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James Bond hat Millionen Brüder

James Bond hat Millionen Brüder

Jeder zweite Brite liest heimlich die SMS seines Partners, das zumindest berichtet CHIP-Online heute in einer aktuellen Meldung.

Also ich hatte noch nie das Bedürfnis, die SMS meiner Allerliebsten zu lesen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß da mehr drinsteht, als an sinnvollem Gehalt in Frauentelefonaten enthalten ist.
Mir ist ja sowieso absolut schleierhaft, wie Frauen es fertigbringen, sich so lange über NICHTS zu unterhalten. Da kann eine Mitteilung, die bei einem Mann ungefähr so ablaufen würde:
„Hallo, ich bin’s. Heut‘ Abend um 7 Uhr? Alles klar!“ schon mal locker 20 Minuten dauern und da sind die Frauen dann erst bei dem „Hallo ich bin’s“ angekommen.
Anke sitzt ja oft da und tippt SMS, manchmal über eine halbe Stunde lang. Ich sag noch zu ihr:


„Du, denk dran, die Dinger kosten Geld und wenn deine SMS zu lang ist, macht das Ding da zwei daraus und man muss doppelt bezahlen.“

James Bond hat Millionen BrüderJames Bond hat Millionen Brüder

„Ich habe doch erst zwei Wörter geschrieben!“

„Und dafür brauchst du so lange?

„Nein, ich hab inzwischen schon mal abgeschickt, damit Anette nicht so lange warten muß.“

„Wie? Du hast zwei Wörter geschrieben, sendest die dann ab und schreibst die nächsten zwei Wörter?“

„Ach, lass mich doch in Ruhe!“

Lass ich sie ja dann auch. Ich wüßte gar nicht, an wen ich eine SMS schreiben sollte, die insgesamt länger als 4 Wörter ist.

Vor einem halben Jahr hat die Allerliebste ein neues Handy bekommen. Ich hatte die ehrenvolle Aufgabe, die Kontakte vom alten auf das neue zu übertragen. Dabei kamen mir zwangsläufig auch die SMS unter die Augen.
Ich möchte meine Frau hier nicht bloßstellen, jedenfalls bin ich zu der Erkenntnis gekommen, daß uns Männern irgendeine Windung in unserem Gehirn fehlt. Vermutlich haben Frauen da, wo wir Männer den Orientierungssinn haben, der uns beispielsweise die zuverlässige Unterscheidung zwischen Rechts und Links ermöglicht, ein ZFUK (Zentrum für unnütze Kommunikation).

Mir wäre die Zeit viel zu schade, die die Allerliebste aufs Telefonieren beispielsweise verwendet.
Während sie „mal eben nur Hallo sagt“, habe ich auf der anderen Leitung mit 4 verschiedenen Freunden telefoniert, wichtige Entscheidungen gefällt und mal eben zwei Geschichten geschrieben, ein Brot gebacken, den Wagen gewaschen und die Kinder aufgeklärt.

Ich würde aber nie etwas zur Allerliebsten sagen! Niemals! Denn würde ich ihren Drang bremsen, würde sie mir das ja alles erzählen wollen…

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!


peter wilhelm autorenlesung
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