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Meinungen, Kommentare, Glossen, Kolumnen und Leserbriefe von Nachdenker Peter Grohmüller



Sensationelle Enthüllung! Gauck treibt es mit Frauen! PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Meinungsmühle - Gemeintes
Geschrieben von: Peter Grohmüller   
Mittwoch, den 22. Februar 2012 um 12:37 Uhr

Wurde aber auch höchste Zeit, dass sich endlich mal jemand zur Reputation Joachim Gaucks zu Wort meldet.

Gott zum Gruße!

Das geht nun doch wirklich nicht, dass ein Mann, der verheiratet ist und gleichzeitig mit einer anderen Frau zusammenlebt als moralische Instanz vor das Volk treten und als Leuchtturm der Integrität den Weg in die Zukunft weisen soll.
Da hat Chef der heiligen bajuwarischen Inquisition Norbert Geis nun erwartungsgemäß sein moralinsaures Stimmchen erhoben und das designierte Staatsoberhaupt ermahnt, seine familiären Angelegenheiten doch bitteschön schleunigst zu regeln. Dabei vergisst der krachlederne Gralshüter von Zucht und Ordnung allerdings seinen Parteifreund Otto Wiesheu, der am 29. Oktober 1983 auf der Autobahn München-Nürnberg mit veritablen 1,75 Promille bekanntermaßen einen 67-jährigen Rentner ins Jenseits befördert hatte, nach seiner vergleichsweise milden Strafe munter weiter politisierte und es neben einem Aufsichtsratsposten bei der Deutschen Bahn AG 2005 sogar noch zum Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland schaffte.

Dagegen dürfte doch das Schlafzimmer eines Bundespräsidenten nun wirklich Nebensache sein. Vielleicht fragt er mal bei seinem Parteichef Horst Seehofer an, dessen Schnidel bekanntlich ja auch schon folgenreich auf fremdem Terrain gewildert hat. Vielleicht hätte man um seines Seelenfriedens willen Geis zumindest gestatten sollen, Gabriele Pauli den Hexenprozess zu machen. Amen.

 
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Nun also doch Gauck PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Meinungsmühle - Gemeintes
Geschrieben von: Peter Grohmüller   
Dienstag, den 21. Februar 2012 um 06:56 Uhr

Nun also doch Joachim Gauck.
Mit befremdlicher Schützenhilfe von Grünen und Spezialdemokraten hat die FDP die Kanzlerin zu einer geradezu schwindel-/ekelerregenden Pirouette erpresst und die Kandidatenkür erneut in ein unappetitliches Schauspiel verwandelt.
Die wohl letzte Demonstration vergangener liberaler Macht vor dem absehbaren Ende 2013. Dass die Linke – mit immerhin 11,9% bei der Bundestagswahl 2009 deutlich vor den Grünen – aus diesem „demokratischen überparteilichen Findungsprozess“ von allen 4 Parteien geradezu chauvinistisch ausgegrenzt wurde, findet in der aufgeregten Diskussion keine Erwähnung.
Dies zum Thema Einigkeit in der Überschrift des MM-Artikels. Ich zweifle nicht am Format Joachim Gaucks, trotz solcher Vorschusslorbeeren das Amt mit der gebotenen Würde und Integrität auszufüllen. Alleine, es hätte nicht sein müssen. Die Causa Wulff hätte allen eine Lehre sein sollen.

 
Merkel will die Nachfolge schnell klären PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Meinungsmühle - Gemeintes
Geschrieben von: Peter Grohmüller   
Sonntag, den 19. Februar 2012 um 00:40 Uhr

Nun ist er also weg! War ein hartes Stück Arbeit für die Moral-Bataillone, aus der Melange von Bagatellen und Peinlichkeiten des Niedersächsischen Traumtänzers doch noch eine Staatsaffäre zu stricken. Die Sniper der schreibenden Zunft packen ihre großkalibrigen Geschütze wieder ein und ziehen sich in den journalistischen Unterstand zurück. Bereit, auf den nächsten anzulegen, der der Bundesversammlung als Resultat des Koalitionären Geschacher nach Merkels Gnaden zum Abnicken im dritten Wahlgang aufoktroyiert wird. Nur, welcher der Kandidaten (m/w) hat das Format, dem höfischen hoffnungslos veralteten Nimbus des Amtes gerecht zu werden und 5 Jahre Dauerbeschuss durch mediale Heckenschützen standzuhalten? War da nicht doch etwa ein Joint in der Studenten-WG? Oder ein Che Guevara T-Shirt bei der Pfadfinderfreizeit? Lassen wir uns (böse) überraschen. Gefragt wird das Volk ohnehin nicht.

