#ss#


Ich mache jetzt die Apfel-Kur

Ich mache jetzt die Apfel-Kur

Mein Freund Peter Roskothen ist ein Apple-Fan geworden. Dauernde Virenangriffe, Ärger über Windows, langsame Programmausführung, das sind nur einige der Gründe, warum er sich für Macintosh-Rechner entschieden hat. Als Vollprofi im Bereich der digitalen Medien muß er sich unabdingbar auf seine Hardware verlassen können und hat weder Zeit, Geld, noch Lust, um sich tagtäglich unnötige Arbeit mit seinem Handwerkszeug machen zu müssen.

Um feststellen zu können, ob ein Apple-Rechner überhaupt von der Bedienbarkeit für ihn in Frage kommt, hat er sich zunächst einen günstigen, gebrauchten G3 angeschafft. Man muß ja erst einmal wissen, ob man damit zurecht kommt, bevor man viel Geld in die Anschaffung aktueller Apple-Hardware investiert.

Mittlerweile hat er den Umstieg vollzogen und berichtet auch in seinem Blog darüber. Wie es scheint, ist er sehr zufrieden und kommt prima mit der neuen Hardware und dem anderen Betriebssystem zurecht.

Gestern erhielt ich ein Riesenpaket, das natürlich ausgerechnet gegen Abend ankam, als ich kurz mal außer Haus war. Unsere selbsternannte Concierge, Frau Ruckdäschl, brachte fast eine Stunde im Treppenhaus zu, um das Paket zu bewachen, das sie freundlicherweise für uns angenommen hatte. Nein, in ihre Wohnung kommt das nicht, denn man weiß ja nicht, was da drin ist, möglicherweise Giftschlangen, Pornovideos oder andere gefährliche Sachen…
Ihr Finger war schon wund, vom dauernden Drücken des Knopfes für das Treppenhauslicht und sie war schon ganz durchgefroren, als ich endlich nach Hause kam und das Paket in Empfang nehmen konnte.

Ich mache jetzt die Apfel-KurIch mache jetzt die Apfel-Kur

Es enthielt eben jenen G3-Rechner von Herrn Roskothen. „Probieren Sie den doch auch mal aus“, sagte er später am Telefon. Das nenne ich mal großherzig und praktisch gedacht. Da hat der Mann einen Rechner übrig, der für ihn seinen Zweck erfüllt hat und verzichtet, auch in Anbetracht der heute üblichen Schwierigkeiten, auf den schnellen Euro bei Ebay und schickt das Ding mir. Tolle Sache das!

So, jetzt habe ich also eine mittelgroße Plastikkühltasche, die sich nicht entscheiden kann, ob sie eher bläulich oder grünlich ist und mit ihren zwei Henkeln behauptet, sie sei so etwas wie ein vollwertiger Computer.

Ich bin skeptisch, ob diese Plastikschachtel, die aussieht, als habe sie der Barbie-Chefdesigner aus dem Hause Mattel, geschaffen, wirklich ein Ersatz für einen PC sein kann. So Macintoshs sollen ja schon schwer anzuschließen sein. Ich beschließe, das Ausprobieren auf den Donnerstag zu verschieben, da habe ich etwas mehr Zeit für dieses sicher stundenlange Experiment.

Irgendwann am Dienstagabend juckt es mir doch, ganz dreibeintypisch, in den Fingern und ich will nur mal eben gucken. Das Monitorkabel vom PC habe ich schnell abgezogen und finde sogar eine passende Buchse auf der Rückseite der Kühlbox. Eine Tastatur lag auch dabei, sehr stylish weiß.
Die steckt man auch hinten in eine freie USB-Buchse, direkt neben der Maus.
Nun denn, soll das schon alles gewesen sein?

Also mal eben einschalten. Es dauert eine Weile bis sich was tut, aber nicht so lange, wie bei Windows. Dann erscheint eine Benutzeroberfläche. Oh weh! Die sieht ganz anders aus, als bei einem Windows-PC. Aber erstaunlicherweise finde ich sofort alles.
Ich muss mich weder umorientieren, noch irgendetwas Neues lernen. Zwar ist vieles sehr anders, aber alles lässt sich sehr intuitiv bedienen.

So mache ich also jetzt die Apfel-Kur und probiere mal aus, ob und wie toll so ein Apple ist.

Apple, Macintosh, G3, Mattel, Barbie sind eingetragene bzw. geschützte Markennamen.

Dir gefällt das? Schenke mir 1 Sekunde und unterstütze mich auf Patreon

Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!


peter wilhelm autorenlesung

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Benachrichtige mich zu:
avatar
wpDiscuz
Lesen Sie weiter:
Der Klecks (Update)

Damit der Klecks da unten nicht so sinnlos ist, habe ich ihn anklickbar gemacht. Man...

Schließen