verrate ich Ihnen im kommenden dritten Teil dieser Artikelreihe.

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!



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