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  • Paul-Egon Mahler

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    Vor einigen Tagen fielen mir sehr hübsche Postkarten mit Hundemotiven in die Hände.

    Wie ich recherchieren konnte, stammen sie von dem zu seiner Zeit recht bekannten Maler Paul-Egon Mahler.

    Doch wer war dieser Paul-Egon Mahler?

    Paul-Egon Mahler um 1908

    Paul Egon Mahler war ein bekannter Maler von Tier- und Jagdszenen.

    Württemberger Bracke, gemalt von Paul-Egon Mahler um 1900

    1862 wurde er in Straßburg unter dem Namen Paul Eugene geboren, besuchte dort die Schule bis einschließlich der dortigen Mittelschule, wo sein Talent von einem väterlichen Kunstlehrer (Robert Clairegall) gefördert wurde.

    Ebenso wie das Elsaß während der Zeit seine Zugehörigkeit zu den Nationen wechselte, wurde Mahler auch ein Wanderer zwischen Deutschland und Frankreich. Zunächst begann er 1878 in Freiburg eine Lehre zum Xylographen, was seinen künstlerischen Neigungen sehr entgegenkam. Seine Ausbildung beendete er 1881/1882 in Paris bei einem anderen Meister als Gebrauchsxylograph.

    Martha-Luise Mahler

    Ende 1882 kehrte er für einige Jahre ins Elsaß zurück und lernte dort Martha-Luise Kuritzon (1869-1936), die Tochter eines Oberpostbeamten, kennen. Die beiden heirateten 1889 und zogen gemeinsam nach Paris.

    Dort machte Paul Mahler sich zunächst nebenberuflich, dann hauptberuflich als freier Künstler einen Namen als Landschaftsmaler. Leider sind sämtliche Werke aus der Pariser Zeit verschollen. Sein Schaffen in Frankreich wurde durch den heraufziehenden ersten Weltkrieg unterbrochen, da er als Deutsch-Franzose beiden Parteien verdächtig war.

    Wohnhaus der Mahlers in Lausanne/Schweiz

    Er emigrierte in der Folge 1914 nach Lausanne in die Schweiz, wo er in seiner zweiten großen Schaffensperiode vor allem Jagdszenen und Hunde malte. Weiterhin arbeitete er noch bis 1919 immer wieder als Xylograph und schuf vor allem Illustrationen für Lexika, Kataloge und andere Druckschriften.

    Vor allem seine Landschaftbilder bei denen sehr oft Tiere im Vordergrund standen, weckten zeitlebens das Interesse diverser Verleger. Seine Werke wurden in zahlreichen Büchern über die Jagd als Illustrationen eingesetzt, wobei sein Name oft ungenannt blieb. Bekannt wurde er zu seiner Zeit, als immer mehr wohlhabende Industrielle an ihn herantraten, um die in Mode kommenden Jagdsalons auszuschmücken. Der Schwerpunkt waren, wie bei seinen Illustationen, das einheimische europäische Jagdwild, aber auch das lebende Handwerkszeug des Jägers, die Hunde, aber auch Akteure der Beizjagd, angefangen von den Falken bis hin zum Steinadler.

    Paul Mahler verstarb 1924 kinderlos an den Folgen eines Lungenleidens. Man nimmt heute an, daß es sich um Tuberkulose handelte.

    Sein Werk geriet noch vor dem Zweiten Weltkrieg nahezu gänzlich in Vergessenheit. Auch wenn Paul-Egon Mahler sicher keiner der ganz großen Künstler war, so erfreuen seine Bilder auch heute noch viele Liebhaber von Jagd- und Hundeszenen. Sie bestechen durch ihren Detailreichtum, ihre heitere Ruhe und die Leichtigkeit der Farben.

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