 
Der Partylöwe in Schloss Bellevue PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Meinungsmühle - Gemeintes
Geschrieben von: Peter Grohmüller   
Sonntag, den 29. Januar 2012 um 12:37 Uhr

Wozu die gekünstelte Aufregung um den Partylöwen im Schloss Bellevue? Wenn Christian Wulff sein offensichtlich defizitäres Ego als Rent-A-President-Inventar im Promi-Streichelzoo des Herrn Schmidt aufpolieren muss, ist das zwar für die Reputation eines amtierenden Staatsoberhaupts nicht gerade prickelnd, in der Konsequenz aber doch eher harmlos. Solange wir unsere Volksvertreter nicht Kakerlaken-knabbernd bei Dirk Bach wieder finden, geht das christliche Abendland nicht unter. Es ist ohnehin nur noch eine Frage der Zeit, bis die geballte Medienmacht auch den angestaubten Nimbus des Bundespräsidentenamtes von jeglicher nostalgischer Würde befreit hat und zum Paparazzi-Abschuss auf dem roten Teppich freigibt.

Viel interessanter in der unappetitlichen Verquickung von Mandatsträgern und Lobbygruppen ist die Frage, wer zu welchem Preis sich die aktuelle Gesetzeslage zusammengekauft hat, der zufolge 20% aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten eine Aufstockung ihres Einkommens benötigen, weil die skandalös niedrige Entlohnung nicht zu Überleben reicht, welchen Preis und an wen die Hotelbranche für die Reduzierung des Steuersatzes bezahlt hat, welche Aufwendungen die Pharmalobby bei der Ausgestaltung der von sämtlichen Regierungen unisono verabschiedeten Gesundheitsreformen nun steuermindernd anrechnet, etc., etc.

 
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Schlecker und die Zukunftssicherung PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Meinungsmühle - Gemeintes
Geschrieben von: Peter Grohmüller   
Freitag, den 27. Januar 2012 um 13:22 Uhr

Alleine die Vokabel „Zukunftssicherung“ in der Überschrift zu Ihrem Artikel ist angesichts tausender geprellter Arbeitnehmer und Lieferanten schon ein Affront. Der Fall Schlecker beleuchtet, wieder einmal eindrucksvoll die diametrale Gegensätzlichkeit von Recht und Gerechtigkeit in unserem vermeintlichen demokratischen Rechtssystem. Die chauvinistische Personal- und Entlohnungspolitik des nun havarierten, mit geradezu krimineller Energie verschachtelten Firmenkonglomerates, ist für eine feudalistisch auf die Mitarbeiter herabblickende Kaste von Rendite-Zombies fernab jeglicher Empathie archetypisch.

Die Vermutung, dass die Familie Schlecker über ihre schiere Einkaufsmacht bei der Behandlung der Lieferanten jahrelang die gleiche Unverschämtheit zum Markenkern erhoben hat, dürfte wahrlich nicht zu sehr aus der Luft gegriffen sein. Eben diese Mitarbeiter und Lieferanten sind es, die nun sozusagen als Endglieder der Kapitalkette, mit erheblichen Einbußen die verachtungswürdige Politik ausbaden dürfen – die eigene Insolvenz beileibe nicht ausgeschlossen! Es kann und darf nicht sein, dass Schlecker, Quandt & Co über die geschickte Verschachtelung von Firmen und Beteiligungen ihre Steuerlast gegen null rechnen, gleichzeitig ein für die Finanzbehörden sakrosanktes astronomisches Privatvermögen anhäufen und sich ab und zu mal eine Insolvenz zu Lasten der Allgemeinheit gönnen.

