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Sultan hat fertig mit Wahlkampf bei den Nazis

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Aus, Ende, Schnauze voll: der Sultan hat fertig mit dem ganzen Gesockse in Europa. Neulich saß der von Allah gesalbte, von allen Muslimen auf der ganzen Welt geliebte Führer, seine gepriesene Heiligkeit, Sultan Recep Tayyip Erdoğan bei einem lecker Schälchen blanchierten Schafsaugen an fruchtigem Vinaigrette-Bulgur stinkesauer in seinem Serail, schäumend vor Wut, weil dieses elende, rassistische Europäische Nazi-Pack die Wahlkampfauftritte seiner Minister nicht zulassen will. „Alles Nazis! Diese Merkel: Nazi; dieser französische Vollidiot Hollande: Nazi, und erst recht dieser Mark Rutte, ungläubiger Kretin, alles Nazis“. Der ansonsten so Sanfte, so väterlich Milde, er konnte sich garnicht mehr einkriegen.

Irgendwann kam dann sein Freund und Wirtschaftsminister Nihat Zeybekçi von einem Arbeitsessen mit dem zackigen Oberfeldwebel der 25. Luftlandebrigade, Hauptmann der Reserve und ehemaligen Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Generalimporteur in der Bundesrepublik für afghanische Teppiche, Dirk Niebel, der mit seinen Kumpels von Rheinmetall gerade eine Panzerfabrik in der Türkei baut, damit ihnen das elende Hick-Hack um die saudummen Waffenexportrichtlinien und das sinnlose Gelaber im Bundessicherheitsrat den Buckel runter rutschen kann.

„Recep, mach Dich locker, pfeif Dir Deine Schafsaugen ein und hör mir gut zu“, sagte Nihat, „Du verrennst Dich nämlich total“. Und dann erklärte Zeybekçi seinem Boss, dass dessen Nazi-Gepolter böse nach hinten losgehen könne. Nicht, weil die Europäer etwas gegen Nazis hätten, die seien dort wieder schwer angesagt. Aber offiziell wollten sie in den Parlamenten davon nix wissen, wegen dem Hitler.

Sein ägyptischer Bruder Mursi würde hier jedenfalls den Ball Nazi-mäßig flach halten, denn seine Muslimbrüder waren nämlich damals in Berlin mit den Nazis richtig dicke, und der Bruder-Boss, der al-Banna Hassan, war sogar mehrmals bei Hitler und Goebbels persönlich zu Gast und völlig weg von der Gründlichkeit, mit der die beiden unter den Juden aufräumten. Da man sich auf Anhieb bestens verstand, baute die NSDAP ihren arabischen Freunden einen mächtigen Sender, damit die Muslimbrüder direkt aus Berlin ihre Botschaften nach Palästina funken und die Märtyrer gegen die Briten und die Juden aufhetzen konnten.

Es wurde sogar das Gerücht gestreut, Hitler sei damals zum Islam übergetreten und hätte seine Vorhaut dem bewaffneten Kampf der muslimischen Märtyrer gegen den Zionismus gewidmet, oder so ähnlich. Er aß ja auch kein Schweinefleisch, also musste Hitler ein gerechter Muslim sein. Dass der Österreichische Postkartenmaler Vegetarier war und deshalb ohnehin kein Fleisch aß, hatte man in der Euphorie glatt vergessen.

„Du meinst, die Merkel, der Hollande, der Rutte und all die anderen Nazis sind gar keine Nazis?“, fragte Erdoğan leicht verwirrt. „Sorry Recep, aber da liegst Du völlig daneben“, erwiderte sein Kumpel Nihat, der nebenbei die Knete aus dem Lederkoffer zählte, die ihm der Hauptmann der Reserve diskret zugesteckt hatte. „In Frankreich und in Holland ist der Hitler damals sogar einmarschiert und hat danach ziemlich die Sau rausgelassen. Also der Hollande und der Rutte sind sicher kein Nazi, und die Merkel ist sowieso gar nichts, also politisch gesehen, aber das weißt Du ja.“

Und dann erklärte Zeybekçi seinem Boss, dass er mit seinen Nazi-Pöbeleien aber ruhig weitermachen könne – also zu Hause in der Türkei. Die strunz dummen Landeier in Anatolien kriegen das eh nicht mit in ihren Ziegenställen, und da sie sowieso auf seiner Seite sind, ist es ihnen Jacke wie Pluderhose, wie das damals zwischen den Muslimbrüdern und den Nazis lief. Und den ganzen exil-Türken wird ihr dortiger Imam schon erklären, wo der Hammer hängt. Allah werde es schon richten. Am besten wäre es, Erdoğan und seine Parteisoldaten bliesen alle ihre Wahlkampfauftritte in Europa ab und konzentrierten sich auf die Heimat, oder sie gingen gemeinsam zum Kurden-Mohr-Huhn-Schießen. Das beruhigt die Nerven in dieser unruhigen Zeit.

„So machen wir es“, sagte Erdoğan. „und zu Hause ich kann diese Kāfir weiterhin als Nazis beschimpfen, nicht wahr? Nazi kann man nämlich so herrlich rausbrüllen und wenn ich dazu noch mein ernstes Gesicht mache…das Volk wird mich dafür lieben. Allahu Akbar! Ein paar Schafsaugen, mein Bruder?“

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Peter Grohmüller

Peter Grohmüller

Hallo, ich bin Peter Grohmüller und leide nicht an dieser Welt, aber mir fällt ihr Leiden auf.

„This world is sick and we are the doctors.“

Wenn es eine Wunde gibt, dann muß man sie entweder heilen oder Salz hineinstreuen. Wir, das sind die Kritischen, die Hinterfragenden und die Lallbackenentlarver. – So einer bin ich.

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peter wilhelm autorenlesung
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  1. Hajo
    Hajo 13 April, 2017, 21:01

    Generalimporteur, sehr schön! 🙂

    Antwort auf diesen Kommentar

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