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Test – Brother Tintenstrahldrucker MFC-J4420DW – Erfahrungsbericht – Fax, Scanner, Kopierer, Drucker

Test – Brother Tintenstrahldrucker MFC-J4420DW – Erfahrungsbericht – Fax, Scanner, Kopierer, Drucker

Es dauerte 3 Monate, bis wir den Brother MFC-J4420DW so richtig getestet hatten. Bei uns stehen keine Labortests im Vordergrund, sondern echte Erfahrungen, wie sie jeder andere Verbraucher auch machen kann.
Und wie will man testen, ob die Tinten schnell alle sind oder zum Eintrocknen neigen, wenn nicht im Langzeittest.

Der Brother MFC-J4420DW ist ein Tintenstrahldrucker mit Faxfunktion. Wenn ein Fax mit drin ist, hat der Drucker auch immer einen Scanner und wenn ein Drucker scannen kann, dann kann er auch kopieren.
Der Drucker kostet einen von Brother vorgeschlagenen Listenpreis von 179,- € und als Straßenpreis 60 Euro weniger.

Test - Brother Tintenstrahldrucker MFC-J4420DW - Erfahrungsbericht - Fax, Scanner, Kopierer, DruckerTest - Brother Tintenstrahldrucker MFC-J4420DW - Erfahrungsbericht - Fax, Scanner, Kopierer, Drucker

  • Besonderheiten: Farbtintenstrahl-Multifunktionsgerät (Scanner, Kopierer, Drucker, Fax)
  • Druckmethode: Piezo-Technologie, Druckauflösung: Bis zu 6.000 x 1.200 dpi, 128 MB Speicher
  • Schnittstellen: USB 2.0 Hi-Speed, 802.11 b/g/n (WLAN), PictBridge, USB-Host
  • Druckgeschwindigkeit: Bis zu 20 Seiten pro Minute in S/W und bis zu 18 Seiten pro Minute in Farbe
  • Herstellergarantie: 3 Jahre
  • Lieferumfang: Drucker 4-in1, 4 Starterpatronen, Software Nuance PaperPort, Treiber, Installationsanleitung, Benutzerhandbuch (CD-ROM), Netzkabel, Faxkabel

Drucken
Gut finde ich, dass nach dem Einschalten nicht ewig gereinigt wird. Ich habe die Erfahrung mit Druckern anderer Hersteller gemacht, daß diese nach dem Einschalten minutenlang Reinigen und Rattern. Am Ende war ewig viel Tinte verbraucht. Das ist beim Brother MFC-J4420DW nicht so.

Nervig ist das Geräusch, das der Drucker hin und wieder macht, bevor er druckt. Das ist ein hochfrequentes Fiepen.
Der Druck selbst geht sehr leise vonstatten.

Wir haben die Testblätter vom druckerchannel.de ausgedruckt. Dort findet jeder sehr gute Testblätter für eigene Tests und viele weitere Informationen rund um Drucker.
Farbdruck im Modus „normal“ kann man vergessen. Das Druckergebnis wird streifig und seifig. Nur im Modus „optimal“ kommen die Testblätter sehr ordentlich heraus. Fotos finden wir gut bis sehr gut. Das kann der Brother prima.

Und der s/w-Druck von Texten? Der klappt gut. Das geht schnell, auch das Drucken größerer Textmengen.
Die Qualität ist brauchbar bis gut. Man kann die Dokumente guten Gewissens fortschicken.
Nicht so doll ist die Druckqualität, wenn beispielsweise schwarzer Text mit einem grünen Balken/Hintergrund hinterlegt ist. Da macht die Tinte das Papier recht naß und der Druck sieht bei näherer Betrachtung etwas fransig aus.

Klasse finde ich die integrierte Duplexeinheit, die problemlos beidseitiges Drucken ermöglicht.