Peter Grohmüller, Edingen-Neckarhausen

 
Piraten schnarchen den Bundespräsidenten weg! PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Meinungsmühle - Gemeintes
Geschrieben von: Peter Grohmüller   
Mittwoch, den 04. Januar 2012 um 07:41 Uhr

Das Wegschnarchen des merkelschen Hofstaates

Es muss die schiere Verzweiflung der stern Redaktion gewesen sein, sich zum Jahresende – wohl in Ermangelung adäquater Alternativen – doch noch mit dem fleischgewordenen Mittelmaß, dem auf sinnlosen Gipfeln dauerwandelnden Hosenanzug zu versöhnen. Ein ärgerlicher und unnötiger Kotau angesichts der sich abzeichnenden völligen Auflösung der Solidargemeinschaft durch ihre lupenreine Politik der Lobby-Bedienung. Die Antwort auf die Frage, woher die Sakral-Physikerin ihre Energie nimmt, um „die Last ihres Amtes“ zu meistern, findet der interessierte Bürger, so es ihn noch gibt, auf ihren Kontoauszügen, wenn die Diäten – fast wäre man ob ihres royalen Gehabe geneigt, von Apanage zu sprechen – alles in allem monatlichen rund 30.000,00 € überwiesen werden. Mit einem solchen Ruhekissen lässt sich vortrefflich die prekäre Situation derer wegschnarchen, die aufgrund der Untätigkeit des Merkelschen Hofstaates trotzt Fulltime-Job an oder gar unterhalb der Armutsgrenze leben – immerhin 20% der Erwerbstätigen, darunter sicher auch einige stern-Leser. (Aus einem Leserbrief an den 'stern')

Piratenbekämpfung

Kurz vor Jahreswechsel sich hat sich die internationale Erdölbranche wieder mal daran erinnert, was sie am besten kann: Claims – vorzugsweise in der dritten Welt – abstecken. Früher war das noch wesentlich entspannter. Da wurden durch CIA & Co einfach ein paar handverlesene Psychopaten wie Robert Mugabe, Charles Taylor oder Mengistu Haile Mariam inthronisiert, Exxon konnte gemütlich fördern, die protestierende Bevölkerung wurde von den eigenen Landsleuten abgeschlachtet und die westliche Presse echauffierte sich über die Verhältnisse in den Entwicklungsländern.

piraten

In Ermangelung eines definierten Staatsoberhauptes und mithin einer adäquaten Adresse für die Schmiergeldzahlungen gestaltet sich die Sache im Falle Somalias leider etwas schwieriger, zumal die letzte funktionierende Regierung bereits Ölförderlizenzen an China vergeben hatte. Deshalb präsentieren die Regierungschefs der internationalen Demokraturen den Nachrichtenmachern ein neues Kaninchen aus dem Propagandazylinder: Piraten. Nicht aber etwa Johnny Depp. Nein echte, böse Freibeuter, die den reibungslosen Warenverkehr auf dem Globus schon irgendwie stören und die es nun gilt, mit der geballten High-Tech ATALANTA-Kriegsmaschinerie aus ihren Schlauchbooten zu ballern. Nach neusten Plänen sollen die Salzwasser-Söldner die Verbrecher sogar bis an Land verfolgen dürfen, so diese es denn schaffen sollten. Bei der Gelegenheit könnte man dann gleich einige Caps nebst Fahnenmast errichten, die dann zufälligerweise in Reichweite der Ölfelder liegen. (Aus einem Leserbrief an den 'Mannheimer Morgen')

Zuletzt aktualisiert: Samstag, den 07. Januar 2012 um 07:32 Uhr
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Drei Tage es Innehaltens, oder? PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Meinungsmühle - Gemeintes
Geschrieben von: Peter Grohmüller   
Montag, den 26. Dezember 2011 um 11:38 Uhr

Nun ist es also wieder mal so weit: Weihnachten – jene 3 Tage des Innehaltens, der Besinnung und des kopflosen Ausnahmezustands mit geradezu mystisch überhöhtem Nimbus. Die Christenheit feiert die Geburt jenes Mannes, der das Unmögliche ermöglichen sollte, nämlich nichts Geringeres, als die ganze Welt zu erlösen. Ein undankbarer Job, der selbst eine ganze Armada von Altruisten grenzenlos überlasten würde. Eine Herkules-Aufgabe, gegen den das berühmte Stein-auf-den-Berg-Gerolle des alten Sisyphos wie ein kurzer Gang zum Kiosk anmutet, wie es sich jedes Jahr aufs Neue immer wieder herausstellt, und wie auch das nun dahinscheidende dauerkrisengeschüttelte 2011 keine Ausnahme darstellt.

