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Mirin Dajo, schon gehört?

Mirin Dajo, schon gehört?

Immer mal wieder berichte ich im Dreibeinblog über rätselhafte Phänomene und zeige, daß es in aller Regel Spinner sind, die uns vorgaukeln, sie verfügten über außerordentliche Fähigkeiten und übernatürlich Kräfte.
Sei es, daß jemand magnetisierbare Münzen aus dem Zauberladen tanzen lässt oder wie die Schweizerin Uriella einfach Dummfug erzählt. Beispiel für solche Albernheiten gab es hier im Dreibeinblog schon genug.
Bei meinen Recherchen bin ich nun über Filmmaterial über Mirin Dajo gestoßen. Dajo war Niederländer und hieß eigentlich Arnold Henske. Der Wikipedia-Artikel über ihn ist so kurz, daß ich ihn hier lieber übernehme, statt ihn nur zu verlinken:

Mirin Dajo
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Artikel „Mirin Dajo“ (Link oben)

Mirin Dajo, mit bürgerlichem Namen Arnold Henske (* 6. August 1912 in Rotterdam (Niederlande); † 26. Mai 1948 in Winterthur) war für seine Vorführungen bekannt, bei denen er spitze Gegenstände durch seinen Körper stoßen ließ.

Dajo selbst kommentierte seine Taten mit den Worten: „Sehen Sie, ich bin unverwundbar, und dass ich unverwundbar bin, weiß ich seit zwei Jahren. Allerdings habe ich schon lange Zeit vorher auf dieses Ziel hin trainiert. Aber vor zwei Jahren bog sich eine allzu elastische Waffe bei einem Lungendurchstich ab und fuhr mir quer durch das Herz. Seither habe ich die absolute Gewissheit, dass ich unverwundbar bin.“

Angeblich bewies er seine Unverwundbarkeit bei Vorführungen und Untersuchungen in Anwesenheit von Medizinern. Wiedergefundene Originalkameraaufnahmen vom September 1947, die auch im Internet veröffentlicht wurden, veranschaulichen, dass Mirin Dajo das Durchstoßen von Stellen seines Körpers mittels eines Floretts ohne erkennbare Schmerzregung hinnahm. Dajo starb im Alter von 35 Jahren, laut dem Schweizer Journalisten Luc Bürgin an den Folgen einer Infektionskrankheit, nach Ansicht des Leichenbeschauers hingegen an einer Aortenruptur.

Ganz wird das Rätsel um Mirin Dajo wohl heute nicht mehr zu klären sein. Doch sehen Sie selbst einen Bericht aus dem Schweizer Fernsehen. Das Wissens-Magazin „Einstein“ berichtete über Mirin Dajo:

{jb_warning}HINWEIS: MACHEN SIE DAS KEINESFALLS NACH!{/jb_warning}

 


Einstein vom 23.04.2009

Mirin Dajo, schon gehört?Mirin Dajo, schon gehört?

Wir haben es also mit einem asketischen, fast schon ausgemergelten Mann zu tun, dessen besondere Fähigkeiten wohl in erster Linie darin bestanden, daß er große Schmerzen ohne mit der Wimper zu zucken, aushalten konnte. Ähnlich Effekte kenne ich von meinen Reisen nach Indien auch von Fakiren, die sich Fleischerhaken, Dolche und Nägel durch den Körper bohren lassen und allein durch Trance in einem Zustand sind, der den Blutfluß an den durchbohrten Stellen nahezu gegen Null gehen lässt.
Auch aus heutiger Sicht sind Dajos Vorführungen immer noch spektakulär und in weiten Teilen unerklärbar. Dennoch darf und muß man davon ausgehen, daß es sich nicht um übernatürliche Fähigkeiten handelt, sondern um eine äußerst geschickte und äußerst gefährliche Varieté-Nummer. Daß Dajo durchstochen wurde, das steht außer Zweifel. Die Tierversuche haben damals ja gezeigt, daß man einen Körper durchbohren kann und trotz der dabei entstehenden Verletzungen überleben kann.
Statt mit übersinnlichen Phänomenen haben wir es also eher mit einem Beweis für die Konzentrationsfähigkeit und Willensstärke von Mirin Dajo zu tun.
Letztendlich, und das darf einfach auch nicht übersehen werden, ist er an den Folgen eines solchen Experimentes gestorben.

Sehen Sie nachfolgend einen weiteren, etwas längeren Film, der die ehemals verschollenen Filmaufnahmen von Mirin Dajos Experimenten noch einmal zusammenstellt:

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


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