Kopieren
Die Kopierergebnisse sind sehr gut. Das Kopieren geht mittelschnell.
Der Drucker verfügt als Kopierer über eine Zoomfunktion im Bereich von 25%-400% oder in 1% Schritten. Man kann zum Kopieren den automatischen Mehrblatteinzug (Feeder) nutzen.

Faxen
Faxempfang und Faxversand funktionieren einwandfrei. Das Gerät lässt sich in den Einstellungen (Fax) so einstellen das ein Sendebericht automatisch nach dem Faxen gedruckt wird.
Das Faxen funktioniert nicht nur über das beiliegende Faxkabel, sondern auch ohne dies als PC Fax Gerät. Das funktioniert über die Software und bietet auch Leuten, die keinen Faxanschluß haben, die Möglichkeit Faxe zu verschicken und zu empfangen. Das beduetet, man kann die Dokumente einscannen und dann via PC versenden.

Jedoch: Das mitgelieferte Faxkabel ist ohnehin schon recht kurz. Man muß es dann aber noch ca.20-30 cm im Geräteinneren verlegen, um es an die recht weit vorne untergebrachte Faxbuchse anschließen zu können. Da vergeudet man unnötig Kabellänge.

Einzelblatteinzug
Das Schöne am Brother MFC-J4420DW ist, daß er über einen separaten Einzelblatteinzug verfügt, über den man sogar A3-Blätter einfüttern kann. Ideal ist der Einzug aber auch, wenn man neben dem standardmäßig eingelegten Schreibmaschinenpapier mal schnell ein Foto auf dickem Papier ausdrucken möchte.

Da der Brother MFC-J4420DW quer druckt, kann er über den Einzelblatteinzug auch mit A3 hochkant beschickt werden denn A3-hochkant ist genau so breit wie A4 quer.

Der Einzelblatteinzug funktioniert gut, aber nicht supergut. Fotopapier, das dicker als 80gr/qm ist, muß oft von Hand nachgeschoben werden. Meist kann der Drucker dickeres Papier nicht beim ersten Mal einziehen, meckert dann und dann muß man das Papier manuell etwas andrücken bzw. in Richtung Drucker drücken, damit es eingezogen wird. Dabei stört, daß der Drucker das Papier mehrfach ein Stück einzieht und dann wieder ausschiebt. Nach einem Papierstau braucht der Drucker ewig, bis er wieder einen neuen Druckversuch unternimmt.
Bautechnisch nicht anders zu lösen, aber leider eben doch etwas unpraktisch ist die Position des Einzelblatteinzugs auf der Rückseite des Gerätes. Eine Aufstellung direkt an der Wand ist daher nicht möglich.
Die Papierbreitenbegrenzer rasten zwar irgendwie ein, jedoch nicht sehr exakt. Das führt dazu, daß manchmal schief eingezogen wird. Auch ein Druck mehrerer Exemplare, bei denen der Druck an exakt vorgegebener Stelle geschehen soll, ist schwierig. Der Druck landet irgendwie jedesmal hauchdünn woanders.

Gerätegröße
Dadurch, daß das Gerät eine querliegende Papierkassette hat und auch quer ausdruckt, ist das Gerät sehr kompakt. Der Brother MFC-J4420DW ist 480 x 188 x 290 mm groß.

Stromverbrauch
Der Stromverbrauch beim Drucken interessiert nur diejenigen, die sehr große Mengen ausdrucken. Aber wer tut das schon mit einem Tintenstrahler.
Große Mengen wären beispielsweise 500 Blatt täglich.
Ansonsten sind die Druckvorgänge so kurz, daß der Stromverbrauch von 23 Watt kaum ins Gewicht fällt.

Mich stören aber die 5,5 Watt Dauerstromverbrauch im Standby. Ist es nicht so, daß viele Leute ihre Drucker immer anlassen?
Das bedeutet aber fast 50 kw/h im Jahr und somit kostet das unnötige 10-15 Euro.