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Der Guttenberg als medialer G-Punkt PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Meinungsmühle - Gemeintes
Geschrieben von: Peter Grohmüller   
Dienstag, den 13. Dezember 2011 um 18:43 Uhr

Chapeau!
Karl Theodor von und zu Copy & Paste Guttenberg als ehrenamtlicher EU-Berater in Sachen freies Internet!
Das ist definitiv nicht mehr zu toppen. Obwohl – eigentlich könnten die abgehobenen EU-Strategen, wenn sie gerade dabei sind, gestrauchelte Promis zu reanimieren, vielleicht in einem Abwasch noch Horst Mahler zum Migrationsbeauftragten ernennen und Otto Wiesheu, in Erinnerung an seinen fulminanten Ride vom 29. Oktober 1983, dem EU-Verkehrsminister als Beirat zur Seite stellen.

Und ich dachte eigentlich, die Nominierung Till Schweigers zum neuen Tatort-Kommissar wäre der mediale Tiefpunkt 2011.

 
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Die Würfel sind gefallen - Stuttgart 21 PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Meinungsmühle - Gemeintes
Geschrieben von: Peter Grohmüller   
Mittwoch, den 30. November 2011 um 08:26 Uhr

stuttgart21Alea iacta est. Tonnenschwer.
Irreversibel. Der Souverän hat nun also entschieden. Ermattet, in Resignation ergeben, übersättigt durch Drohungen der einen und Versprechen der anderen Seite, hat sich eine – wenn auch knappe – Mehrheit der Wahlberechtigten für das babylonische Wunderwerk Stuttgart 21 entschieden und in einem leidlich demokratischen Verfahren namens Quorum damit ein Schleusentor geöffnet. Die sich nun Bahn brechende finanzielle Springflut wird bis zur Vollendung dieses städtebaulichen Anachronismus nach vorsichtigen Schätzungen zwischen 8 und 10 Milliarden Euro im wahrsten Sinne des Wortes unter sich begraben. Die Folgekosten z. B. für das ungeklärte Grundwassermanagement sind hier allerdings noch nicht „eingepreist“.

Ähnlich monströsen Vorhaben, wie der Schürmann Bau in den 80er Jahren in Bonn oder – aktuell – die Elb-Philharmonie in Hamburg (allesamt Bauten der „öffentlichen Hand“) haben in verlässlicher Regelmäßigkeit letztendlich ein Vielfaches dessen Verschlungen, was als handwerklich profund kalkuliert gegolten hatte und mithin die absolute Unglaubwürdigkeit der im Vorfeld kolportierten Zahlen hinlänglich bewiesen.

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Ja, die Wähler sind für die FDP zu ungebildet PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Meinungsmühle - Gemeintes
Geschrieben von: Peter Grohmüller   
Samstag, den 08. Oktober 2011 um 23:00 Uhr

Wähler für FDP zu ungebildet

Ich fürchte, ich muss dem Hessischen Landeschatzmeister der FDP Dirk Pfeil in vollem Umfang Recht geben, wenn er die invers fulminanten Wahlerfolge seiner Partei auf mangelndes Bildungsniveau in der Bevölkerung zurückführt. Es bedarf vermutlich einer geradezu titanischen Intelligenz, die Brillanz der Denkansätze liberaler Wirtschaftspolitik in Gänze zu verstehen, mit der nun wirklich nur ein marginaler Anteil der Wahlberechtigten gesegnet zu sein scheint.

Schon an zwei einfachen Beispielen trennt sich brutal die Spreu vom Weizen. Nur einem wahrlich visionär denkenden Geist erschließt sich die Eleganz der verminderten Umsatzsteuer für Hotelübernachtungen. Nur ein wirkliches Universalgenie kann die Rasanz der Abfolge, der vom ehemaligen Gesundheitsminister Rösler initiierten Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung intellektuell auch nur ansatzweise erfassen. Ein mit allen Genres der Politik vertrauter Fachmann, der nicht zuletzt durch dieses epochale Werk und seine damit demonstrativ bewiesene profunde Ahnungslosigkeit schlechterdings zur Legende wurde. Leider mag es mir bei allem Bemühen nicht gelingen, mit den hochkomplexen Strategien der FDP Schritt zu halten, was nun eindeutig meinem spärlichen politischen Bildungsniveau geschuldet sein muss.

So bedaure ich zutiefst, auch zukünftig als Wähler der FPD nicht dienen zu können. Vielleicht könnte ja Rainer Brüderle die Situation dergestalt entschärfen, indem er solchen Ignoranten wie mir, das große Ganze anhand seines pädagogischen Talents erklärt. Das Beispiel mit dem Hefezopf und der Konjunktur fand ich gleichermaßen einleuchtend wie lecker.

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, den 06. Oktober 2011 um 06:38 Uhr
 
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