Start Satire Sensation: Devolo bringt Kaffee aus der Steckdose
  • Sensation: Devolo bringt Kaffee aus der Steckdose

    Direkt nach der Cebit kommt Powerline-Hersteller devolo mit einer Sensation auf den Markt.
    Der Aachener Hersteller von dlan-Lösungen für nahezu alle Anwendungen hat ab sofort das Produkt „devolo-cofi“ im Angebot.
    Wie der Name schon lautmalerisch sagt, handelt es sich um die weltweit erste Lösung, um frischen Kaffee, direkt an der Steckdose zu erzeugen.

    Ja, Sie haben richtig gelesen: Zu erzeugen!

    TP-Link und AVM haben ja schon länger Produkte auf dem Markt, mit denen sich Flüssigkeiten über Ethernet-Kabel weiterleiten lassen, doch devolo-cofi geht einen Schritt weiter!
    Das Set besteht aus zwei Komponenten. Das ist einmal der glatte Cofi-In-Adapter und der mit Lüftungsschlitzen versehene Cofi-Out-Adapter. (Wofür die Schlitze gut sind, werden wir gleich noch sehen.)

    Die Startpackung enthält noch Kaffee- und Espressokapseln. Hier könnte man sich etwas mehr erwarten, 2 Stück von jeder Sorte sind etwas wenig.
    Eine umfangreiche Bedienungsanleitung braucht man nicht, stattdessen ist ein in allen Ländern verständliches Blatt mit Grafiken beigefügt.

    Danach geht man dann auch vor.

    Zuerst wird der Cofi-In-Stecker mit einer Kaffeekapsel bestückt. Kompatibel sind die von ALDI, K-fee und Starbucks.
    Die Kasel wird mit dem schmaleren Ende voran in den Steckdosenausschnitt des Cofi-In-Steckers gesteckt.

    devolo-cofi

    [yellow_box]Hinweis: Das geht nur mit den neuen devolo-cofi-Adaptern, keinesfalls mit anderen dLan-Produkten![/yellow_box]

    Nun kommt in eine andere Steckdose des selben Stromkreises der Cofi-Out-Adapter zum Einsatz.

    Sensation: Devolo bringt Kaffee aus der SteckdoseSensation: Devolo bringt Kaffee aus der Steckdose

    Und jetzt heißt es erst mal abwarten! Um es gleich vorweg zu sagen: Das ist einer der Schwachpunkte des Systems, denn wahnsinnig viele Tassen direkt nacheinander kann das System (noch) nicht brühen!
    Denn jetzt dauert es mindestens 20 Minuten, bis der Cofi-Out-Adapter grünes Licht zeigt. Dann hat er durch die Lüftungsschlitze genügend Umgebungsluft angesaugt und aus ihr 125 ml Wasser extrahiert.
    Ein kurzes Piepsignal informiert den Anwender über die Betriebsbereitschaft. Tasse unterstellen und die grüne Leuchttaste drücken und schon fließt heißer Kaffee oder Espresso, je nach eingesteckter Kapsel, aus der Steckdose!

    devolocofi2


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    Das ist, wie ich finde praktisch gelöst, daß man erst den grünen Tastknopf drücken muß, es wäre ja fatal, würde der devolo-cofi einfach anfangen Kaffee auszuspucken, ohne daß eine Tasse untergestellt wurde.
    Bis zur nächsten Tasse heißt es dann mindestens 8 Minuten abwarten. Ist das Gerät nämlich einmal warmgelaufen, dauert die Extraktion der Feuchtigkeit aus der Raumluft nicht mehr so lange.

    [yellow_box]Tipp: Nach mehrmaligen Kaffeegenuss aus der Steckdose einfach mal für 5 Minuten lüften, damit neue feuchte Außenluft zur Verfügung steht![/yellow_box]

    Ab sofort muß also die Sekretärin nicht mehr für jeden Kaffee herbei eilen. Ein Anruf im Vorzimmer genügt, die nette Dame legt eine Kapsel in den Cofi-In-Adapter und schon kann man in seinem Büro eine Tasse Kaffee zapfen.
    Fürs Home-Office oder fürs Büro ohne Sekretärin steckt man die beiden Adapter einfach nahe beieinander ein.

    [yellow_box]Achtung: Der devolo-cofi-out-Adapter muß senkrecht in einer Wandsteckdose stecken![/yellow_box]

    Die Position des cofi-in-Adapters hingegen spielt keine Rolle.

    Das Funktionsprinzip des Ganzen ist denkbar einfach. Im Cofi-In-Adapter wird an einem nur 2 x 2 cm großen Hochspannungsgitter eine negative Ladung erzeugt, die die Kaffeepartikel für die Stromleitung transportfähig macht. Devolo verzichtet bewusst auf den dLan-Transport von Flüssigkeiten, das sei zu gefährlich, heißt es aus Aachen.
    Nur der Kaffee wird in trockenem Zustand über die Stromleitung transportiert, die Flüssigkeit kommt erst im senkrecht montierten cofi-out-Adapter hinzu.

