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Glückwunsch Amerika!

Glückwunsch Amerika!

Fassen wir einmal kurz zusammen: nachdem die sogenannten Republikaner vor dem unappetitlichen Proleten Trump kapituliert und diesen als Präsidentschaftskandidaten nominiert haben, sind auch bei den Demokraten (?) die gezinkten Würfel gefallen: Hillary Diane Rodham Clinton geht ins Rennen um den blutigsten Schreibtisch der westlichen Hemisphäre. (Dass letztere bei einem Wahlsieg die Psychologin Monica Lewinsky als Beraterin in ihr Team berufen wird, ist vermutlich eine Unterstellung des politischen Gegners)

Das amerikanische Volk hat also die komfortable Qual der Wahl zwischen einem üblen Rassisten mit dem von den Medien verliehenen Nimbus des Underdog, oder einer abgefeimten Repräsentantin des allmächtigen Establishments im Hintergrund, das seit Jahrzehnten die amerikanische Politik definiert, egal wem es generös das Oval Office zu Repräsentationszwecken überlässt. In gewohnt euphemistischem Politiker-Sprech nennt man das Kontinuität, Glückwunsch Amerika!

Glückwunsch Amerika!Glückwunsch Amerika!

Laut Spiegel online wurden für den Präsidentschaftswahlkampf anno 2012 schlanke 6 Milliarden US-Dollar rausgehauen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/wahlkampf-in-den-usa-kostet-sechs-milliarden-dollar-a-864830.html Und da das amerikanische Volk gemäß dem alten Grundsatz Panem et Circenses gerne noch eine Schippe drauf haben möchte, kann man davon ausgehen, dass die aktuelle Kampagne noch ein klein wenig mehr kosten dürfte.

Ich werde mich hüten, vorrechnen zu wollen, wie vielen mittelosen amerikanischen Bürgerinnen und Bürgern man hätte damit das Gebiss sanieren können. Ich möchte ja die Partylaune im Land der Freien und Mutigen, in God´ s own Country nicht unnötig stören. Junk-Food kann man schließlich auch auf den Felgen kauen, und man muss nicht einmal lesen können, um den Dreck zu bestellen. Über den Tresen hängen die Menü-Tafeln ja stets mit den Bildern der angebotenen Merkwürdigkeiten. Und das ist gut so; denn nach Schätzung der Stiftung „World Literacy Foundation“ können rund 22 Prozent der erwachsenen US-Amerikaner nicht oder nur begrenzt lesen.

Und wenn ich mir dann überlege, dass sich dieses Volk als Weltmacht definiert, und dass deren Repräsentanten sich seit über 70 Jahren anmaßen, über Gedeih und Verderb des ganzen Globus zu richten…Glückwunsch Amerika! Und was den Rest der Welt betrifft: warm anziehen!

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Peter Grohmüller

Peter Grohmüller

Hallo, ich bin Peter Grohmüller und leide nicht an dieser Welt, aber mir fällt ihr Leiden auf.

"This world is sick and we are the doctors."

Wenn es eine Wunde gibt, dann muß man sie entweder heilen oder Salz hineinstreuen. Wir, das sind die Kritischen, die Hinterfragenden und die Lallbackenentlarver. – So einer bin ich.

Alle namentlich gekennzeichneten Beiträge geben allein die Meinung des Autors wieder.


peter wilhelm autorenlesung
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1 Kommentar auf "Glückwunsch Amerika!"

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Kenntkeinenschmerz
Gast

Bravo! Kurz, prägnant und … leider wahr.

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