Besser ist es also, den Drucker auszuschalten, was man ja als vernünftiger Mensch sowieso tut. Dann verbraucht er nur noch 0,04 Watt, die benötigt er, um für den Faxempfang gerüstet zu sein.

Insgesamt ist der Stromverbrauch niedrig, die 5,5 Watt im Standby stören aber.

Tinte
Wir alle wissen, daß günstige Drucker nur deshalb möglich sind, weil wir anschließend über den Kauf der Tinte das Gerät noch nachträglich finanzieren. (Siehe dazu die beiden unten verlinkten Artikel).
Mich ärgert es immer, wenn einem neuen Drucker wie selbstverständlich halbleere oder sehr kleine Patronen zum Ausprobieren beigelegt werden. Zum Lieferumfang des MFC-J4420 gehören Tintenpatronen schwarz, cyan, magenta, gelb für je 350 Seiten (gemäß ISO/IEC 24711).
Das sind Patronen, die 200 Blatt weniger drucken, als die normalen. Diese drucken 550 Blatt und kosten 15 € (schwarz) bzw. 55-60 € für das Dreierfarbpack.
Es gibt auch eine XL-Patrone, die kostet von brother rd. 25 € und druckt 1.200 Seiten.

Alternative:

Die farbigen brother-XL-Patronen kosten im 3erpack ca. 65 €.

Wer da kräftig sparen will, der kauft sowas hier:

Wir haben die kostengünstigen Alternativen ausprobiert und können keinen nennenswerten Unterschiede in der Druckqualität feststellen. Auch Auswirkungen auf den Drucker konnten wir nicht erkennen.

Bei allen Patronen fiel uns auf: Wenn man die als leer angezeigten Tintenpatronen zerlegt, erkennt man, wie viel Tinte sich noch darin befindet. Da könnte man sicher noch eine Weile weiterdrucken, aber der Brother verweigert das Drucken bei „leeren“ Patronen.
Gut ist, daß man die Farben separat und einzeln tauschen kann.

Fazit
Insgesamt handelt es sich beim Brother MFC-J4420DW um einen sehr ansehnlichen und kompakten Drucker. Das Scannen und Faxen geht problemlos.
Der Papiereinzug auf der Rückseite ist praktisch, macht aber gelegentlich Kummer.
Unter Windows war die WLAN-Einrichtung fummelig und umständlich, beim Mac klappte alles ohne Probleme.
Die Druckqualität ist für ein Gerät der 120-€-Klasse prima. Es geht aber auch besser.
Insgesamt ist das ein Drucker für den Privatanwender oder für den Freiberufler, der max. 50 Seiten am Tag drucken möchte.
Nach dem Drucken empfiehlt es sich, das Gerät abzuschalten.

Ich würde mir diesen Drucker auch kaufen, wenn ich nur diesen Betrag zur Verfügung hätte.

Minus:
Einzelblatteinzug auf der Rückseite verhindert Aufstellung an der Wand.
Einzelblatteinzug hakt bei dickerem Papier
nerviges Geräusch vor dem Druckvorgang
relativ hoher Stromverbrauch im Standby (5,5 Watt)
unter Windows ist WLAN-Einrichtung fummelig

Plus:
Druck selbst sehr schnell und leise
Es kann auch A3 gedruckt werden
gut funktionierender Feeder
Duplexeinheit
Anschluß über WLAN möglich

http://dreibeinblog.de/tinte-teurer-als-parfum/

http://dreibeinblog.de/tinte-teurer-als-parfum-ii/

Auf der nächsten Seite finden Sie die technischen Daten (Werksangaben).

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


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Design
18.5out of 5
Funktion
16out of 5
Druck Foto
20out of 5
Druck s/w
13.5out of 5
Preis
20out of 5
Folgekosten
12out of 5
Geschwindigkeit
13.5out of 5
Lautstärke
16out of 5
Material/Verarbeitung
13.5out of 5

3.93

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