    Aus diesem Grund sind auch nur Kaffee- und Espressokapseln geeignet (16 Stück bei ALDI ab etwa 2,99 Euro). Milchkaffee, Mischgetränke und Milchkapseln funktionieren leider nicht.

    Was uns aufgefallen ist: Aufgrund der hohen Spannung am Hochspannungsgitter des devolo-cofi-in-Adapters erfährt der Kaffee sozusagen eine gewisse Nachröstung.
    Das System ist also nur etwas für Kafeeliebhaber, die ihr Lieblingsgetränk lieber etwas kräftiger mögen.

    Ganz günstig ist der Spaß nicht, eine einfache Kapselmaschine von ALDI liegt bei unter 70 Euro, soviel kostet einer der beiden Adapter, zusammen kosten sie im Set 139,95 €
    Aus Aachen heißt es dazu, die Kapselmaschinen anderer Hersteller seien sozusagen subventioniert und würden viel zu günstig abgegeben, damit die Kunden hinterher über den Kauf der systemeigenen Kapseln das Ganze refinanzieren. Das sei so ähnlich wie beim Druckerkauf, wo ja auch die nachgekaufte Tinte den Braten erst fett macht.
    Solcherlei Quersubventionen kann sich der Aachener Hersteller nicht leisten und setzt lieber auf eine möglichst große Kompatibilität. Schon im Herbst sollen sehr günstige Aufsteckadapter für Nespresso- und Dolce Gusto-Kapseln auf den Markt kommen, hier steht man noch in Verhandlungen mit den jeweiligen Herstellern.

    [grey_box]Fazit:

    + einfach zu installieren
    + sehr praktisch
    + einwandfreier Geschmack
    + große Kompatibilität
    + innovative Idee

    – wenig Kapseln im Starterpack
    – etwas lange Aufwärmzeit
    – etwas hoher Preis[/grey_box]

    Gesamturteil:
    Mit dem cofi-System ist es gelungen, ein absolut neues Produkt auf den Markt zu bringen. Der Kaffee schmeckt hervorragend und besonders viel Spaß macht das Ganze im Zusammenspiel mit der Devolo cofi-cockpit-App, die man sich kostenlos aufs Handy (derzeit nur fürs iPhone, die Android-App folgt im Mai) herunterladen kann. Dann kann man die Kaffeekapsel schon vorher einstecken, die Tasse unterstellen und von überall auf der Welt auf Knopfdruck im heimischen Büro einen frischen Kaffee zubereiten.
    Praktisch, wenn man zum Büro unterwegs ist, dann ist der Kaffee schon fertig, wenn man kommt.

    Daumen hoch!


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    8 Kommentare

    1. SteffKo

      1. April 2014 at 05:40

      Ja ja der April ist wieder da…

      Antwort

    2. Donner Littchen

      1. April 2014 at 12:43

      Was heisst hier April, niemals würde uns treue Leser der Herr Wilhelm vera…… .
      Man(n) muss dem Neuen nur aufgeschlossen gegenüberstehen. Ich finde es dolle, muss halt noch ä bissl weiterentwickelt werden 🙂 Ich würde einsteigen wenn die Extrahierung vom Tomatensuppe gelungen ist.

      Antwort

    3. Flauschkrähe

      1. April 2014 at 16:12

      *rofl* beim nächsten Mal sollte der geshoppte Kaffee aus der Steckdose realistischer aussehen, nur so am Rande! Aber die Idee hat was – aber Strom vs. Wasser… *grusel*! 😀

      Antwort

    4. DL2MCD

      2. April 2014 at 08:12

      Also neu ist das nicht, im Osten wurden Bockwürste mit zwei Drähten links und rechts in die Steckdose in 10 Sekunden gegrillt. Wahrscheinlich mit weniger Funkstörungen als ein Devolo Powerline Modem.

      Aber der Vorgang ist nicht richtig dargestellt: Es handeltz sich um Wechselstrom. Also können nicht aus dem rechten Loch nur Elektronen / Cofionen herauskommen, es müssen auch gleichzeitig links welche rein und dann nach 1/50 s andersrum. Das schäumt dann den Kaffee toll auf und gibt eine gute Crema.

      Antwort

      • Lochkartenstanzer

        3. April 2014 at 08:42

        > Das schäumt dann den Kaffee toll auf und gibt eine gute Crema.

        „Crema“ ist Mist und gehört icht auf den Kaffee. Wenn überhaupt, dann nur aufgeschäumte Milch.

        Antwort

        • Lochkartenstanzer

          3. April 2014 at 08:42

          Ich kaufe ein „n“.

          Antwort

          • Peter Wilhelm

            3. April 2014 at 09:50

            Wer Crema auf den Kaffee macht, der tut auch Senf ins Pils.

            Antwort

            • DL2MCD

              4. April 2014 at 13:32

              Crema „macht“ man ja nicht auf den Kaffee. Und Ironie wird schriftlich einfach nicht verstanden…

              Aber solange keiner ins Pils macht, macht das nix 😀

              Antwort

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