-Anzeige-
#ss#
-Anzeige-


Mal ernsthaft, wer will denn sowas?

Mal ernsthaft, wer will denn sowas?

Es kursieren ja die unglaublichsten Gerüchte darüber, was die Länge des männlichen Geschlechtsteils mit dem Ausmaß der Befriedigung des jeweiligen Geschlechtspartners zu tun haben könnte.
Ganz offensichtlich von Männern in Umlauf gebracht wurde die These: „Auf die Größe kommt es gar nicht an, sondern darauf, was man damit macht.“
Hm, mag ja innerhalb gewisser Grenzen stimmen, aber mit einem Hämmerchen kann man eben auch nur ganz dünne Schlitze klopfen, für richtige Schlitze braucht man einen richtig großen Hammer, das kann einem jeder Maurer bestätigen.
Auf der anderen Seite hat die Natur die meisten Männer mit einem Genital ausgestattet, das seinen Zweck durchaus zu erfüllen im Stande ist, wenn es dann im Stande ist.
Das bedeutet, die meisten Frauen werden damit zufrieden sein und vermutlich auch gar nichts anderes und auch nichts Größeres kennen.
Daß die Schnurrbartträger aus den „ehehygienischenAnleitungsfilmen“ unten herum ganz andere Ausmaße haben, liegt ganz einfach daran, daß man für solche Filme eben Herren engagiert, die entsprechend aus- und einladend bestückt sind. Für einen Action-Film wird man sich ja auch Herren mit besonders dicken Oberarmen suchen, so wie es vom Thema des Films eben gerade passt.

Mal ernsthaft, wer will denn sowas?Mal ernsthaft, wer will denn sowas?

Nichtsdestotrotz ist in vielen Männern tief der Wunsch verwurzelt, doch ein etwas größeres Genital zu besitzen.
Ein ungarischer Arzt durchtrennt sogar bei verlängerungswilligen Herren irgendeine Sehne am Schambein, wodurch der Lümmel dann bis zu 1,5 cm länger erscheint, aber auch nicht mehr so fest verwurzelt sein soll, wie er es vorher war.
Da diese Operationen in einer Kombination aus Urlaub und Krankenhausbehandlung durchgeführt werden, bekommt im übrigen das bei der Reisebuchung verwendete Wort „Verlängerungswoche“ eine ganz andere, zweideutige Bedeutung.

Andere greifen zu Kondomen mit Einlage. In denen befindet sich oben ein Stückchen weiches Gummi, welches der Gespielin ein bedeutend größeres Genital vorgaukeln soll. Das gilt natürlich ebenfalls, wenn es sich statt der Gespielin um einen Gespiel handelt.

Und selbstverständlich gibt es da noch eine ganze Reihe von Firmen, die den Männern so allerlei Produkte verkaufen möchten, die die angebliche Wirkung haben sollen, das Lümmelchen in einen Lümmel zu verwandeln, der dann -um wieder im Bild zu bleiben- in der Lage sein soll, richtige Schlitze zu klopfen, in die man richtige Rohe verlegen kann.

Die einen bieten da Salben und Tinkturen an, die anderen Apparate und Saugvorrichtungen und wieder andere irgendwelche dubiosen Übungen, mit deren Hilfe man schon nach kurzer Zeit unglaubliche Ergebnisse erzielen sollen kann.
Es heißt ja, Afrikaner seien von Natur aus besser, anders, aber auf jeden Fall größer bestückt. Einmal traf ein junger Deutscher in der Sauna einen Afrikaner und nachdem er eine Weile neidische Blicke auf dessen Schlitzeklopfer geworfen hatte, wagte er es, den Afrikaner zu fragen, wie man denn so einen Apparat bekommen könne.
Der sagte, dazu gäbe es in seinem Heimatdorf ein Ritual. Man müsse sich nur einen 8 Pfund schweren Stein mit einer Schnur an sein Teil binden und drei Wochen warten, dann sei alles im Lot.
Drei Wochen später treffen sich die beiden in der Stadt und der Afrikaner erkundigt sich, ob der junge Deutsche denn seinem Rat gefolgt sei. Der nickt heftig. Fragt der Afrikaner weiter, ob es denn schon Wirkung zeige.

„Ja“, sagt der Deutsche, „ich meine, größer ist er noch nicht geworden, aber schwarz ist er schon.“

Jau.

Werden wir wieder ernst.

Also, angeblich gibt es da Übungen, mit deren Hilfe man fast schon utopische Ergebnisse erzielen können soll.
Davon spricht zum Beispiel auch diese Werbung, die mich neulich auf einer sonst ganz harmlosen Seite für Jugendliche anhüpfte:

longdick

Selbstverständlich habe ich die pikanten aber unübersehbaren Details ausgepixelt, man bekommt aber dennoch einen Eindruck davon, wie groß das Versprechen dieser Firma ist. Immerhin handelt es sich um 2 Inch in 4 Wochen, also rund 5 Zentimeter. Der junge Mann auf diesem Bild muß also diese Übungen mindestens 8-12 Wochen gemacht haben, um auf dieses Ergebnis zu kommen.

Nun überlegen wir uns aber mal, daß alle Menschen in etwa gleich viel Blut im Körper haben, so kommen wir recht schnell zu der Überlegung, wo denn im Falle einer Erektion das ganze Blut her kommen soll, um diese enormen Schwellkörper zu beschwellen.
Ich vermute mal, daß dieses Blut während des gesamten Aktes im Gehirn fehlt; und was mit Menschen passiert, deren Gehirn längere Zeit nicht richtig durchblutet wird, kann man ja allenthalben überall sehen.

Abgesehen davon stellt sich nicht nur mir die rein praktische Frage, wie man so ein Gewürm denn alltäglich trägt.
Wo packt man den Apparat hin, wenn man beispielsweise eine enge Jeans an hat? Wie setzt man sich damit auf ein Motorrad oder ein schmalsatteliges Fahrrad?
Wie setzt man sich überhaupt?
Und dann die Fragen aller Fragen: Was passiert, wenn man die Boa in irgendeiner Weise in seinen Shorts verstaut hat und darüber eine enge Jeans trägt und man gerät dann in hornige Wallungen? Reißt der dann? Bricht er? Sprengt er die Hose?

Ja und man sollte sich natürlich auch einmal mit der Frage der Kompatibilität befassen. Gehen wir mal davon aus, daß ganz junge Frauen anders gebaut sind als ältere Damen. Angeblich soll die Zahl der im Laufe des Lebens geborenen Kinder usw. hier eine gewisse Rolle spielen.
Wie ist das denn dann, wenn man diese 12 Wochen der verlängernden Übungen hinter sich hat? Passt man dann nur noch in alte Frauen?
Oder müssen es am Ende sogar Damen sein, die besonders hohl sind?
Ich glaube, genau das ist der springende G-Punk! Die zu den großlümmeligen Herren kompatiblen Damen sind immer besonders hohl.

Hinweis an Google: Dies ist kein pornographischer Inhalt. Dieser Text beinhaltet satirische Betrachtungen zu ganz normalen Alltagsthemen.

Dir gefällt das? Schenke mir 1 Sekunde und unterstütze mich auf Patreon

Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!


peter wilhelm autorenlesung
-Anzeige-

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Benachrichtige mich zu:
avatar
wpDiscuz
Lesen Sie weiter:
Feinripp

Ist Euch das auch schon mal aufgefallen? Immer wenn ein Fernsehteam mit einer Kamera jemanden...

Schließen