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  • Pech oder Glück? Aber Strafe muss sein!

    Vor längerer Zeit schrieb ich einmal über mein neues Sommerhandy, das Motorola Motofone F3. Dabei handelt es sich um ein extrem abgespecktes und superdünnes Handy im Motorola-Design, das sich durch eine sehr überschaubare Anzahl an Funktionen und vor allem eine extrem lange Akkulaufzeit auszeichnet.

    Pech oder Glück? Aber Strafe muss sein!

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    Jetzt kommt dieses Handy wieder zu Ehren. Ich selbst hatte es mehr als ein Jahr als mein elegantes schmales Zweithandy in Gebrauch und nahm es immer mit, wenn ich mal kein „großes Gepäck“ mitnehmen wollte. Das flache Teil passt wirklich noch in jede Tasche. Danach fungierte es als Ersatzhandy für jedermann in unserer Familie. Akku am eigentlichen Handy leer? Kein Problem, nimmt man halt das F3.
    Kurz gesagt, jeder liebt das F3 und es ist ungeheuer praktisch, mit einer einzigen Ausnahme: Durch das nur einzeilig nutzbare Display sind SMS-Nachrichten kein besonderes Vergnügen. Das Schreiben geht ja noch, aber das Lesen längerer SMS wird zur Geduldsprobe, weil man immer horizontal scrollen muss.
    Und natürlich will heute jeder mehr von seinem Handy, ein bißchen MP3 mag der eine, etwas mehr Grafik will die andere und ich bin ja sowieso mit einem iPhone versorgt und mag das nicht mehr missen.

    Heute bekomme ich die aktuelle T-Mobile-Rechnung, und damit komme ich zum Thema „Glück, Pech oder Strafe“, und setze mich auf den Hosenboden, vor Schreck!
    Da hat es unser Halbwüchsiger doch tatsächlich geschafft, über 100 Euro an Handykosten allein im Monat August zu verursachen. Fast 400 SMS und unzählige Telefonate und alles nur mit einer „Angebeteten“… Tja, so ist das mit den verliebten Gockeln.


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    Klar, das lassen wir uns nicht bieten, den Schaden muß er irgendwie wieder gutmachen. Aber als erste Maßnahme wurde von einem Standgericht sofort die SIM-Karte eingezogen, das umfangreich ausgestattete Handy konfisziert und der Knabe mit einer Prepaid-Karte mit 9 Euro Guthaben für den ganzen Monat und eben jenem Motorola F3 ausgestattet.
    Damit ist er jetzt erreichbar, kann uns erreichen, aber die ewige Spielerei mit albernen, flackernden Tittenbildchen und das ständige Gedudel irgendwelcher halbidiotischer Klingeltöne hat nun ein Ende.

    Eigentlich hat der junge Mann ja noch Glück, daß er überhaupt noch ein Handy haben darf, andererseits wird er das alles als ganz schwere Strafe empfinden. Egal.
    Es gibt feste Absprachen, daß die Handys der Kinder in erster Linie dazu dienen, erreichbar zu sein (und zwar für uns!) und um uns erreichen zu können. Wenn dann gelegentlich mal ein Gespräch zu einem Freund oder einer Freundin geführt wird, dann soll das in Ordnung gehen, aber doch nicht für über 100 Euro!

    Merkwürdigerweise ist unsere Tochter, die ja jünger ist, da anders. Man sagt ja den Frauen immer nach, sie würden viel mehr sabbeln als Männer, und das stimmt rein lippentechnisch auch, aber in puncto Handytelefonie hält sich unsere Tochter immer schon sehr zurück.


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